DIE DREI FRAGEZEICHEN

„Ein riesiger Markt“

WARUM? Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) steigt bei ehorses.de ein – einem Onlinehandel für Pferde

taz: Herr Niemöller, wie kommt ein Medienhaus wie die NOZ dazu, in den Pferdemarkt zu investieren?

Christoph Niemöller: Im ersten Schritt erscheint das vielleicht nicht so naheliegend, macht aber durchaus Sinn. Wir hatten früher in der Zeitung einen Tiermarkt als Rubrik. Die Einnahmen daraus sind in den letzten Jahren aber zurückgegangen. Mit ehorses.de übertragen wir das Rubrikengeschäft von der Zeitung ins Internet. Unser Ziel ist es, ehorses.de im Pferdebereich zu einem ähnlich großen und einflussreichen Portal wie mobile.de im Kfz-Markt auszubauen. Hierfür bietet sich Osnabrück und das Umland als größte Pferdesportregion Deutschlands an.

Wird der Pferdemarkt irgendwann die NOZ finanzieren?

Nein. Die Beteiligung wird bei der NOZ dazu beitragen, rückläufige Umsätze im Rubrikenmarkt der Zeitung durch den digitalen Pferdemarkt zu kompensieren.

Sind weitere Investitionen in den Tiermarkt geplant?

Vorerst nicht. Aber ehorses.de soll noch weiter ausgebaut werden. Wir sehen im Pferdesport einen riesigen Markt. Es gibt in Deutschland über eine Million Reiter und weitere unzählige potenzielle. Auch in den angrenzenden Ländern. Deshalb möchten wir das Portal noch internationaler machen.

INTERVIEW: FRANK SEIBERT

■ Christoph Niemöller ist Geschäftsführer der Neuen Osnabrücker Zeitung