: Schlag gegen Menschenrechtler
ANKARA afp ■ Die türkische Polizei hat am Donnerstag Festplatten und Dokumente bei der bedeutendsten Menschenrechtsorganisation des Landes beschlagnahmt. Die Organisation IHD stehe im Verdacht, von Griechenland finanziell unterstützt worden zu sein, so der IHD-Vertreter Husnu Ondul. Er bestritt die Vorwürfe aber und erklärte, sie seien durch eine falsche Übersetzung der halbamtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu aus Vorlagen der griechischen Nachrichtenagentur ANA zustande gekommen. Sowohl ANA als auch die griechische Botschaft hätten die Vorwürfe ebenfalls dementiert. Das Pariser Beobachtungszentrum zum Schutz von Menschenrechtlern verurteilte die Beschlagnahmung von Arbeitsmaterial. Die EU müsse eine härtere Haltung gegenüber der Türkei einnehmen.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen