piwik no script img

Archiv-Artikel

NOBELPREIS AN JAPANISCHE FINNEN Glühwürmchen, Glühwürmchen, flimmre

STOCKHOLM ap/taz | Ihre Wahlheimaten liegen weit ab des Bottnischen Meerbusens, doch für ihren leuchtenden Gruß an die Heimat haben sie jetzt den Nobelpreis für Physik erhalten. Die ursprünglich samischstämmigen Physiker Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura sind gestern für ihre erhellenden Leuchtkäferforschungen von der Königlich Schwedischen Akademie ausgezeichnet worden. Den drei Leuchten, die ausschließlich in der finnlandweit als Amtssprache anerkannten Gebärdensprache kommunizieren, gelang es in jahrzehntelanger, oft von dunklen Rückschlägen begleiteter Laborarbeit, die Lichtausbeute von blau leuchtenden Galliumnitrid-Dioden um bis zu 57 Prozent zu steigern. Der Clou: Die tauben Samen bestückten die Dreiviertelleiter-Dioden mit einer Außenschicht, die der von Glühwürmchen ähnelt. Letztere erlangen Biolumineszensität durch den strahlenden Naturstoff Luziferin.