FLAMENCO

Agiler Flamenco-Krebs

Diego el Cigala hat eine der schönsten Flamencostimmen unserer Zeit, meint Paco de Lucia. Und nicht nur ihm geht das Herz auf, wenn einer der bekanntesten Flamencosänger in Liedern die romantische Seite betont. Dabei singt er weniger rauh als der legendäre Camarón de la Isla, seinen cante jondo hat er mit Jazzharmonien, afro-kubanischen und zuletzt mit südamerikanischen Rhythmen verschmolzen, auf seinem neuen Album ‚Cigala & Tango‘. Der Konzerttitel spielt auf ‚Luna Tucumana‘ von Atahualpa Yupanqui an, dem legendären argentinischen Volkssänger. In der Laeiszhalle wird es wohl zu hören sein, das Lied über den armen Bauern, der früh im Schein des Mondes zur Arbeit aufs Feld geht. Geboren wurde Ramón Jiménez Salazar, wie Diego el Cigala heißt, in Lavapies in Madrid, in einer Mietskaserne, die noch heute von armen Roma bewohnt wird. Seine Mutter nannte ihn Cigala, Flusskrebs. Dabei ist er agil und gewandt, kein Krebs. GK

■ Di, 19. 2., 20 Uhr, Laeiszhalle, Johannes-Brahms-Platz 1