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EU-Kommission ge­nehmigt Vodafone-Über­nahme von Unitymedia

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone darf den deutschen Kabelnetzanbieter Unitymedia übernehmen, das genehmigten die EU-Wettbewerbshüter am Donnerstag. Laut Kommissarin Mar­grethe Vestager darf die Fusion jedoch nur unter Auflagen stattfinden. Nämlich, wenn Kund*innen weiterhin von „fairen Preisen, hochwertigen Dienstleistungen und innovativen Produkten“ profitieren können. In Deutschland entsteht damit ein bundesweit agierender Kabelnetzanbieter: Unitymedia versorgt die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, Vodafone ist in den restlichen Bundesländern tätig. Damit sind sie gemeinsam einer der größten Anbieter von Telefonie, Festnetz-Internet und Fernsehen in Deutschland. Zu dem Deal zwischen Vodafone und dem Unitymedia-Mutterkonzern Liberty Global gehört auch der Verkauf der Liberty-Ableger in Tschechien, Ungarn und Rumänien, den die Brüsseler Wettbewerbsbehörde ebenfalls genehmigte. Schon im Mai 2018 waren die Übernahmepläne, die Vodafone insgesamt 18,4 Milliarden Euro kosten, bekannt gegeben worden. Die Deutsche Telekom und Fernsehsender hatten damals scharfe Kritik an dem Vorhaben geäußert. (epd, taz)

Nach Vorstellung der Quartalszahlen bricht Net­flix-Aktie um 12 Prozent ein

Der Streamingdienst hat im zweiten Quartal deutlich weniger Neukund*innen geworben als erhofft. Daraufhin verlor die Aktie im nachbörslichen Handel 12 Prozent. Das US-Unternehmen teilte bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch mit, dass statt der erwarteten 5 Millionen in den Monaten zwischen April und Juni nur 2,7 Millionen neue Nutzer*innen hinzugekommen waren. Als Begründung führte der Konzern an, dass die jüngsten Serien nicht so viele Nutzer*innen angezogen hätten und das erste Quartal vergleichsweise stark gewesen sei. Nach Ende des zweiten Quartals kann Netflix nun 152 Millionen Nutzer*innen verzeichnen. Doch das aktuell schwache Wachstum sei auch auf Preiserhöhungen in etlichen Ländern zurückzuführen. Gerade da seien laut dem Unternehmen wenig neue zahlende Mitglieder hinzugekommen. Dass die schlechten Zahlen etwas mit der zunehmenden Konkurrenz von Walt Disney oder Apple zu tun haben könnten, wies Netflixzurück. (afp)