leserInnenbriefe

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Wenn Zuhörer nicht naiv sind

„Des Prinzen wirre Rede“,

taz nord vom 14. 5. 19

Bei der genannten Veranstaltung war ich als Zuhörer anwesend: Was viele Kritiker Philip von Preußen in Wahrheit vorwerfen, ist die Tatsache, dass er seine Rede dazu missbraucht hat, seine christlich-fundamentalistischen Anschauungen vermischt mit rechtsnationalen politischen Positionen darzustellen. Dazu passt die Bewertung des Neustädter Kantors, der die Kritik damit abtut, indem er von „Wahrheiten, die unbequem sind“, und die man auch mal „aushalten“ muss, spricht. Die Behauptung in von Preußens Rede, überwiegend von Muslimen rühre der Antisemitismus her, ist stigmatisierend und schürt Vorurteile gegen Menschen muslimischen Glaubens. Sie entspricht dazu nicht den Tatsachen. Sie passt allerdings zu politisch motivierten Einstellungen des Rechtsaußenspektrums, in dem der Prinz sich gelegentlich bewegt. Ebenso die Gefahr von Gewalt fast ausschließlich dem linken Spektrum zuzuordnen, entspricht lediglich seiner politischen, wohl auch religiösen Haltung, jedenfalls nicht den Tatsachen. Möglicherweise hat er seine Zuhörer für naiv gehalten und geglaubt, dass seine Absichten nicht erkannt würden.

Eberhard Jänsch-Sauerland, Ostholstein

Größter Irrweg der letzten Jahre

„Eitelkeit und Paranoia“,

taz nord vom 15. 5.  19

In Hessen haben die Blauen schon Taser. Die Tage ist dann Folgendes passiert: In Frankfurt setzen Polizisten Taser gegen einen kranken Mann ein, der vier Tage später im Krankenhaus stirbt. Gegen die Beamten wird wegen Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge im Amt ermittelt (Quelle: Frankfurter Neue Presse). Einsatz von Tasern ist einer der größten Irrwege der letzten Jahre.

Sven Günther, taz.de

Zum Schutz muss ein Paket durch mehrere Hände

„Ausgebeutet, im Auftrag von...“,

taz nord vom 16. 5. 19

Eine Verbesserung wäre: Die Kundenadresse wird generell bei Neukunden überprüft, ein Warenübergabeschein geht per Briefpost an den bestellenden Online-Kunden in die Blechbox. So geht Buchhaltung. Es würde den stationären Handel stärken und schützen, den Warenvertrieb des mobilen Online-Handels auf Korrektheit prüfen. Sofort würde das

Ausliefertempo gedrosselt werden, durch mehr Hände würde das Paket zum Ziel verlaufen. Jochim Geier, Hamburg