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Französische Truppen ab nach Hause

■ Kohl und Mitterrand ein Herz und eine Seele auf 56. deutsch-französischem Gipfeltreffen: Vive l'Europe!

München (taz) — Über 30.000 französische Soldaten werden innerhalb der nächsten drei Jahre aus Deutschland abgezogen. Das ist das Ergebniss des 56. deutsch- französischen Gipfels in München. Im neuen Deutschland verbleiben wird eine französische Division mit etwa 15.000 bis 20.000 Mann. Ausgenommen von dem Abzug sind die Truppen in Berlin und die neu ins Leben gerufene deutsch-französische Brigade in Böblingen, die ab 1. Oktober einsatzfähig sein soll.

Die von Bundeskanzler Kohl und Staatspräsident Fran¿ois Mitterrand unterzeichnete Abschlußerklärung des Gipfels wird — zwei Wochen vor der deutschen Einigung — als Zeichen für die Fortdauer der engen Beziehungen gesehen. Und auch die Vergangenheit wird bejubelt: Die Freundschaft beider Staaten sei ein „Friedenswerk von außergewöhnlichem Rang.“

Beide Staatsmänner verkündeten, daß sie weiterhin „Motor des europäischen Einigungswerkes“ bleiben wollen. Ziel sei jetzt, daß die in drei Monaten beginnenden Regierungskonferenzen über die europäische Wirtschafts- und Währungsunion schnell erfolgreich abgeschlossen werden. SEITE 6

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