Indien (Kerala)

Programm der Reise

vom 18. Jan. bis 2. Febr. 2020

Die Backwaters bilden ein verzweigtes Wasserstraßennetz im Hinterland der Küste Keralas. Bild: Rainer Hörig

1. Tag – Anreise

Die gemeinsame Reise beginnt um 10:45 Uhr in Frankfurt/M; es geht mit Etihad Airways über Abu Dhabi in die Hafenstadt Cochin (Kochi), Keralas größte Stadt.

2. Tag – Kochi (Cochin)

In der Nacht gegen 3 Uhr landen wir in Cochin. Am Flughafen wird die Reisegruppe von Reiseleiter Lalon Sander empfangen und zum Hotel ins 45 km entfernte Kochi, ins Altstadtviertel "Fort", begleitet. Nach dem Check-in im Hotel können Sie bis in den frühen Nachmittag ausschlafen bzw. sich ausruhen.

Nach einer gemeinsamen warmen Mahlzeit („Mittagessen“) machen Sie sich mit der neuen Umgebung vertraut. Der Reiseleiter begleitet Sie auf einem Spaziergang in der Umgebung des Hotels und durch die historische Altstadt. Beim gemeinsamen Abendessen erläutert Lalon Sander das Reiseprogramm.

Ein Ausschnitt der Vielfalt indischer Küche Bild: Archiv

3. Tag – Kochi (Cochin)

Vormittags driften wir in kleinen Holzbooten ohne Motor durch die Kanäle und Seen der Umgebung (Backwater-Tour). Am Ufer der Kanäle spielen Kinder, waschen Frauen Wäsche, sitzen Angler und Tagträumer. Eine Bauernfamilie stellt ein traditionelles Mittagessen bereit.

Nachmittags Bustransfer in den Ortsteil Edapally zum Büro der NGO Kerala Sastra Sahitya Parishad, der einflussreichsten NGO Keralas. In Gesprächen mit Mitarbeiter*innen erfahren wir Details aus der vielschichtigen Arbeit der Bürgerinitiative, die sich u.a. für den Schutz der Umwelt und Rechte von Minderheiten wie den Adivasi engagiert.

4. Tag – Kochi (Cochin)

Nach dem Frühstück fahren wir nördlich von Cochin zu einer berühmten Wallfahrtskirche im Ort Kodungallur. Hier soll im Jahre 52 n.Chr. der Apostel Thomas gelandet sein. Er gründete die erste christliche Gemeinde in Kerala, auf die sich bis heute die „Thomaschristen“ berufen. Heute sind immerhin 20 % der Bevölkerung Keralas Christen, in zwölf konkurrierenden Konfessionen –also weit über dem Durchschnitt Indiens mit landesweit nur 2,3 % Christen.

Ein „chinesisches“ Fischernetz in Cochin Bild: Archiv

Am Nachmittag Rückfahrt zum Hotel in Fort Kochi. Anschließend ein Stadtrundgang mit örtlichem Führer, Besuch von Gotteshäusern, jüdischem Viertel, Gewürzbasar, chinesischen Fischernetzen; danach gemeinsames Abendessen.

5. Tag – Cheruthuruthy/Thrissur

Vormittags volksnahes Reisen mit der Eisenbahn nach Thrissur (das Gepäck wird im Bus transportiert). Weiter mit dem Bus nach Ollur zumAyurveda-Institut Aarya Vaidya Ratnam, wo uns Ayurveda-Ärzte in die Geheimnisse ihrer Kunst einweisen. Wir hören eine Präsentation, besichtigen Behandlungsräume, Arzneimittelfabrik, Kräutergarten.

Am frühen Abend fahren wir mit dem Bus nach Cheruthuruthy und checken ein im Resort-Hotel am Ufer des Bharata-Flusses.

6. Tag – Cheruthuruthy/Thrissur

Besuch eines der bedeutendsten Kulturinstitute Keralas, des „Kerala Kalamangalam“ nahe Cheruthuruthy. Wir erhalten eine Einführung in regionale Kulturtraditionen, lernen spezifische Formen von Tanz, Theater und Musik kennen und erleben eine Kathakali-Tanztheater-Aufführung.

Tanzaufführung im Kulturinstitut „Kerala Kalamandalam“ nahe Thrissur. Bild: Rainer Hörig

Auf der Rückfahrt besuchen wir die feministische Schriftstellerin Sarah Joseph, die uns die Lebenswirklichkeit indischer Frauen nahebringt. Abendessen im Resort-Hotel.

7. Tag – Cheruthuruthy/Thrissur

Vormittags Besuch beim Ornithologen Vijayan, der sich zusammen mit Freunden und Kolleg*innen für den Erhalt der Bergwälder im Western Ghats-Gebirge einsetzt. Er leitet auch die Salim Ali Stiftung, die sich für nachhaltigen Umweltschutz engagiert und im Ort Vellangalur gemeinsam mit dem lokalen Gemeinde-Rat ein Modell-Projekt initiiert hat. Dorthin fahren wir und sprechen mit Vertretern des Gemeinde-Rates.

Am Nachmittag fahren wir in unser Resort-Hotel nach Cheruthuruthy zurück, wo wir uns ausruhen können und auch zu Abend essen.

8. Tag – Krishna-Tempel mit Elefanten-Camp

Busfahrt über Guruvayur und Calicut (Kozhikode) zum Kappad Beach. Unterwegs Besuch des zum Krishna-Tempels gehörenden Elefantencamps in Guruvayur. Hier kommen wir den grauen Riesen ganz nah. Gespräch mit einem Elefantenführer.

Arbeitselefant auf einer Landstraße nähe Cochin Bild: Rainer Hörig

Abends Ankunft am Kappad-Beach, wo wir unsere Zimmer mit Meerblick in einem Strandresort beziehen.

9. Tag – Kappad Beach

Ruhetag, Zeit für Strandleben, für einen Yoga-Kurs oder ayurvedische Massagen.

Der Reiseleiter bietet einen Spaziergang am Strand zu einem unscheinbaren Denkmal an. An diesem Ort ging vor über 500 Jahren der Portugiese Vasco da Gama an Land und läutete das Zeitalter des Kolonialismus ein. Abendessen im Strandresort am Kappad Beach.

10. Tag – Kappad Beach / Calicut (Kozhikode)

Busfahrt vom Strand in die Hafenstadt Calicut. Besichtigung der Altstadt mit lokalem Führer unter besonderer Berücksichtigung der muslimischen Geschichte. Mittagessen (optional) in einem bekannten muslimischen Restaurant.

Nachmittags Besuch bei der tourismuskritischen NGO Kabani, unserem Kooperationspartner bei dieser Reise. Gespräch über nachhaltigen Tourismus und den Schutz des nahen Western Ghats-Gebirges. Rückfahrt zum Kappad Beach und Abendessen im Strandresort.

11. Tag – in den Bergen von Wayanad

Nach dem Frühstück Busfahrt in die Berge von Wayanad - mit kurzer Rast an Aussichtspunkten - bis zum Ort Kalpetta. Mitarbeiter der NGO Kabani organisieren die Aufteilung der Gruppe auf Gastfamilien und führen uns bei unseren Gastgebern im Dorf Thrikaipetta ein.

open-air-Seminar der NGO Kabani in Wayanad Bild: Kabani

Kabani fördert einen nachhaltigen Tourismus, den wir hier praktisch erleben. Beim Abendessen lernen wir unsere Gastgeberfamilie kennen.

12. Tag – in den Bergen von Wayanad

Vormittags erkundet die Gruppe unter Führung eines Kabani-Mitarbeiters die Umgebung. Gespräche über Pfeffer, Betel, Kardamom und die Situation der örtlichen Bauern. Anschließend gemeinsames Mittagessen in einem Bauernhaus, Gelegenheit zum Gespräch mit der Bauernfamilie.

Nachmittags Besuch der örtlichen NGO Uravu, die mit Bambusverarbeitung neue Einkommensmöglichkeiten schafft, Gespräch mit den leitenden Mitarbeitern über lokale Entwicklungsstrategien. Abendessen bei den Gastfamilien.

13. Tag – Muthanga Wildlife Reservat

Wir unternehmen einen Ausflug in das rund 40 km entfernte Muthanga Wildlife Reservat. Mit einem Wildhüter gehen wir auf Pirsch in den Dschungel – und sehen mit etwas Glück wilde Elefanten, grazile Antilopen, indische Gaur-Bisons und andere Wildtiere sowie eine reichhaltige Vogelwelt.

Elefanten im Bandipur-Nationalpark Bild: a+e erlebnis:reisen

Nachmittags Rückfahrt zu den Familienunterkünften in Thrikaipetta/Wayanad, Abendessen bei den Gastfamilien.

14. Tag – Calicut (Kozhikode)

Frühmorgens unternehmen wir noch eine Vogelsafari mit Jeep in Begleitung eines Wildhüters . Dann fahren wir über eine kurvenreiche Bergstraße zurück zur Küste nach Calicut (Kozikhode). Unterwegs machen wir Bekanntschaft mit neugierigen Affen, die in einem Waldstück um Futter betteln.

Nachmittags einchecken im Hotel in der Innenstadt von Calicut; Freizeit bis zum Abendessen in einem Restaurant.

15. Tag – Calicut (Kozhikode)

Nach dem Frühstück besuchen wir im Vorort Niravu ein urban gardening Projekt, aufgrund dessen sich der Ort seit 2008 stolz erste „biodynamisches Gemeinde“ Indiens nennt.

Nach der Rückkehr zum Hotel können Sie am Nachmittag Ihren individuellen Interessen nachgehen: sei es Kofferpacken oder ein letzter Shoppingbummel. Beim Abendessen besteht Gelegenheit, die Eindrücke und Erfahrungen der Reise aus zu tauschen. Die Hotelzimmer stehen bis zur Abfahrt zum Flughafen (gegen 1 Uhr) zur Verfügung.

16. Tag – Rückreise

Früh morgens Transfer zum Flughafen in Calicut (Kozikhode). Gegen 4:30 Uhr geht der Flug über Abu Dhabi zurück nach Frankfurt, Ankunft dort gegen 14 Uhr. Individuelle Weiterfahrt in die Heimatorte.

Umstellungen und Änderungen im Detail sind möglich. Stand: 18.Juli.2019

Der Rückflug kann individuell auch später erfolgen.