SÜDLICHES MITTELMEER

400 Flüchtlinge geborgen

ROM | Bei drei nächtlichen Rettungsaktionen in der Straße von Sizilien sind rund 400 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer geborgen worden. Schiffe der italienischen Marine retteten mit Hilfe der Küstenwache ungefähr hundert Kilometer südlich der Insel Lampedusa 80 Einwanderer in Seenot, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Unweit davon sei eine weitere Gruppe von 210 Flüchtlingen an Bord geholt worden. Die übrigen habe eine alarmierte Handelsschiffsbesatzung aus ihrem Schlauchboot gerettet.

Die drei Einsätze in der Nacht zum Dienstag folgten auf den Beginn einer neuen Überwachungsmission, die einen Tag zuvor von der italienischen Regierung beschlossen worden war: Dabei werden zusätzliche militärische und zivile Schiffe und Flugzeuge zur Überwachung des Mittelmeers eingesetzt, um – wie es offiziell heißt – in Seenot geratene Flüchtlinge zu retten und Menschenschmuggler abzuschrecken.

Vorgesehen ist in diesem Zusammenhang auch der Einsatz von Drohnen, Kriegsschiffen, Hubschraubern und moderner Nachtsichtausrüstung. (afp)