• 14.06.2010

Xavier Naidoos staatstragende Kunst

Hölle auf Erden

Der Sänger Xavier Naidoo bespaßt unsere Jungs. In Afghanistan. Dabei wird klar: Wenn er sich nicht so ernst nähme, dann könnten wir das endlich tun.von Julian Weber

  • 17.06.2010 22:25 Uhr

    von Joy&Pain:

    Ihr Artikel zeigt wenig journalistisches Können, umso mehr Ihre persönliche Abneigung gegen Herrn Naidoo...dies hat nichts mit Journalismus zu tun!

    Daumen nach unten

  • 17.06.2010 17:00 Uhr

    von freidenker:

    He Sue,

    danke für den Text. Leider ist mein Englisch lausig.
    Und was hat das mit meinem hämischen Kommentar zu
    tun ?

  • 15.06.2010 18:39 Uhr

    von Max H.:

    Ich will raus aus dieser Scheiße hier /
    Doch ich weiß nicht, wie das gehen soll /
    Raus aus diesem scheiß Revier /
    Doch ich weiß nicht, wie das gehen soll /
    Man sperrt mich hier in diesen Bezirk /
    Weil ich den Rest der Welt nicht sehen soll /
    Ich werde aus diesem Knast heraus spazieren /
    Wenn ich weiß, wohin ich gehen soll //


    Die sozialdemokratische Ignoranz der neuen Bildungsbürger: Ganz davon abgesehen, ob Herr Naidoo an Gott glaubt oder Vegetarier ist (auch hier gibt es bekanntlich verschiedene Varianten), problematisiert er in seinem Lied und Video genau diejenigen sozialen blinden Flecken, die dem Autor beim Schreiben seines Artikels „Hölle auf Erden“ (taz 15.06.2010) Pate gestanden haben: Es gibt in Deutschland eine Klassengesellschaft, und die unteren in dieser Klassengesellschaft wohnen oft in den Brachen der ehemaligen deutschen Industriezentren (Ost und West). In diesen sozialen Milieus ist Perpektivlosigkeit und eingeschränkte Mobilität ein großes Problem. Der große Zulauf zu politisch rechten Vereinigungen in diesen Gegenden ist ein offenes Geheimnis, demgegenüber sich auch Politiker und das konservative Bürgertum blind stellen. Soldatwerden ist für junge Männer (und Frauen) oft die einzige Perspektive auf einen Job, und ausserdem steht Soldatwerden auch nicht im Widerspruch zu Männlichkeitsbildern, die in Einkommensschwachen Gegenden dominant sind. Junge Männer, die übrigens in einen Krieg gezogen sind, der von einer Rot-Grünen Regierung in Deutschland zu einer Staatsangelegenheit gemacht wurde. Diese Regierung wiederum, hatte einen Großteil der Stimmen von jungen bildungsbürgerlichen Landeiern bekommen, die um die gleiche Zeit nach Berlin gezogen sind, und die sich alle wünschten im Idealfall Xavier Naidoos Produzenten werden zu können. Vor lauter sozialer und geographischer Mobilität haben sehr viele junge Leute der höheren Schichten heute wohl vergessen, dass in Ludwigshafen wohnen eventuell kein Spass ist, und auch Neukölln nicht zwangsläufig ein selbstgewähltes Revier.
    Jedenfalls gebührt Herrn Naidoo Respekt für die Reise nach Afghanistan, und dort für seinen offenen Einsatz gegen Fremdenhass und gegen die Diskriminierung von Frauen. Den Autor quält ein scheinbar ungelöstes Verhältnis, entweder zu den christlichen Inhalten Naidoos, oder zu den proletarischen Codes in seiner Tanzchoreographie im Video. Ich wünsche ihm Versöhnung.

  • 15.06.2010 17:07 Uhr

    von Sascha:

    Selten so einen polemischen, schlecht recherchierten Artikel gelesen lieber Autor, wenn man sich auch nur ein bisschen in der Materie eingelesen hätte, sollte man die Unterschiede von Enduring Freedom und ISAF kennen.
    Wenn der Künstler Promo hätte haben wollen, wäre sein Auftritt früh in der Presse kommuniziert worde, oder?
    Ansonsten sehr schwacher, mit persönlicher Antiphatie geschriebener Artikel, Jounalismus sieht in meinen Augen anders aus, aber dafür gibt es vielleicht auch sinnvollere Zeitungen..

  • 15.06.2010 14:30 Uhr

    von Susanne:

    Wie schlecht kann ein Artikel bitte geschrieben sein? Es sollte berichten über Vorkommnisse in Afghanistan und nicht gegen Naidoo hetzen. Es geht lediglich um die Übermittlung Neuigkeiten und nicht um die persönliche Meinung des Autors. Frechheit!

    Ich finde dies Aktion absolut super!

  • 15.06.2010 13:43 Uhr

    von sue:

    @freidenker
    metallica-song "one" 1988
    video: http://www.youtube.com/watch?v=-LOT_7psWnc

    I can't remember anything
    Can't tell if this is true or dream
    Deep down inside I feel to scream
    This terrible silence stops me

    Now that the war is through with me
    I'm waking up, I cannot see
    That there is not much left of me
    Nothing is real but pain now

    Hold my breath as I wish for death
    Oh please, God, wake me

    Back in the womb it's much too real
    In pumps life that I must feel
    But can't look forward to reveal
    Look to the time when I'll live

    Fed through the tube that sticks in me
    Just like a wartime novelty
    Tied to machines that make me be
    Cut this life off from me

    Hold my breath as I wish for death
    Oh please, God, wake me

    Now the world is gone, I'm just one
    Oh God, help me
    Hold my breath as I wish for death
    Oh please, God, help me

    Darkness imprisoning me
    All that I see
    Absolute horror
    I cannot live
    I cannot die
    Trapped in myself
    Body my holding cell

    Landmine has taken my sight
    Taken my speech
    Taken my hearing
    Taken my arms
    Taken my legs
    Taken my soul
    Left me with life in hell

    p.s . nur die harten, komm'n garten!

  • 15.06.2010 12:38 Uhr

    von betty:

    Lieber Julian Weber,

    super Text und Inhalt! Es ist ja wirklich verwerflich sich für die Truppen in Afghanistan einzusetzen.
    Und unter aller Sau gegen Gewalt für muslimische Frauen zu kämpfen!
    Fürchterlich ist das und wie man auch medial sieht, stellt Naidoo sich damit auch noch so ins Rampenlicht!

    Sie haben's echt geschnallt kann man sagen!

    Ihr Artikel ist wirklich journalistischen Können in Reinkultur!
    Andere Möchtegern-Promis hätte bei sowas schon RTL Exlusiv im Schlepptau gehabt und nicht nur einen 2 Zeiler auf der Homepage veröffentlich.

    Job verfehlt? Vielleicht doch lieber nur Blogger werden, wo sie den ganzen lieben langen Tag motzen können! und komisch ein paar Leute dürften diese furchtbar-produzierten Songs mit wattigen Beats und diese Jungendgottesdienst Stimme ganz gut finden.. aber die paar Millionen irren sich wohl!

    schönen Tag noch!

  • 15.06.2010 11:01 Uhr

    von Maja K.:

    Auch nervig und dumm finde ich die andauernde Diskriminierung von Fred Perry. Der arme Mann kann nichts dafür und war zudem noch Jude. Nur weil bei vielen Glatze gleich Nazi heißt.

  • 15.06.2010 09:52 Uhr

    von Karl Arsch:

    Ich kenne diesen Sänger und seine sonstigen Aktivitäten nicht, aber ist den Nächstenliebe wirklich ein *religiöses* Thema?

  • 15.06.2010 08:32 Uhr

    von freidenker:

    Erst Peter Mafia jetzt der. Na dann kann der kriegsähnliche Zustand, der nicht Krieg genannt werden darf, weil es keiner ist, ja nur verloren werden.

    Schon wieder.

    Dieser Weg wird kein leichter sein. Sind denn unsere Soldaten alles solche Softies ? Hören die kein Metallica oder sowas ?

  • 14.06.2010 22:48 Uhr

    von P.M.:

    Hab selten so einen schlechten Artikel gelesen. Soll dass ein Bericht sein oder eine persönliche Hetzjagd auf Herrn Naidoo!!??
    Unterste Schublade!

  • 14.06.2010 21:28 Uhr

    von tektellin:

    Ich vermisse bei diesem Beitrag die Sachgründe für den Veriss der Musik Xavier Naidoos. Als Subtex kommt Neid in Betracht. Dem Verfassers des Artikels müsste zudem klar sein, dass Naidoo entweder religiös bedingt oder aus Werbezwecken auftritt. Meiner Ansicht nach tritt er einfach auf, weil er Musik machen will. Vergessen wird, dass Naidoo Künstler ist und er allein deshalb, mit dem was er macht, recht hat, weil er mit seiner Musik(!) eine Menge von Menschen stärkt. Soll der Verfasser doch mal selbst etwas in dieser Größe auf die Beine stellen, Journalisten gibt es viele (...).

  • 14.06.2010 21:18 Uhr

    von ensu:

    Winseln - Volltreffer. Ein Wort, das diesen Singsang auf den Punkt bringt. -- Ich hasse dieses Winseln, Rat Pack hat mir wesentlich besser gefallen.

    ciao...

  • 14.06.2010 20:41 Uhr

    von Khumeira Aziz:


    Liebe Taz!

    Ich komme aus einer muslimische Familie und finde es toll, daß sich Künstler wie Xavier Naidoo zu wichtigen Themen wie Zwangsheirat äußern.
    Naidoo ist eben kein oberflächlicher Künstler mit sinnlosen Texten.

    Xaviers Einsatz in Afghanistan ist sehr mutig und wichtig.
    Journalisten wie Sie, die nicht über den Tellerrand schauen können und denen es egal ist wie es den Rest der Welt geht, sind für mich eher die Hölle auf Erden.
    Geben Sie es doch zu:
    Nur weil Xavier Christ ist, haben Sie als linksradikales,alternatives Blatt ein Problem mit ihm.






  • 14.06.2010 20:29 Uhr

    von das nervt:

    ..."und die Lothar-Matthäus-haften Auftritte unterbinden könnte. Dann vielleicht könnte aus dem Mann doch noch ein ernstzunehmender Musiker werden." Ganz toll, gaaanz gaaanz große Phrasendresche, beste Empfehlung für die Jury von "Deutschland sucht den Superstar". Der TAZ fehlt leider immer noch ein ernstzunehmender Kulturteil.

  • 14.06.2010 20:12 Uhr

    von manni:

    Ich empfinde seinen Gesang als Wehrkraftzersetzung!
    Gut so, weitermachen, da bleiben!

  • 14.06.2010 19:31 Uhr

    von amy:

    Auftritt in Afghanistan als Promopotenzial? Ich glaube, es gibt viele bessere Möglichkeiten. Zu viele Auftritte? Ich hoffe, es ist kein Vorwurf. Das wäre komisch. Der volle Terminkalender? Ja, ein bisschen anstrengend, aber wenn die Leute ihn hören wollen, was soll er machen?:)Die Musik von Naidoo als staatstragende Kunst? Das ist ja eine Missverständnis. Ganz im Gegenteil.
    Naidoo ist sehr glaubwürdiger Künstler. Sehr authentisch. Genau – unverwechselbar. Man kann ihm nicht zustimmen, aber man kann ihm Mut, Konsequenz und Unkonventionalität nicht absprechen.

  • 14.06.2010 19:03 Uhr

    von Otto Chili:

    Damit ist er fuer mich endgueltig abgestuerzt

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