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Viele Museen gefährden Museen, finden Museumsleute

Viele Museen gefährden Museen, finden Museumsleute

Eine „Gründungswelle“ von Museen verzeichnet der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen: Die Zahl der Museen in Norddeutschland ist von 1986 bis 1991 um ein Drittel gestiegen, sagte ein Verbandssprecher anläßlich der Jahrestagung in Bremen; im Museumsführer für Niedersachsen und Bremen seien inzwischen knapp 500 Einrichtungen verzeichnet. Diese Museumsschwemme freut die Damen und Herren aber nicht einfach. Sie führe im Gegenteil dazu, daß der Unterhalt bestehender Häuser gefährdet sei, da sich alle Träger die öffentlichen Mittel teilen müßten.

Bei der Tagung, zu der rund 200 Fachleute erwartet werden, soll unter anderem der Verzicht auf neue Museen zugunsten bestehender Einrichtungen diskutiert werden. Daneben sollen die einzelnen Häuser zu einer verstärkten Zusammenarbeit angeregt werden, um Überschneidungen zu vermeiden. Angesichts bestimmter Mode-Ausstellungen, die thematisch oft ähnlich angelegt seien, müßten engere Abstimmungen getroffen werden, „damit das Rad nicht zum vierten Mal erfunden wird“, sagte der Sprecher. Der Verband habe in seiner Geschäftsstelle in Hannover eine zweite wissenschaftliche Mitarbeiterin eingestellt, um Möglichkeiten für gemeinsame Sonderausstellungen auszuloten.

dpa

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