was tun im norden?

Eröffnung: Fr, 19. 7. 20 Uhr, Hamburg, Künstlerhaus Faktor; bis 28. 7.

Polyphone Trinksprüche

Es kann natürlich nur „Supra“ heißen: Die so heißende traditionelle georgische Festtafel mit Speisen im Überfluss und einem Zeremonienmeister, der für all die pathetischen Trinksprüche zwischen den zahllosen Gängen verantwortlich ist, ist (zumal für hier kulturell Geprägte) nun mal ein veritables Performance-Spektakel. Und das soll ja auch die erste Ausgabe des so betitelten georgisch-deutschen Kulturfestivals im Hamburger Künstlerhaus Faktor werden.

Los geht es am Freitag mit einer „Tbilisi Night“ mit Techno und Electronica mit „Sounds from Georgia“ los, bis zum 28. Juli sind unter anderem Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte, Jamsessions, Buchvorstellungen und Workshops im Programm. Kochen kann man da etwa lernen oder georgische Polyphonie. Und zum Abschluss gibt‘s mit allen beteiligten Künstler*innen eine „zeitgemäße künstlerische Interpretation“ der Supra. Mit einer, so wird es versprochen, sehr weit gefassten Definition von „traditionell“. (matt)

Sa, 13. 7., 20 Uhr, Künstlerhaus Lauenburg

Thelonious aufder Terasse

Gut: Es hätte da oben eigentlich irgendwas mit „Monk“ stehen müssen, denn das ist doch die entschieden besser eingeführte Weise, wie sich der einflussreiche Jazzmusiker (und so vieles mehr) Thelonius Monk (1917–1982) bezeichnete. Einen kurzen Ausflug die Elbe hinauf, ins Künstlerhaus nach Lauenburg, macht jetzt einiges von Hamburgs Spitzenpersonal, wenn es um das reiche Erbe des Pianisten und Komponisten (und „schrägen Vogels“, so die Beteiligten) geht: Matthäus Winnitzki am Klavier, Björn Lücker am Schlagzeug und der Bassist John Hughes. (aldi)