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Unterm Strich

Als sei er tatsächlich von der Ekberg zur Brust genommen worden, hat den Senior Federico Fellini am Dienstag der Schlag getroffen. Massimo Pieratelli (kennen Sie das, wenn am Strand in Italien eine Mama schrill nach ihrem Maaaaassimooooo ruft?), der behandelnde Arzt, gibt aber Entwarnung: Fellini sei außer Lebensgefahr, könne auch sprechen, aber leide eben an einer linksseitigen Lähmung. Wir wünschen dem 73jährigen aus vollster Kehle, daß er bald in Massimos Händen genesen möge.

Mit großem Schrecken und Tränen in den Augen mußten wir heute beim Blick in die Super Illu feststellen, daß Richard Gere vollständig und etwas silbrig ergraut ist. Was uns daran so traurig und wütend zugleich macht, so ganz und gar zerknirscht und zerfurcht, ist, daß er erst gerade noch ... so wie wir selbst gestern erst ... Ach! Oh! Owei! Oioioio! Wie hatte das passieren können?

Das Melrose Calif. Improve, eine Kaschemme, in der schon so manche taz-Filmredakteurin unter den Tisch getrunken wurde, veranstaltet ein laugh-a-thon (so ähnlich wie Marathon, aber eben mit Lachen statt Rennen), bei dem sich die Partizipienten über dreißig Stunden kaputtlachen müssen. Der Erlös geht an die Opfer der Überschwemmungskatastrophe im mittleren Westen. Wie schade, daß wir uns nicht zur Teilnahme an jenem Festival anmeldeten, bevor wir Bodo Kirchhoffs Beitrag zur negerbeglückenden Völkerverständigung in Somalia und die schallende taz-Antwort aus unserer Teakholz-Etage gelesen hatten. Mit dem Erlös dieses schallenden, die Kochstraße erschütternden Gewiehers hätte man nicht nur die Opfer entschädigen, sondern den ganzen verdammten Mississippi und Missouri und Morituri überhaupt trockenlegen können.

Folgendes hätten wir gerne von Ihnen gewußt. Wenn Sie, wie die zweitausend Teilnehmer einer Umfrage in Long Island, sich jemanden aussuchen könnten, neben dem Sie auf einem wirklich langen Atlantik-Flug sitzen wollten, wen würden Sie sich da wohl auskucken. Der Amerikaner wollte, der Reihe nach: Oprah Winfrey (Talkmasterin), Arnold Schwarzenegger, Ross Perot, Bill Clinton, Hillary Clinton, Madonna und Boris Jelzin (die beiden letztgenannten rangierten zur Verblüffung der Agentur etwa gleich hoch, obwohl doch der eine gar kein Englisch spricht.) Na ja. Long Island halt.

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