Grußwort von Bundestagsabgeordneter

Linke lobt Mut von Ex-Stasi-Mitarbeitern

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke hat ein Grußwort an Ex-Mitarbeiter des DDR-Auslandsgeheimdienstes geschrieben, der Teil der Stasi war. Darin beklagt sie eine "Dämonisierung" der Stasi.

"Dämonisierung insbesondere des MfS": früheres Stasi-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen. Bild: ap

BERLIN dpa | Eine "Dämonisierung" der DDR und vor allem des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beklagt die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke. Wie das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" berichtet, hat die Abgeordnete ein Grußwort an ehemalige Mitarbeiter des DDR-Auslandsgeheimdienstes (HVA) geschrieben, der Teil des Ministeriums für Staatssicherheit war.

In dem Grußwort, das auch auf Jelpkes Internetseite zu lesen ist, heißt es wörtlich: "Während Antikommunisten aller Couleur mit Schaum vorm Munde an der weiteren Dämonisierung der DDR und insbesondere des MfS arbeiten, sind in den letzten Jahren aus Euren Kreisen umfangreiche nüchterne wissenschaftliche Untersuchungen und Dokumentationen zur HVA entstanden." Jelpke lobt die Aufarbeitung, fügt aber auch hinzu: "Man muss nicht jede Eurer Einschätzungen teilen."

Weiter schreibt die Politikerin in dem Grußwort: "Viele von Euch wurden für ihren mutigen Einsatz für den Frieden nach dem Ende der DDR mit Gefängnis bestraft." Die Spione des Bundesnachrichtendienstes seien dagegen für ihre Operationen gegen den Sozialismus straffrei ausgegangen. Diese "Ungleichbehandlung" sei bis heute ein "himmelschreiendes Unrecht".

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