KNUT CHANCENLOS : Eisbär starb an Gehirnerkrankung
Knapp zwei Wochen nach dem Tierdrama im Zoologischen Garten Berlin steht fest: Knut war seit Längerem dem Tode geweiht. Eine Gehirnerkrankung, eine ungewöhnlich starke Erweiterung von Hirnwasserkammern, ließ ihm keine Überlebenschance. Das ergaben Detailanalysen eines Wissenschaftlerteams des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin.
Nicht nur über das tödlich erkrankte Gehirn des Bären, sondern auch über sein Fell gab es seit dem Geschehen vom 19. März auf dem Eisbärfelsen im Zoologischen Garten Spekulationen und Streit. Im Internet, auch auf der virtuellen Gedenkseite des Berliner Zoos, mehren sich in zum Teil drastischen Tönen die Stimmen gegen die vom Zoo bisher geplante Ausstopfung und Ausstellung des Tierkörpers im Naturkundemuseum. Für diesen Samstag ist eine Demonstration vor dem Haupteingang des Zoologischen Gartens angemeldet (taz berichtete).
Im Internet gibt es an Knut-Fans zahlreiche Aufrufe zur Teilnahme. Zudem richteten Facebook-Nutzer einen entsprechenden Appell an den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel. Er ist Knuts Pate gewesen. (dpa)