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Vage Ankündigung -betr.: "Mehr Opium fürs Volk", taz-Hamburg vom 31.10.1997

Angesichts all der Allgemeinplätze, Unverbindlichkeiten und vagen Ankündigungen der Koalitionspartner zur Hamburger Drogenpolitik muß man leider davon ausgehen, daß sich an der bisherigen Praxis nicht sehr viel ändern wird, wurde doch das nicht sehr erfolgreiche Agieren von Senat und (SPD-)Verwaltung fortgeschrieben.

(...) Durch die Verzögerung des Umzugs des Drob Inn und der damit verbundenen Einrichtung eines Fixerraums in St. Georg können die Noch-Nicht-Koalitionäre diesen als angeblich ersten der beschlossenen vier „neuen“Gesundheitsräume ausweisen, obwohl er längst durch die Bürgerschaft beschlossen wurde und finanziert ist und der Umzug noch vor Abschluß der Koalitionsverhandlungen anläuft. (...)

Vielleicht sollte zur endgültigen Lösung der Fixerraum-Probleme die Überlegung des Rechtsreferenten beim Drogenbeauftragten Bossong aufgegriffen werden, ihre Trägerschaft „am besten direkt bei der Polizei“anzusiedeln, zeigt sie doch auch, wie nah manche im Drogenreferat der BAGS der Praxis der Hamburger Drogenhilfe und den wirklichen Notwendigkeiten der Hamburger Drogenpolitik stehen (...)

Marlies Schrader

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