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Betr: Leserbrief „Nicht heiter“, taz hamburg vom 28.02.03

Nicht jubeln

Seit es in Hamburg diese neue Regierung gibt, bin ich besonders froh, die taz als Tageszeitung abonniert zu haben. Sind die Nachrichten über massive Kürzungen vor allem bei den Frauenprojekten zwar nicht annähernd so erheiternd (wie touché), habe ich wenigstens den Eindruck, gut informiert zu werden. Ja, ja, als es noch die alte Regierung in Hamburg gab, da fühlte man sich so manches Mal nicht so gut informiert.

Und wenn es noch die alte Regierung gäbe, dann hätten wir uns wieder ärgern können über die taz. Die Kürzungen wären ebenfalls erfolgt, aber mit so manchem entschuldigenden Blick unserer Lieblingszeitung auf Sachzwänge, auf Koalitionspartner und auf die rechten Parteien, die auf jede Schwäche lauerten, um selbst die Macht zu übernehmen. Aber ist es Grund genug, den Regierungswechsel zu bejubeln, weil durch ihn unsere Zeitung endlich wieder zu einem kritischen Ton gefunden hat? Manfred Stache

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