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Archiv-Artikel

UNTERM STRICH

Der Schriftsteller Daniel Kehlmann war mit der deutschen Erstaufführung seines Stücks „Der Mentor“ so unzufrieden, dass er die Vorstellung aus Protest verlassen hat. Als Grund gab der Intendant des privaten Fritz Rémond Theaters, Claus Helmer, am Samstag zu Protokoll: „Weil wir am Text etwas verändert hatten.“ Zudem habe man eine stumme Figur eingebaut. Das Programmheft soll daher um eine Protestnote ergänzt werden. Helmer reagierte verständnislos auf Kehlmanns Verhalten: „Es war ein Riesenerfolg“, sagte er. „Man kann sich das Stück auch zu Ende anschauen und danach darüber reden.“ Kehlmanns Stück über den Konflikt zweier Schriftsteller hatte im November 2012 in Wien seine Uraufführung erlebt. Die Premiere der Frankfurter Inszenierung von Michael Wedekind verließ Kehlmann nach nur wenigen Minuten.

In Frankfurt (Oder) wird am 17. Oktober der Anbau für das Kleist-Museum mit der neuen Dauerausstellung „Rätsel.Kämpfe.Brüche.Die Kleist-Ausstellung“ eröffnet. Für die Einweihung werden Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) erwartet, so das Museum. Am selben Tag beginnen zudem die Kleist-Festtage, die bis zum 23. Oktober dauern werden.