• 12.02.2010

Zivilgesellschaft in Dresden

"Hier versagt das Bürgertum"

Der Naziaufmarsch hat Dresden vereint, glaubt Aktivist Christian Demuth. Und seit dem Marwa-Mord gebe es Sorge ums Image. Anti-Nazi-Aktivisten werden weiterhin als "linksextrem" verunglimpft.von Michael Bartsch

  • 21.02.2010 00:21 Uhr

    von fuxx1980:

    "Linke Gewalttäter brannten Barrikaden ab, Schlugen bei einer Deutschen Bank Scheiben ein, zerstörten Polizeifahrzeuge und griffen in einer menschverachtenden Art und Weise die eingesetzten Polizeibeamten an, beleidigten und verletzten diese unter dem sehenden Auge von Europaparlamentariern, Bundestagsmitgliedern und Landtagsmitgliedern."
    (Quelle: http://www.dpolg-sachsen.de/aktuelles/150210-presserklaerung/index.html).

    Ich bin ja froh, dass Herr Demuth auch das "Räuber-und-Gendarm-Spiel" der Linksextremisten verurteilt. Wobei, die linken Gewalttäter natürlich die Gendarmen, also die Guten sind.

    Was mich auch noch interessieren würde, wäre der Versammlungsplatz für die Demo rechts, den Herr Demuth vorschlüge, wenn nicht den Schlesischen Platz vor dem Neustädter Bahnhof, von dem aus Juden deportiert wurden. Vielleicht den Alaunplatz?

  • 13.02.2010 16:34 Uhr

    von Ulli:

    Anti-Nazi-Aktivisten, die Steine auf Polizisten werfen und Autos in Brand setzen sind auch nicht besser als Nazis. Für diese ist "linksradikal" die genau richtige Entscheidung.

  • 12.02.2010 19:24 Uhr

    von randOM:

    Das kann ich nur unterstützen, HerrDemuth hat 100% Recht. Na mal sehen, was morgen hier passiert...

  • 12.02.2010 17:32 Uhr

    von Ingrid Franz:

    Warum nur immer diese Linksdoktrin?! Warum kein Recht aus freie Meinungsäußerung? Warum keine Trauer um unsere Toten? Warum wird alles Linke so verharmlost?

  • 12.02.2010 17:29 Uhr

    von ich:

    der skandal is doch eigendlich das die "Sorge um den Ruf der Stadt, um ihr wissenschaftliches und ökonomisches Image" wichtiger sind als das real existierende rechtsextremismus problem in den griff zu bekommen oder überhaupt ein zu gestehn.... genauso wie die kriminalisierung der protestes und die hetzt gegen links die hier nicht das problem ist..... aber es sind doch zu viele rechte in strategischen positionen die nazis mit offenen armen empfangen....

  • 12.02.2010 17:00 Uhr

    von grifter:

    Die Position der Linken zu dem Aufmarsch der Nazis in
    Dresden ist verlogen, solange diese Leute nicht begreifen wollen, dass der alliierte Angriff auf
    Dresden zu recht erfolgt ist . Der 2. Weltkrieg
    wurde auch durch Dresden und Hiroshima siegreich
    beendet und das auch zu recht. Dies gilt heute noch
    genauso wie vor 65 Jahren. Alles andere ist Geschichts-
    klitterung.Das muß man den Nazis und leider auch den
    Linken immer wieder klar machen.

  • 12.02.2010 16:29 Uhr

    von axel:

    Lesenswert dazu:

    "Das Fürchten gelehrt
    Das Extremismus-Schema, das die Demokratie schützen soll, erweist sich als demokratiegefährdend"
    von Alex Demirovic/Paulina Bader
    in derFreitag vom 12.02.2010

    http://www.freitag.de/positionen/1006-extremismus-demokratie-mitte-demirovic

  • 12.02.2010 16:08 Uhr

    von herr wohlfeil:

    guter artikel, die politik der provinz-cdu in sachsen nazis gegenueber waere seit den fruehen 90ern eine reportage wenn nicht einen dokumentarfilm wert. vor allem die taktik, den nazis die zuegel locker zu halten, damit die die linken attackieren koennen, scheint eine ostelbische gemeinstrategie zu sein. verstrickungen der polizei in nazikreise wurden entdeckt und unter den teppich gekehrt, und der just nach der wende installierte volkssender mdr spielt sicher eine wichtige rolle bei der gestaltung von demokratie in diesem freistaat, um es mal so auszudruecken.

  • 12.02.2010 14:47 Uhr

    von Lars:

    Die Mehrzahl der Dresdner interessiert doch gar nicht wirklich, dass ihre Stadt zum Inbegriff der modernen Nazimärsche geworden ist. Böse waren bisher immer die, die darüber berichten.Der Verein Bürger.Courage beispielsweise wurde doch schon als linksextrem empfunden. Die konservative Stadtratsmehrheit steht der künstlerisch liberalen grünen Neustadt schon immer skeptisch gegenüber und wollte und will mit diesen Eliten keine gemeinsame Sache machen. Das zeigte sich bei der Brückengeschichte, beim Straßenausbau in der Neustadt und auch bei der Verhinderung der Naziaufmärsche. Dabei muss man immer erwähnen, dass die Ehrung der Bombenopfer ja eigentlich immer Sache der Bürgermeisterin war und ist.
    Etwas weiter südlich ist übrigens die Einstellung der Mehrheitsbevölkerung offensichtlicher, hier stellt die NPD im neuen Großkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge schon länger Bürgermeister.
    Der Dresdner Oberstaatsanwalt propagiert, um die Probleme in den Griff zu bekommen, übrigens bei jeder Gelegenheit Law and Order. Es also auch Morgen einiges aus dieser Richtung zu befürchten.

  • 12.02.2010 14:33 Uhr

    von Maddin:

    Herr Demuth, wer sind Sie eigentlich, dass Sie den Menschen vorschreiben wollen, wie diese zu trauern haben?
    Was erdummdreisten Sie sich, den Normalbürgern pauschal Versagen vorzuwerfen?
    Sind Sie so eine Art Ortskommandant? Und wer nicht linientreu mitprotestiert, wird notiert? Und morgen steht's dann im taz-Parteiorgan?

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