"Neon" ist das unbestrittene Leitmedium der Generation Umhängetasche. Sie guckt lieber in das Magazin als dem Ernst des Lebens endlich ins Auge.von Martin Reichert
Sie haben so was wie von Recht - wenn ich die ganzen *tschuldigung* möchtegern-itellektuellen im philosophikum der uni köln mit ihrer neon in der hand sehe, kommt mir regelmäßig etwas hoch.
boulevard presse, im zeitgeist von heute verpackt - und plötzlich finden sich alle super individuell.
03.12.2009 15:58 Uhr
von Steve:
Mit Neon, Umhängetasche und Hornbrille kannst auch du zu den Opfern der Gesellschaft gehören.
Aber Menschen die Beziehungen aufgeben, weil in der Neon steht, dass Single sein viel toller ist, waren noch nie was wert. Also die grell leuchtende Neon sozusagen ein Warnschild...
27.06.2009 22:54 Uhr
von Lydia:
Hilfe, ich bin 31 und will nach diesem Artikel sogar die Neon abonieren. Habe sogar einen Beruf und verdiene echtes Geld;-) Mal ehrlich, Herr Jensen- wo ist Ihr Problem? Generation doof vs. Generation Umhängetasche,oder wie? Niveau sieht nur von aus wie Arroganz.
Keep on writing
24.07.2008 17:36 Uhr
von Marian:
Vielleicht in gewisser Weise ein BRAVO-Nachfolger, aber mit Niveau und viel Liebe zum Detail, Herr Jensen.
16.07.2008 15:04 Uhr
von Merle:
Wer so unfassbar spannend Klischees aufbauschen kann sollte über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nachdenken. Wie wärs diemsal mit BILD statt taz?
Ich gehöre übrigens auch zu den Neon Lesern und bin noch weit unter 30. Im Übrigen stehe ich auch nicht desorientiert und mit zu großer Sonnenbrille im Leben. Aber Danke für die Pauschalisierung, jetzt weiss ich endlich in welche Schublade ich gehöre!
25.05.2008 20:41 Uhr
von Andreas Jensen:
NEON? Ist das nicht der inoffizielle BRAVO-Nachfolger für Menschen, die auch mit 30 noch pubertär sind?
08.05.2008 19:39 Uhr
von Anja:
wenn ein artikel mit so viel generalisierender herablassung geschrieben wird schließe ich eher auf einen beleidigten autor als auf eine gute momentaufnahme. ob bildend oder nicht, ob neoyuppiegeneration oder nicht, ich schätze neon und ihre art vom leben zu berichten ... gerade gut wenns nicht so ernst ist, das ist der bahnhof da draußen eh schon, mit oder ohne umhängetasche? ...dann lieber mit, denn da drin ist platz für ne zeitschrift die mich beim warten ablenkt ist der nächste zug der richtige? keine ahnung verdammt!
08.05.2008 14:49 Uhr
von redlope:
Ziemliches Zeitgeist-Gesülze, das sich zudem ständig wiederholt. Der Autor offenbart leider eigene klischeehafte Vorstellungen und nutzt sie zum gönnerischen Blick auf die eventuell nur unwesentlich jüngeren. Es muss auch nicht auf jeder Hochzeit Brautstraußgeschmeiße und Scharaden geben. Es ist alles eine Frage des eigenen Stils, des „wie wollen wir leben“. Dass die heutige junge Generation es doppelt schwer hat, im Zeitalter von Hartz4, Leiharbeit, Niedriglohn, Praktika und all dem prekären Scheißdreck ein eigenes Leben zu definieren, ist offensichtlich. Vielleicht stehen die Leute deshalb am Bahnsteig, weil gar keine Züge mehr ankommen, in die sie einsteigen könnten? Oder die, die kommen, stinken und kommen nicht weit. Da lebt es sich erstmal gut aus der „Umhängetasche“.
08.05.2008 13:07 Uhr
von kamo:
Autoren,die Taschenbücher veröffentlichen in deren Titel zeitgeistige Nichtigkeiten wie "Generation" eine Rolle spielen, sollten vielleicht doch eher mal an ihrem eigenen Erwachsenwerden arbeiten.
07.05.2008 10:22 Uhr
von kathi:
ich habe mir damals mit 16 die allererste neon gekauft und war total begeistert. endlich eine zeitschrift für meine generation! und in dieser ausgabe waren so tolle artikel wie "wer mit 20 kein sozialist ist...". genau das hat mich damals bewegt. nur frage ich mich jetzt, ob ich zu schnell reif, oder die neon einfach zu schnell blöder geworden ist. meine kleine schwester hat sie immer noch abonniert und ich lese sie gerne zum zeitvertreib, aber manchmal denke ich mir: gibt es leute in meinem alter, die das ernst nehmen? wahrscheinlich schon. die geschichte mit den uiguren... ich habe mir ein paar wochen nach der ersten neon auch die erste taz gekauft. und die ist nicht schneller blöd geworden als ich gereift bin. danke.
07.05.2008 09:15 Uhr
von Carolin:
Ich persönlich kann mich ganz und gar nicht mit den beschriebenen Neon-Lesern identifizieren. Während des Lesens entstand bei mir eher der Gedanke , dass mir jemand meinen Spaß nicht gönnt. Warum lese ich Neon? Sicherlich nicht in erster Linie um z.B. politisch gesehen auf dem neuesten Stand zu sein (dafür lese ich ja taz). Neon ist für mich Unterhaltung, ist: am Abend von der FH kommen und mit der Zeitschrift im Garten abschalten. Ist: Mal schnell im Zug ein bißchen drin blättern... Von "Leitmedium" kann also zumindest bei mir nicht die Rede sein. Manche Artikel treffen in meinen Augen jedoch ganz genau den Nerv der jungen Generation - dabei muss es doch auch nicht immer um todernste Inhalte gehen, oder? Ich lese die Neon jedenfalls ab und zu ganz gerne - auch ohne den Effekt, nachher unbedingt um Welten schlauer sein zu müssen. Nebenbei schaffe ich es dann auch ganz gut, dem Ernst des Lebens ins Auge zu schauen: Ich bin 22 und werde noch dieses Jahr mein Studium beenden, welches ich mir als Arbeiterkind von Beginn an durch etliche Nebenjobs selbst finanziert habe. Ich hänge nicht den ganzen Tag im StudiVZ rum und besinne mich lieber auf richtige Freunde.
06.05.2008 21:16 Uhr
von Matze:
Interessanter Kommentar - auch wenn er sich ab dem Mittelteil wie eine gesprungene Schallplatte anhört.
Wird die Generation Neon einst die (hoffentlich nicht prekär bezahlten) AltenflegerInnen der Generation Taz (und Zeit/und Faz/und Bild/..) stellen? ;-)
06.05.2008 20:12 Uhr
von harald kern:
unglaublich ... dieser artikel gehört als a4 werbeseite in die neon geklatscht.
06.05.2008 18:49 Uhr
von glglgl:
Wenn Zeitungen über Zeitschriften schreiben ist das oft nah am Selbstzweck. Hier stellt sich dieser nun so dar: Mal sehen was die anderen machen. Huch, warum sind die denn so erfolgreich? Wo wir doch so viel besser sind. Erwachsener. Diese Leser aber auch immer. taz, wo soll das noch hinführen?
06.05.2008 17:37 Uhr
von Asareel Kriener:
Der Apfel faellt nicht weit vom Stamm und "ich will nicht werden was mein Alter ist" (oder so) gehoeren hier zusammen. Also liebe Taz, mal ein bisschen mutiger und "Generation Neon" auf 68er Bezuege abtasten, letztere sind schliesslich die Eltern. Zb. mit deren Knete es sich angenehm Entscheidungen vermeiden laesst, deren berufliche Erfolge fern und spiessig scheinen, deren Reihenhaus nicht passen will, die hilflos keine oder die falschen Ansagen machen anstatt Mut zu zusprechen und Biss fuer eine autonome Entwicklung zu vermitteln, deren Ankommen in der Gesellschaft eine Wiederholung verbietet aber Ratlosigkeit zuruecklaesst, etc.
Wuerde mich interessieren und mehr draus machen. Und klar, bin 27, immer noch Student (aber die vierte Uni und der zweite Abschluss) und es gibt Photos von mir im Kinderwagen auf Ostermaerschen.
06.05.2008 16:54 Uhr
von lhabial:
Bei der Lektüre dieses Textes, fällt mir ein, dass ich micht wieder meiner Magisterarbeit widmen sollte...
Leserkommentare
22.03.2010 16:25 Uhr
von Axel Springer:
Sie haben so was wie von Recht - wenn ich die ganzen *tschuldigung* möchtegern-itellektuellen im philosophikum der uni köln mit ihrer neon in der hand sehe, kommt mir regelmäßig etwas hoch.
boulevard presse, im zeitgeist von heute verpackt - und plötzlich finden sich alle super individuell.
03.12.2009 15:58 Uhr
von Steve:
Mit Neon, Umhängetasche und Hornbrille kannst auch du zu den Opfern der Gesellschaft gehören.
Aber Menschen die Beziehungen aufgeben, weil in der Neon steht, dass Single sein viel toller ist, waren noch nie was wert.
Also die grell leuchtende Neon sozusagen ein Warnschild...
27.06.2009 22:54 Uhr
von Lydia:
Hilfe, ich bin 31 und will nach diesem Artikel sogar die Neon abonieren.
Habe sogar einen Beruf und verdiene echtes Geld;-)
Mal ehrlich, Herr Jensen- wo ist Ihr Problem?
Generation doof vs. Generation Umhängetasche,oder wie?
Niveau sieht nur von aus wie Arroganz.
Keep on writing
24.07.2008 17:36 Uhr
von Marian:
Vielleicht in gewisser Weise ein BRAVO-Nachfolger, aber mit Niveau und viel Liebe zum Detail, Herr Jensen.
16.07.2008 15:04 Uhr
von Merle:
Wer so unfassbar spannend Klischees aufbauschen kann sollte über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nachdenken. Wie wärs diemsal mit BILD statt taz?
Ich gehöre übrigens auch zu den Neon Lesern und bin noch weit unter 30. Im Übrigen stehe ich auch nicht desorientiert und mit zu großer Sonnenbrille im Leben. Aber Danke für die Pauschalisierung, jetzt weiss ich endlich in welche Schublade ich gehöre!
25.05.2008 20:41 Uhr
von Andreas Jensen:
NEON? Ist das nicht der inoffizielle BRAVO-Nachfolger für Menschen, die auch mit 30 noch pubertär sind?
08.05.2008 19:39 Uhr
von Anja:
wenn ein artikel mit so viel generalisierender herablassung geschrieben wird schließe ich eher auf einen beleidigten autor als auf eine gute momentaufnahme.
ob bildend oder nicht,
ob neoyuppiegeneration oder nicht,
ich schätze neon und ihre art vom leben zu berichten
... gerade gut wenns nicht so ernst ist, das ist der bahnhof da draußen eh schon,
mit oder ohne umhängetasche?
...dann lieber mit, denn da drin ist platz für ne zeitschrift die mich beim warten ablenkt
ist der nächste zug der richtige?
keine ahnung verdammt!
08.05.2008 14:49 Uhr
von redlope:
Ziemliches Zeitgeist-Gesülze, das sich zudem ständig wiederholt. Der Autor offenbart leider eigene klischeehafte Vorstellungen und nutzt sie zum gönnerischen Blick auf die eventuell nur unwesentlich jüngeren.
Es muss auch nicht auf jeder Hochzeit Brautstraußgeschmeiße und Scharaden geben. Es ist alles eine Frage des eigenen Stils, des „wie wollen wir leben“.
Dass die heutige junge Generation es doppelt schwer hat, im Zeitalter von Hartz4, Leiharbeit, Niedriglohn, Praktika und all dem prekären Scheißdreck ein eigenes Leben zu definieren, ist offensichtlich. Vielleicht stehen die Leute deshalb am Bahnsteig, weil gar keine Züge mehr ankommen, in die sie einsteigen könnten? Oder die, die kommen, stinken und kommen nicht weit. Da lebt es sich erstmal gut aus der „Umhängetasche“.
08.05.2008 13:07 Uhr
von kamo:
Autoren,die Taschenbücher veröffentlichen in deren Titel zeitgeistige Nichtigkeiten wie "Generation" eine Rolle spielen, sollten vielleicht doch eher mal an ihrem eigenen Erwachsenwerden arbeiten.
07.05.2008 10:22 Uhr
von kathi:
ich habe mir damals mit 16 die allererste neon gekauft und war total begeistert. endlich eine zeitschrift für meine generation! und in dieser ausgabe waren so tolle artikel wie "wer mit 20 kein sozialist ist...". genau das hat mich damals bewegt. nur frage ich mich jetzt, ob ich zu schnell reif, oder die neon einfach zu schnell blöder geworden ist. meine kleine schwester hat sie immer noch abonniert und ich lese sie gerne zum zeitvertreib, aber manchmal denke ich mir: gibt es leute in meinem alter, die das ernst nehmen? wahrscheinlich schon. die geschichte mit den uiguren... ich habe mir ein paar wochen nach der ersten neon auch die erste taz gekauft. und die ist nicht schneller blöd geworden als ich gereift bin. danke.
07.05.2008 09:15 Uhr
von Carolin:
Ich persönlich kann mich ganz und gar nicht mit den beschriebenen Neon-Lesern identifizieren.
Während des Lesens entstand bei mir eher der Gedanke , dass mir jemand meinen Spaß nicht gönnt.
Warum lese ich Neon? Sicherlich nicht in erster Linie um z.B. politisch gesehen auf dem neuesten Stand zu sein (dafür lese ich ja taz). Neon ist für mich Unterhaltung, ist: am Abend von der FH kommen und mit der Zeitschrift im Garten abschalten. Ist: Mal schnell im Zug ein bißchen drin blättern... Von "Leitmedium" kann also zumindest bei mir nicht die Rede sein. Manche Artikel treffen in meinen Augen jedoch ganz genau den Nerv der jungen Generation - dabei muss es doch auch nicht immer um todernste Inhalte gehen, oder? Ich lese die Neon jedenfalls ab und zu ganz gerne - auch ohne den Effekt, nachher unbedingt um Welten schlauer sein zu müssen.
Nebenbei schaffe ich es dann auch ganz gut, dem Ernst des Lebens ins Auge zu schauen: Ich bin 22 und werde noch dieses Jahr mein Studium beenden, welches ich mir als Arbeiterkind von Beginn an durch etliche Nebenjobs selbst finanziert habe. Ich hänge nicht den ganzen Tag im StudiVZ rum und besinne mich lieber auf richtige Freunde.
06.05.2008 21:16 Uhr
von Matze:
Interessanter Kommentar - auch wenn er sich ab dem Mittelteil wie eine gesprungene Schallplatte anhört.
Wird die Generation Neon einst die (hoffentlich nicht prekär bezahlten) AltenflegerInnen der Generation Taz (und Zeit/und Faz/und Bild/..) stellen? ;-)
06.05.2008 20:12 Uhr
von harald kern:
unglaublich ... dieser artikel gehört als a4 werbeseite in die neon geklatscht.
06.05.2008 18:49 Uhr
von glglgl:
Wenn Zeitungen über Zeitschriften schreiben ist das oft nah am Selbstzweck. Hier stellt sich dieser nun so dar: Mal sehen was die anderen machen. Huch, warum sind die denn so erfolgreich? Wo wir doch so viel besser sind. Erwachsener. Diese Leser aber auch immer. taz, wo soll das noch hinführen?
06.05.2008 17:37 Uhr
von Asareel Kriener:
Der Apfel faellt nicht weit vom Stamm und "ich will nicht werden was mein Alter ist" (oder so) gehoeren hier zusammen. Also liebe Taz, mal ein bisschen mutiger und "Generation Neon" auf 68er Bezuege abtasten, letztere sind schliesslich die Eltern. Zb. mit deren Knete es sich angenehm Entscheidungen vermeiden laesst, deren berufliche Erfolge fern und spiessig scheinen, deren Reihenhaus nicht passen will, die hilflos keine oder die falschen Ansagen machen anstatt Mut zu zusprechen und Biss fuer eine autonome Entwicklung zu vermitteln, deren Ankommen in der Gesellschaft eine Wiederholung verbietet aber Ratlosigkeit zuruecklaesst, etc.
Wuerde mich interessieren und mehr draus machen. Und klar, bin 27, immer noch Student (aber die vierte Uni und der zweite Abschluss) und es gibt Photos von mir im Kinderwagen auf Ostermaerschen.
06.05.2008 16:54 Uhr
von lhabial:
Bei der Lektüre dieses Textes, fällt mir ein, dass ich micht wieder meiner Magisterarbeit widmen sollte...