Vorbild für Rudi Dutschke, Vordenker einer ganzen Generation von Akademikern: Ernst Bloch lehrte eine an den Marxismus angelehnte Philosophie. Es lohnt sich, sie zu reaktivieren.von Tobias Nolte
Seltsam, manche Leute werden zuerst Spinner genannt, später erinnert man sich an Gelehrte. Bei anderen ist es gerade umgekehrt. Dagegen war der Fritz Teufel geradezu konsequent bodenständig. Da hätte die vulkanische Persönlichkeitsverschmelzung gute Dienste leisten können. Die Utopie ist nun gestorben, die Arbeit an der Gegenwart kann beginnen.
07.07.2010 08:02 Uhr
von guvo:
Blochs Thesen sind in sich geschlossen. Von daher völlig untauglich für die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist in Wirklichkeit ganz anders.
06.07.2010 22:58 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
Das ist ja ein siedendheißer Text zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch, den die taz hier geliefert hat.
"Das an den Marxismus angelehnte Werk Blochs dürfte für viele heute als überlebt gelten. Bloch philosophierte über die "Konkrete Utopie", die in einem Geschichtsprozess zur Entfaltung gelangen müsse. .... Das Fundament dafür sah Bloch in einer Koalition der utopischen Geschwister Marxismus und Christentum. Eine ideale Gesellschaft, die dem Reich Gottes auf Erden gleiche, war sein Traum. .... Und doch scheint es, als seien sie an ihren utopischen Grenzen gescheitert. Es scheint."
Wirklich ahnungsvoll formuliert Tobias Nolte, dass Ernst Bloch 'gescheitert... scheint'. Er ist nicht gescheitert. Erst Bloch ist nach meinem Verständnis - neben Goethe - der fruchtbarste Theoretiker und Poet dessen, was Systemdenker h e u t e Evolutionsprozess nennen. Beide sind, zumindestens für mich, die wichtigsten geistigen Brückenbauer in die folgende, evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung des KREATIVEN (= Reich der Freiheit). Nicht nur wir Evolutionsprozess- und Chaosphysiker wissen, dass die gegenwärtige Systemkrise der 2%Wachstumszwang-Tyrannei uns – aus evolutionärer Notwendigkeit - ins Reich der KREATIVEN und der Freien drängen wird. Mehr VORSCHEIN war nie in der Geschichte der Menschheit.
Ernst Bloch und Rudi Dutschke fehlte zur geistigen Konkretisierung und damit zur globalen, praktischen Implementierung der alteuropäischen Utopie einer machtsystemfreien Gesellschaft allseits sich entwickelnder Menschen-hin-auf-Erleuchtung (= Reich Gottes auf Erden) n u r eine projektfähige, wahre Evolutionsprozess-Theorie, von der Papst Benedikt XVI. übrigens in der FAZ v. 8.1.2000 ('Der angezweifelte Wahrheitsanspruch' ... des Christentums) sagte, dass sie allein eine Konkurrenz für den Wahrheitsanspruch des römisch-katholischen Christentums sein könne.
Die Sensation zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch ist nun, dass der hinreichend Erkenntnisstand über das Steuerungssystem im Evolutionsprozess vorhanden ist, dass also die evolutionsprozess-logische Theorie-und-Praxis-Lücke geschlossen ist. Die selbstläuferisch-übermächtigen Inhalte des globalen Evolutionsprojekt in die folgende Weltordnung des KREATIVEN sind abgeleitet, und mit der Existenz der DIE KREATIVEN, 1. evolutionistische Partei der Welt, steht jene evolutionslogische u n d revolutionäre Bewegung bereit (= revolutionäre Gruppe), die für den Anstoß des Exodus aus der Tyrannei der KAPITALMACHTSYSTEM-Manager notwendig ist.
Die Welt wird über diese KREATIVE Wende im abendländischen Befreiungs- und Individualisierungsprojekts staunen. Sie wird Ernst Bloch wieder lesen und dann erkennen, dass es zum Exodus aus der 2%Tyrannei und zur Umsteuerung unter die Ordnung-des-KREATIVEN wirklich n u r auf die Erkenntnis der genialen, gesellschaftlichen GENIEPUNKT-Innovation im gesellschafltichen Steuerungssystem (= Weltordnung) ankommt. Deren selbstläuferische Dominomacht reicht, um den Tyrannen zu stürzen. Der organisierte Widerstandskampf durch irgendwelche, blinde Konfliktkämpfer ist völlig überflüssig.
Ideen werden heute zur revolutionären Übermacht, wenn ihre evolutionsprozess-logische Wahrheit von den Finanzmarkttradern Besitz ergreifen.
Leserkommentare
07.07.2010 15:03 Uhr
von linsenspaeller:
Seltsam, manche Leute werden zuerst Spinner genannt, später erinnert man sich an Gelehrte. Bei anderen ist es gerade umgekehrt. Dagegen war der Fritz Teufel geradezu konsequent bodenständig. Da hätte die vulkanische Persönlichkeitsverschmelzung gute Dienste leisten können. Die Utopie ist nun gestorben, die Arbeit an der Gegenwart kann beginnen.
07.07.2010 08:02 Uhr
von guvo:
Blochs Thesen sind in sich geschlossen. Von daher völlig untauglich für die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist in Wirklichkeit ganz anders.
06.07.2010 22:58 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
Das ist ja ein siedendheißer Text zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch, den die taz hier geliefert hat.
"Das an den Marxismus angelehnte Werk Blochs dürfte für viele heute als überlebt gelten. Bloch philosophierte über die "Konkrete Utopie", die in einem Geschichtsprozess zur Entfaltung gelangen müsse. .... Das Fundament dafür sah Bloch in einer Koalition der utopischen Geschwister Marxismus und Christentum. Eine ideale Gesellschaft, die dem Reich Gottes auf Erden gleiche, war sein Traum. .... Und doch scheint es, als seien sie an ihren utopischen Grenzen gescheitert. Es scheint."
Wirklich ahnungsvoll formuliert Tobias Nolte, dass Ernst Bloch 'gescheitert... scheint'. Er ist nicht gescheitert. Erst Bloch ist nach meinem Verständnis - neben Goethe - der fruchtbarste Theoretiker und Poet dessen, was Systemdenker h e u t e Evolutionsprozess nennen. Beide sind, zumindestens für mich, die wichtigsten geistigen Brückenbauer in die folgende, evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung des KREATIVEN (= Reich der Freiheit). Nicht nur wir Evolutionsprozess- und Chaosphysiker wissen, dass die gegenwärtige Systemkrise der 2%Wachstumszwang-Tyrannei uns – aus evolutionärer Notwendigkeit - ins Reich der KREATIVEN und der Freien drängen wird. Mehr VORSCHEIN war nie in der Geschichte der Menschheit.
Ernst Bloch und Rudi Dutschke fehlte zur geistigen Konkretisierung und damit zur globalen, praktischen Implementierung der alteuropäischen Utopie einer machtsystemfreien Gesellschaft allseits sich entwickelnder Menschen-hin-auf-Erleuchtung (= Reich Gottes auf Erden) n u r eine projektfähige, wahre Evolutionsprozess-Theorie, von der Papst Benedikt XVI. übrigens in der FAZ v. 8.1.2000 ('Der angezweifelte Wahrheitsanspruch' ... des Christentums) sagte, dass sie allein eine Konkurrenz für den Wahrheitsanspruch des römisch-katholischen Christentums sein könne.
Die Sensation zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch ist nun, dass der hinreichend Erkenntnisstand über das Steuerungssystem im Evolutionsprozess vorhanden ist, dass also die evolutionsprozess-logische Theorie-und-Praxis-Lücke geschlossen ist. Die selbstläuferisch-übermächtigen Inhalte des globalen Evolutionsprojekt in die folgende Weltordnung des KREATIVEN sind abgeleitet, und mit der Existenz der DIE KREATIVEN, 1. evolutionistische Partei der Welt, steht jene evolutionslogische u n d revolutionäre Bewegung bereit (= revolutionäre Gruppe), die für den Anstoß des Exodus aus der Tyrannei der KAPITALMACHTSYSTEM-Manager notwendig ist.
Die Welt wird über diese KREATIVE Wende im abendländischen Befreiungs- und Individualisierungsprojekts staunen. Sie wird Ernst Bloch wieder lesen und dann erkennen, dass es zum Exodus aus der 2%Tyrannei und zur Umsteuerung unter die Ordnung-des-KREATIVEN wirklich n u r auf die Erkenntnis der genialen, gesellschaftlichen GENIEPUNKT-Innovation im gesellschafltichen Steuerungssystem (= Weltordnung) ankommt. Deren selbstläuferische Dominomacht reicht, um den Tyrannen zu stürzen. Der organisierte Widerstandskampf durch irgendwelche, blinde Konfliktkämpfer ist völlig überflüssig.
Ideen werden heute zur revolutionären Übermacht, wenn ihre evolutionsprozess-logische Wahrheit von den Finanzmarkttradern Besitz ergreifen.