das wird der monat, der wird (3)

Sky im Himmel

VORSCHAU: Heute mit Pyramiden-Squash, Neues aus der Bodensatzliga, einem Golfprofi, der gegen sich selbst verliert, und Rudi Assauer ganz oben

Chicago, 2. März. Auch nach den Squash World Cham­pionships, dotiert mit 500.000 Dollar, bleibt rätselhaft, wieso plötzlich ein Deutscher so gut ist: Halbfinalist Simon Rösner, 31, aus Paderborn bleibt auf Weltranglistenplatz vier und ist somit weltbester Nichtägypter. Die Spielkunst der Ägypter vermuten Squash-Analysten in den spielstrategisch wichtigen, pyramidenartigen Dreiecken in den hinteren Platzecken.

Stuttgart, 3. März. Durch ein umjubeltes 0:0 gegen Hannover verteidigt der VfB Platz zwei in der Bundesliga-Meisterschaft des abgeschlagenen Quartetts am Tabellenende. Augsburg scheint trotz des 0:3 gegen Dortmund der erste Titel der Klubgeschichte sicher. „Wir sind heiß auf Platz eins im Bodensatzchampionat“, sagt Analyst Jens Lehmann.

Östersund, 8. März. Biathletin Laura Dahlmeier gewinnt den WM-Sprint der Schnee-Schnellläufer und Genauschießer. Danach beendet sie ihre Laufbahn – bis zur nächsten Goldmedaille drei Tage später. Und das noch zwei Mal hinterher. „Die Pausn tun mia guat“, bayert die Teilzeitathletin.

Doha, 22. März. Das Fußball-Emirat Katar, Asienmeister, in der Fifa-Weltrangliste von Platz 93 auf 55 gesprungen und bald WM-Favorit, steht vor der ersten Notierung in den Top 50 (neue Liste: 4. 4.). Deutschland glaubt sich auf Position 18, knapp vor Fußballriesen wie Wales, Polen, Peru und Iran, „noch ganz gelassen in Sicherheit“ (Die-Mannschaft-Manager Oliver Bierhoff). Erster bleibt Belgien.

Amsterdam, 24. März. Und schon hätte es im ersten EM-Qualifikationsspiel bei den Niederländern fast zu einem Sieg gereicht. „Ich bin sehr zuversichtlich“, freut sich Die-Mannschaft-Trainer Joachim Löw, „dass wir in diesem Jahr erstmals seit 2017 wieder mehr Pflichterfolge schaffen als Gibraltar“. 97 Prozent der Deutschen, so eine Meinungsumfrage, teilen den Optimismus.

Austin/Texas, 27. März. Bei den Matchplay-Championships der Profigolfer scheidet der weiterhin herausragend schwächelnde Martin Kaymer schon in der ersten Runde saftig (7&6) gegen einen Qualifikanten aus. „Derzeit hätte ich wohl nur gegen mich selbst eine Siegchance“, klagt der einstige Weltranglistenerste. US-Medien spotten: „Wenn Kaymer gegen Kaymer spielt, werden beide verlieren.“

Winterworld, 28. März. „Mit vorsommerlicher Freude“ nimmt die „Internationale der Leibesübungsliebhaber“ mit Sitz in Sunburn, Somerset das nahende Ende der Helmesaison zur Kenntnis: „Außer Curling und Eishockey-WM sind wir mit dem Kältegehampel durch.“ Besonders aus Germany kämen Klagen über stundenlange Fernsehfolter, zuletzt sei sogar „The famous Sportschau“ wegen fortgesetzter Schanzenhüpferei“ mehrfach verschoben worden. „Auf Dauer wird der Klimawandel das Problem wegrösten.“

London, 29. März. Endlich: Trotz aller Verschiebungsgerüchte ist der Brexit geschafft. Vor allem: Keine Debatten mehr um seinen Härtegrad. Die Spiele der Premier League laufen weiter, wenn auch im Verborgenen ohne internatio­nale TV-Rechte und wegen Pass-, Zoll- sowie Gehaltstransferproblemen vorläufig ohne resteuropäisches Personal. Die Weltkicker halten sich am Strand von Ostende fit und wollen „eine autonome Sandliga“ gründen. Im gesperrten Eurotunnel soll schon im Mai der welterste Unterwasser-Marathon stattfinden.

München, 30. März. Der FC Bayern bündelt alle Kräfte. Drei Tage vor dem wegweisenden Pokal-Viertelfinale gegen Heidenheim gehe es nach dem Aus in der Champions League gegen Liverpool darum, „alles für das Eintel zu geben“, wie Hasan Salihamicic formuliert, der Polterpraktikant des Klubs. „Heidenheim ist zu packen, wenn wir einen perfekten Tag erwischen.“ Die treuen Fans glauben saisonübergreifend sogar „an oa Oantel-Serie“.

Assauerland, 31. März. Rudi, falls es ausgerechnet im Himmel kein Sky gibt (oder heißt es da oben Earth TV? – egal), das Wichtigste in Kürze: Der BVB wartet weiter auf den Titel. Und Schalke nähert sich vehement einem unbefriedigenden Platz 13. Bernd Müllender