Seit der Finanzkonferenz von Bretton Woods ist der Dollar die Weltleitwährung. Ökonomen fordern seine Ablösung. Der UN-Gipfel berät nun Alternativen.von Beate Willms
@markus s.: du hast da nen kleinen denkfehler: die kenseyanische nachfragepolitik hängt nicht von der möglichkeit ab, die geldmenge zu erhöhen, sondern davon, daß der staat das geld, das normalerweise durch eine in krisenzeiten erhöhte sparquote in staatsanleihen angelegt wird, ausgibt, allerdings in besseren Zeiten, in denen die Sparquote sinkt und staatsanleihen auslaufen, diese wieder zurückgezahlt werden und der staat endletztlich wieder ohne schulden oder soagr mit rücklagen dasteht. in besseren zeiten ist das durch ein höheres steueraufkommen möglich. keynes sagt keineswegs, daß die schulden weginflationiert werden sollen.
@Westberliner: bush hat ja seine iranpolitik anfang nicht mit der atombombe begründet, sondern sie ist einfach heftiger geworden, bis er die begründung mit der atombeombe aus dem hut gezaubert hatte. iran hatte ursprünglich damit gedroht, daß sie ihre ölvorkommen in euro handeln wollen. ;-)
23.06.2009 11:11 Uhr
von Axel Dörken:
Klingt für mich sehr nach einem intelligenten Schachzug der Bilderberger.
Wer das Finanzsystem stabilisieren will, tut meines Erachtens gut daran, den Zins abzuschaffen und das spekulative Anlegen von Geldern dadurch unattraktiver zu machen, dass das Geld, wenn es nicht ausgegebene, sondern nur angelegt wird, an wert verliert.
Alles andere ist, meiner Meinung nach, ein Herumflicken an einem Kahn der so oder so untergehen wird. Alles nur eine Frage der Zeit, denke ich.
Irgendwann werden die Massen, die viel weniger haben, als die so genannte Elite, erheben und ihr System nicht mehr durch stumpfes Nachahmen und Konsumieren unterstützen.
Die Abläufe des Mittelalters werden auch Heute wieder greifen: Inzestinöse Eliten treiben sich selbst in den Ruin dadurch, dass sie andere zu gerning teilhaben lassen.
22.06.2009 17:45 Uhr
von Markus W:
John Maynard Keynes war Brite!
22.06.2009 16:56 Uhr
von Markus S.:
Im Artikel wird suggeriert, dass ein System fester Wechselkurse die Rolle des Dollar als Leitwährung beenden würde. Gleichzeitig erwähnt der Autor aber, dass der Dollar seit Bretton Woods, wo ja eben ein FESTKURSSYSTEM festgelegt wurde, die Leitwährung ist.... Auf das eigentliche Problem von Bretton Woods wird nicht eingegangen, nämlich dass nur der Dollar an Gold gekoppelt war, alle anderen Währungen an den Dollar. Das führte dazu, dass die USA keinen Anreiz hatten ihre Bindung an Gold besonders ernst zu nehmen und so war das Geldmengenwachstum bald komplett vom Goldmengenwachstum entkoppelt, was das System scheitern lassen musste. Die einzige Alternative wäre ein echter Goldstandard, aber in der Weltwirtschaftskrise der 30er hat man ja gesehen welch katastrophale Konsequenzen dieser hatte, die Zentralbanken mussten die Geldmenge drastisch verringern, was die Deflation und Depression noch verschlimmert hat. Wenn man zb Keynesianische Verschuldungspolitik will wie Herr Hickel kann man nicht gleichzeitig für so ein System sein, denn dann kann man die Staatsschulden nicht mehr mit Inflation wegspülen.
22.06.2009 16:15 Uhr
von Westberliner:
Schon Sadam Hussein hatte laut darüber nachgedacht, dass das irakische Erdöl nicht mehr in Dollar fakturiert wird. Wahrscheinlich war das für Bush auch ein ausschlaggebender Faktor für seinen bestialischen Krieg, wenn nicht gar der ausschlaggebende.
Leserkommentare
19.07.2009 18:52 Uhr
von samuel:
@markus s.: du hast da nen kleinen denkfehler:
die kenseyanische nachfragepolitik hängt nicht von der möglichkeit ab, die geldmenge zu erhöhen, sondern davon, daß der staat das geld, das normalerweise durch eine in krisenzeiten erhöhte sparquote in staatsanleihen angelegt wird, ausgibt, allerdings in besseren Zeiten, in denen die Sparquote sinkt und staatsanleihen auslaufen, diese wieder zurückgezahlt werden und der staat endletztlich wieder ohne schulden oder soagr mit rücklagen dasteht. in besseren zeiten ist das durch ein höheres steueraufkommen möglich.
keynes sagt keineswegs, daß die schulden weginflationiert werden sollen.
@Westberliner: bush hat ja seine iranpolitik anfang nicht mit der atombombe begründet, sondern sie ist einfach heftiger geworden, bis er die begründung mit der atombeombe aus dem hut gezaubert hatte. iran hatte ursprünglich damit gedroht, daß sie ihre ölvorkommen in euro handeln wollen. ;-)
23.06.2009 11:11 Uhr
von Axel Dörken:
Klingt für mich sehr nach einem intelligenten Schachzug der Bilderberger.
Wer das Finanzsystem stabilisieren will, tut meines Erachtens gut daran, den Zins abzuschaffen und das spekulative Anlegen von Geldern dadurch unattraktiver zu machen, dass das Geld, wenn es nicht ausgegebene, sondern nur angelegt wird, an wert verliert.
Alles andere ist, meiner Meinung nach, ein Herumflicken an einem Kahn der so oder so untergehen wird. Alles nur eine Frage der Zeit, denke ich.
Irgendwann werden die Massen, die viel weniger haben, als die so genannte Elite, erheben und ihr System nicht mehr durch stumpfes Nachahmen und Konsumieren unterstützen.
Die Abläufe des Mittelalters werden auch Heute wieder greifen: Inzestinöse Eliten treiben sich selbst in den Ruin dadurch, dass sie andere zu gerning teilhaben lassen.
22.06.2009 17:45 Uhr
von Markus W:
John Maynard Keynes war Brite!
22.06.2009 16:56 Uhr
von Markus S.:
Im Artikel wird suggeriert, dass ein System fester Wechselkurse die Rolle des Dollar als Leitwährung beenden würde. Gleichzeitig erwähnt der Autor aber, dass der Dollar seit Bretton Woods, wo ja eben ein FESTKURSSYSTEM festgelegt wurde, die Leitwährung ist....
Auf das eigentliche Problem von Bretton Woods wird nicht eingegangen, nämlich dass nur der Dollar an Gold gekoppelt war, alle anderen Währungen an den Dollar. Das führte dazu, dass die USA keinen Anreiz hatten ihre Bindung an Gold besonders ernst zu nehmen und so war das Geldmengenwachstum bald komplett vom Goldmengenwachstum entkoppelt, was das System scheitern lassen musste. Die einzige Alternative wäre ein echter Goldstandard, aber in der Weltwirtschaftskrise der 30er hat man ja gesehen welch katastrophale Konsequenzen dieser hatte, die Zentralbanken mussten die Geldmenge drastisch verringern, was die Deflation und Depression noch verschlimmert hat. Wenn man zb Keynesianische Verschuldungspolitik will wie Herr Hickel kann man nicht gleichzeitig für so ein System sein, denn dann kann man die Staatsschulden nicht mehr mit Inflation wegspülen.
22.06.2009 16:15 Uhr
von Westberliner:
Schon Sadam Hussein hatte laut darüber nachgedacht, dass das irakische Erdöl nicht mehr in Dollar fakturiert wird. Wahrscheinlich war das für Bush auch ein ausschlaggebender Faktor für seinen bestialischen Krieg, wenn nicht gar der ausschlaggebende.