Werkbundarchiv – Museum der Dinge

You Sexy Thing: Gesammelte Erotik der Dinge

Sexy Sound der Dinge auf dem Tisch des „Sensing Materials Lab“ Foto: Julia Wolf

Die Kristallprismen eines Kronleuchters, die ihr Gegenüber bis zur Erschöpfung in den Bann ziehen … Solche Szenen der Begegnung zwischen Menschen und Dingen müssen stärker im Hinblick auf Sexualität gedacht werden, sonst ist in der „Actor-network theory“ kein Platz für Begehren. So formulierte es Claudia Breger in ihrem Vortrag „Dinge mit Anziehungskraft“ im Werkbundarchiv. Der wunderbare Mix aus akademischer Reflexion und künstlerischer Forschung, der der Ausstellung „Erotik der Dinge“ gelingt, liegt sicher auch an der Kooperation mit der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität der HU. Neben hauseigenen Objekten sind Stücke der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und Alfred Kinsey, sowie der Kunstsammlerin und Begründerin des World Erotic Art Museum Naomi Wilzig zu sehen. Darunter auch ein in einem Taschenmesser verborgener Stanhope-Betrachter für Mikrofotografien. Den hinter Glas gehaltenen Sexy Things steht als haptischer Ausgleich ein „sensing materials lab“ gegenüber: voll mit multisensorischen Subtilitäten. (nym)

Bis 5. 8., Mo.–Fr. 9–17 Uhr, So. 9–17 Uhr, Alt-Hermsdorf 35

1. 7., 11–18 Uhr: Sommerfest und Kunstmarkt im Museumsgarten; 17.30–18 Uhr: „Unvollendete Poesie“, Performance von Elza Javakhishvili in der GalerieETAGE (im Vorfeld Führung durch die Ausstellung)