: … hören wir von Rum- und Sklavenhandel
Es war war eine mutige Tat, und sie war sicher umstritten: Mitten in die wirtschaftliche Blütezeit hinein verbot der dänische Staat 1792 den Sklavenhandel. Der war Ursache für den Reichtum etwa der Flensburger Reeder und Kaufleute, die am Rum- und Zuckerhandel verdienten. Nur, dass der Zucker von Plantagen des karibischen Dänisch-Westindien kam und von verschleppten Afrikanern geerntet wurde. Zwar interessierte das die Konsumenten wenig, aber der dänische Staat, zu dem Flensburg damals gehörte, folgte den Ideen der Aufklärung und fand, dass Menschenrechte schwerer wögen. Das ist 200 Jahre her, weswegen Dieter Lohmeier, Ex-Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, heute ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus von Kronshagen bei Kiel darüber informieren wird. Und am Freitag eröffnet das Flensburger Schifffahrtsmuseum eine Ausstellung zum Thema.