• 18.08.2010

Über gegenwärtige Kriegsführung

Die Geister des Krieges

Seit dem 11. September ist häufig die Rede von "Neuen Kriegen". Dabei sind diese Kriege weder neu, noch ist die Asymmetrie ein exklusives Merkmal gegenwärtiger Kriegsführung.von Rudolf Walther

  • 11.09.2010 23:55 Uhr

    von Elsche:

    "was Krieg meint". Krieg meint gar nichts, höchstens im Englischen kann man schreiben "what war means". Schlechter Stil, liebe taz.

  • 26.08.2010 22:31 Uhr

    von Maarten Kunst:

    Sehr geehrter herr Walther,
    Lesen Sie doch bitte Dominic Lievens Russia against Napoleon. Zamoiski ist auch nicht schlecht, aber nach Lieven wird man nie wieder Tolstoi als Autorität auf dem Gebiet 18 heranziehen.

  • 24.08.2010 13:46 Uhr

    von stauffenberg:

    @J.Croitoru:
    Ihre feinen Unterscheidungen zu den Palästinensern in den 70igern in allen Ehren, aber wenn es um die Frage geht, wer in dieser Region zuerst auf die Idee der Attentate kam, dann fällt mir der 22. Juli 1946 ein, als die von Menachim Begin befehligte israelische Widerstandsbewegung Etzel den Südflügel des Luxushotels „King David“ in Jerusalem in die Luft sprengte. In dem Gebäude war das Hauptquartier der britischen Mandatsverwaltung untergebracht, und es wurden 91 Menschen getötet. Dass Herr Begin dabei nicht selbst ums Leben kam, macht die Sache keinen Deut besser.

  • 19.08.2010 18:09 Uhr

    von Joseph Croitoru:

    Bedauerlicherweise ist folgende Aussage "Nur der FAZ-Autor Joseph Croitoru und die israelische Propaganda halten selbstmörderische Attentate Einzelner immer noch für eine Erfindung der Hamas" in doppelter Hinsicht falsch.
    Erstens ist in meinem Buch zur Geschichte des Selbstmordattentats (Der Märtyrer als Waffe, 2003, 2007) nachzulesen, dass linksorientierte palästinensische Kampforganisationen das Selbstmordattentat, wie wir es heute im weitesten Sinne kennen, schon in den siebziger Jahren erfunden hatten - die Hizbullah und dann die Hamas übernahmen später diese Waffe und entwickelten sie weiter.
    Zweitens glaubt auch die "israelische Propaganda" – sofern Herr Walther israelische Militärhistoriker damit meint - nicht, dass die Hamas, sondern vielmehr dass die Hizbullah das Selbstmordattentat erfunden hat. In Israel hört man übrigens nur ungern, dass diese Erfindung auf das Konto linksorientierter und nicht auf das islamistischer Terroristen geht. Das gilt interessanterweise auch für Zeitungen wie die taz und die FR, die seinerzeit mit einer Besprechung meiner Studie über die Geschichte des Selbstmordattentats ihre Leser wohl lieber nicht verschrecken wollten. Schade eigentlich, so hätte vermutlich Herrn Walthers Fehler (zumindest Nr. 1) vermieden werden können.

  • 19.08.2010 06:45 Uhr

    von vic:

    Applaus.
    Großes Lob für diesen Beitrag.

  • 19.08.2010 00:38 Uhr

    von Hans Herbert:

    Oder Beschleunigung statt Geschwindigkeit, dann geht die Gleichung auch auf :D

  • 18.08.2010 23:22 Uhr

    von Josef Riga:

    einzig aus wirtschaftsstrategischen Überlegungen drängen die Amis nach Afghanistan. Dort gibt es Vorkommen sogenannter seltener Erden, also Metalle über die ansonsten nur China und einige südamerikanische Staaten in nennenswertem Umfang gebieten. Die hätte der Westen gerne. aber die Russen und Chinesen auch. Der nächste Stellvertreter-
    krieg ist also vorprogrammiert: und diesmal geht es nicht gegen Little Japan, sondern gegen Big China. Viel Vergnügen beim Sterben, mein liebes amerika!

  • 18.08.2010 17:23 Uhr

    von Müller:

    Kennzeichen der neuen Kriege ist nicht nur, die vom Autor angesprochene Asymetrie, sondern auch fragile Staatlichkeit in den betroffenen Gebieten und eine damit einhergehende Privatisierung der Kriege, sowie ökonomische Motive der Konfliktakteure. Der Begriff beschreibt also eher Bürgerkriege in afrikanischen Staaten (z.B. Liberia, Sierra Leone) als den israelisch-palästinensischen Konflikt.

  • 18.08.2010 14:58 Uhr

    von Banjo Hansen:

    Impuls (nicht Kraft) ist Masse mal Geschwindigkeit, liebe Hobbyphysiker.

    Sonst aber ein großartiger Artikel.

  • 18.08.2010 14:49 Uhr

    von Thorsten Haupts:

    Gute Analyse. Die durch den Schluss allerdings sehr fragwürdig wird. Denn die Analogie Frankreich-Russland zu NATO(USA)-Taliban geht nur dann auf, wenn unterstellt wird, die Taliban fänden überwältigende Zustimmung in der Zivilbevölkerung und repräsentierten praktisch den Widerstand der afghanischen "Nation" gegen eine Besatzungsmacht. Und an der Stelle hapert´s gewaltig mit den Fakten - angefangen bei der simplen Tatsache, dass es eine afghanische Nation erkennbar nicht gibt.

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