Ökosportwagen Tesla
Tempoträume aus der Steckdose
Die Firma Tesla hat einen Elektro-Sportwagen gebaut und will bald eine Batterielimousine anbieten. Die Geschichte der jungen Ökofirma zeigt, wie schwierig automobile Umweltrevolution wird.von Ben Schwan
Leserkommentare
09.03.2009 09:09 Uhr
von Lammi:
Werter Martin S.,
als Carl Benz das Auto entwickelte, war das Auto ein Spielzeug für einige Superreiche. Sonst nichts. Die Massenmotorisierung wurde erst möglich, als Autos billig und Benzin überall verfügbar wurde, Rohbenzin aus der Apotheke war da schon lange kein Thema mahr.
Ewig gestrig? Wenn Sie das so sehen, bitteschön. Sie bilden sich vermutlich auch ein, Hybridfahrzeuge rette3n das Klima.
Der Elektroantrieb selbst ist zweifellos ausgereift, immerhin fahren seit etlichen Jahrzehnten elektrische Züge, Strassenbahnen etc. durch die Gegend. Nicht ausgereift ist die Akkutechnologie, die Sie für den Individualverkehr, wie wir ihn heute nunmal haben, zwingend brauchen. Es ist eben nicht damit getan, einen Radnabenmotor in ein Auto zu schrauben und schon hat man ein "ökologisches" Auto. Lithium Akkus brennen dummerweise gerne mal und ihre Lebensdauer ist durch Alterung und maximale Anzahl der Ladezyklen begrent, davon abgesehen sind sie, und das können Sie mir Ewiggestrigem auch als zukunftsoffener Mensch halt nicht widerlegen, teuer. Die Reichweite von etwa 320 km, die Tesla angibt, erreicht das Auto bestenfalls unter optimalen Bedingungen - trotz des enormen Akkupacks aus 7000 Einzelzellen.
07.03.2009 00:43 Uhr
von Martin S.:
Als Carl Benz seinen ersten Wagen auf die Straße brachte, haben auch viele geschrien, dass es unpraktisch sei, wenn man Benzin in der Apotheke kaufen müsse. Ein wichtiger Staatsmann sagte sogar, dass er das Automobil für eine Modeerscheinung hielte und das Pferdegespann dadurch nicht ersetzt werden könne.
Naja, ewig gestrige bringen uns nicht weiter.
Der Elektroantrieb ist trotz anderslautender Gerüchte ausgereift und wir produzieren in Deutschland durch die Förderung der EE einen Stromüberschuss, der ausreichen würde, 20 Millionen Elektroautos zu betreiben. Dieser Überschuss wird momentan exportiert, könnte aber genau so für die inländische Automobilität verwendet werden. Ohne ein zusätzliches Kohle- oder Atomkraftwerk, wohlgemerkt!
M.
06.03.2009 08:17 Uhr
von Lammi:
Es würde mich ja mal wirklich interessieren, wer den Dummsinn aufgebracht hat, das elektrische Antriebe "öko" seien. Das sind sie bestenfalls, wenn der Strom, mit dem sie betrieben werden, ökologisch produziert wurde. Das wird selbiger momentan und noch eine ganze Weile in der Zukunft zum allergrössten Teil nicht. Es ist letztlich egal, ob ich im Kohlekraftwerk oder im Benzinmotor fossile Brennstoffe verbrenne.
Ok, Elektromotore haben einen deutlich besseren Wirkunsggrad als ihre Benzin verbrennenden Kollegen, aber der wird zum Teil (je nach Infrastruktur sogar zum grössten Teil) durch Leitunsgverluste auf dem Weg vom Kraftwerk zum Akkupack wieder nivelliert.
Dazu kommt, das die Produktion der heute gängigen Akkus - und deren Entsorgung erst recht - alles andere als umweltfreundlich ist. Und die Lebensdauer eines Akkus ist eher begrenzt, jeder, der ein Handy oder einen Laptop besitzt, kann das nach einigen hundert Ladezyklen nachvollziehen.
Elektroautos sind momentan ein Hype, wie vor etwa 20-25 Jahren schon mal. Damals scheiterte das Konzept - zu Recht - an der fehlenden Akkutechnologie. Heute hat man zwar bessere Akkus (auch wenn die noch lange nicht an die Potenz eines vollen Benzin- oder Gastanks heranreichen), dafür sind die Akkus heute sündhaft teuer und technisch alles andere als problemfrei. Und das generelle Konzept ist immer noch nicht besser geworden. Zu kurze Reichweiten, zu teuer, problematische Entsorgung der Akkus, problematische Erzeugung der Energie, fehlende Infrastruktur für das "Betanken" der Fahrzeuge usw.