Send him back!

Donald Trump und seine rechten Fans fordern lautstark, dass kritische US-Abgeordnete „in ihre Länder zurückgehen“. Der Bürgermeister von Kallstadt lädt Trump jetzt in die Pfalz ein

Weißes Haus in Kallstadt: „Wenn der amerikanische Präsident die nicht ganz so imposanten Häuser seiner Vorfahren sieht, könnte ihn das auf den Boden der Tatsachen zurückbringen“, meint der Bürgermeister. Donald Trumps Opa Friedrich lebte in diesem Eckhaus, bevor er 1885 in die USA ging Fotos: A. Meichsner/Redux/laif,reuters; Montage: taz

Nach den Ausweisungsforderungen gegen demokratische US-Kongressabgeordnete auf einer Veranstaltung von US-Präsident Donald Trump hat ihn der Bürgermeister von Kallstadt in der Pfalz in den Heimatort seiner Ahnen eingeladen. „Ein möglicher Besuch in Kallstadt würde ihn vielleicht zum Nachdenken bringen“, sagte Bürgermeister Thomas Jaworek (CDU). Auch die Großeltern des Präsidenten seien Migranten gewesen. Trump hatte vier linke Demokratinnen, die alle US-BürgerInnen sind, aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, wenn es ihnen in den USA nicht gefalle, und attackierte insbesondere die in Somalia geborene Ilhan Omar. Trump-ZuhörerInnen skandierten lautstark „Send her back!“ („Schickt sie zurück!“). (lkw, dpa)

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