: kurzportrait
Rovers Retter
Sie lieben ihn alle: BMW-Chef Joachim Milberg, weil er ein großes Problem losgeworden ist. Die Beschäftigten in den Rover-Werken, weil ihre Arbeitsplätze nun zumindest etwas sicherer sind als zuvor. Und die Briten generell. Denn nach dem Verkauf an das Phoenix-Konsortium ist die Traditionsautomarke Rover nicht nur wieder britisch. Phoenix-Chef John Towers ist schließlich auch angetreten, um zu beweisen, dass die Briten bessere Autobauer sind als die Deutschen.
Für den 52-Jährigen ist das eine schwere Hypothek. Aber er kennt den Betrieb. Ende der 80er-Jahre sorgte er als Produktionsdirektor für schwarze Zahlen, die folgenden Probleme hatte er aber offenbar auch nicht vorausgesehen, so dass ihm heute manche die Mitschuld am Rover-Desaster geben. Immerhin stand er dem Unternehmen von 1994 bis 1996 vor, zuletzt allerdings unter dem inzwischen gefeuerten BMW-Entwicklungsvorstand Wolfgang Reitzle. Warum Towers damals letztlich aufhörte, darüber hat er nie öffentlich gesprochen.
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