DR Kongo

In zwei Wochen 300.000 vertrieben

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat Alarm über die neue Gewalt in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo geschlagen. Seit Anfang Juni seien dort 300.000 Menschen vertrieben worden, sagte UNHCR-Sprecher Babar Baloch am Dienstag in Genf. Sie flohen vor „Morden, Entführungen, Verstümmelungen und sexualisierter Gewalt“, und es bestehe die Gefahr einer Ausweitung auf die gesamte Provinz. Die meisten Vertriebenen seien ohne jede Versorgung und hausten „unter freiem Himmel oder in öffentlichen Gebäuden, mit 10.000 in und um die Kirche von Drodro als größte Ansammlung“, hieß es. Zivilgesellschaftliche Aktivisten hatten zuvor Milizen des Lendu-Volkes beschuldigt, gezielt Hema-Zivilisten anzugreifen und zu vertreiben. (taz)