Datenschützer sind uneinig, ob Firmen Infos über Schulden ihrer Mitarbeiter einholen dürfen. Gegen den Textildiscounter Kik wird ermittelt.von Annette Jensen
Je mehr sich Menschen "absichern" können, desto weniger Vertrauen können sie bilden. Und je mehr sich Menschen kontrolliert fühlen, desto eher sind sie bereit ein Schlupfloch zu nutzen.
Ein jeder Arbeitgeber kriegt das Personal das er verdient, hat mal irgendein kluger Ökonom schon vor langer Zeit gesagt.
06.10.2009 14:22 Uhr
von kiki:
@ GonZoo Sehr richtig. Die Geschäftspraktiken dieser Firma wurden in der letzten Spiegel-Ausgabe sehr schön beschrieben. Ausbeutung (bis hin zur Misshandlung von Arbeiterinnen) und Kinderarbeit (!!!) in Bangladesch, Überwachung und Gängelung des Verkaufspersonals, Verhinderung von Betriebsräten und weitere Verstöße/Verbrechen gegen alles Mögliche (nachlesen!). Aber es war Geld genug da, um einer Frau Pooth eine Riesengage zu zahlen, damit sie das Image des Ladens in einem lächerlichen Werbespot aufpeppt. Dieser Tage las ich übrigens, daß genau jene Frau einen NRW-Medienpreis für ihr soziales Engagement erhalten soll. Sehr sozial von dieser Dame für diese Gangsterfirma zu werben. Man möchte kotzen.
06.10.2009 11:29 Uhr
von Elvenpath:
Es gibt ein öffentliches Schuldnerverzeichnis. Das muss reichen, um die berechtigten Interessen von Firmen abzudecken. Alles andere gehört verboten. Zumindest sollten private Finanz-Auskunfteien Personendaten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Betreffenden speichern dürfe.
So long...
06.10.2009 11:00 Uhr
von GonZoo:
Eine Firma, die bei ihren Lieferanten in Asien Kinderarbeit und jede sonstige Art der Ausbeutung duldet und sich um nichts schert solange der Preis stimmt hat auch keine moralischen Bedenken, die eigenen Mitarbeiter auszuhorchen, abzuhören und auszubeuten. Wenn die Moral fehlt greifen die Gesetze. Hoffentlich greifen sie dieses Mal wirklich hart zu.
06.10.2009 10:47 Uhr
von Dude:
Tja, wenn jemand keine Schulden hat gehts ihm/ihr ja gut. Da kann man den Lohn dann auf 4€ die Stunde drücken...
06.10.2009 08:14 Uhr
von Anonym:
Interessant, dass wir schon darüber diskutieren, ob das für den Arbeitgeber erlaubt sein könnte. So weit kann ständiges "ich will aber" führen - Gute Nacht D! Hoffe das führt alles nicht zu "Auferstanden aus Ruinen".
Leserkommentare
07.10.2009 01:39 Uhr
von Makeze:
Je mehr sich Menschen "absichern" können, desto weniger Vertrauen können sie bilden. Und je mehr sich Menschen kontrolliert fühlen, desto eher sind sie bereit ein Schlupfloch zu nutzen.
Ein jeder Arbeitgeber kriegt das Personal das er verdient, hat mal irgendein kluger Ökonom schon vor langer Zeit gesagt.
06.10.2009 14:22 Uhr
von kiki:
@ GonZoo
Sehr richtig. Die Geschäftspraktiken dieser Firma wurden in der letzten Spiegel-Ausgabe sehr schön beschrieben. Ausbeutung (bis hin zur Misshandlung von Arbeiterinnen) und Kinderarbeit (!!!) in Bangladesch, Überwachung und Gängelung des Verkaufspersonals, Verhinderung von Betriebsräten und weitere Verstöße/Verbrechen gegen alles Mögliche (nachlesen!). Aber es war Geld genug da, um einer Frau Pooth eine Riesengage zu zahlen, damit sie das Image des Ladens in einem lächerlichen Werbespot aufpeppt. Dieser Tage las ich übrigens, daß genau jene Frau einen NRW-Medienpreis für ihr soziales Engagement erhalten soll. Sehr sozial von dieser Dame für diese Gangsterfirma zu werben. Man möchte kotzen.
06.10.2009 11:29 Uhr
von Elvenpath:
Es gibt ein öffentliches Schuldnerverzeichnis. Das muss reichen, um die berechtigten Interessen von Firmen abzudecken. Alles andere gehört verboten. Zumindest sollten private Finanz-Auskunfteien Personendaten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Betreffenden speichern dürfe.
So long...
06.10.2009 11:00 Uhr
von GonZoo:
Eine Firma, die bei ihren Lieferanten in Asien Kinderarbeit und jede sonstige Art der Ausbeutung duldet und sich um nichts schert solange der Preis stimmt hat auch keine moralischen Bedenken, die eigenen Mitarbeiter auszuhorchen, abzuhören und auszubeuten.
Wenn die Moral fehlt greifen die Gesetze. Hoffentlich greifen sie dieses Mal wirklich hart zu.
06.10.2009 10:47 Uhr
von Dude:
Tja, wenn jemand keine Schulden hat gehts ihm/ihr ja gut. Da kann man den Lohn dann auf 4€ die Stunde drücken...
06.10.2009 08:14 Uhr
von Anonym:
Interessant, dass wir schon darüber diskutieren, ob das für den Arbeitgeber erlaubt sein könnte.
So weit kann ständiges "ich will aber" führen - Gute Nacht D!
Hoffe das führt alles nicht zu "Auferstanden aus Ruinen".