• 11.12.2009

Wissenschaftler für Open Access

Freier Zugang zu Forschungsergebnissen

Die Open-Access-Bewegung setzt sich dafür ein, dass wissenschaftliche Publikationen im Internet frei zugänglich sind.von Meike Laaff

  • 11.12.2009 08:25 Uhr

    von TomT:

    Es klingt doch sinnvoll wenn die Freiheit der Lehre nicht durch Budget-Grenzen eingeschränkt wird.

    Zumal im aktuellen Uni-Murks sieht man doch recht deutlich wohin auf kurzfristigen Profit orientierte Geschäftsmodelle in der Wissenschaft hinauslaufen. Ganz abgesehen davon das es mir auch nicht sinnvoll erscheinen will, dass etwas erst verkauft und letztendlich wieder eingekauft werden muß damit die Angehörigen der selben Fakultät es wieder legitim benutzen dürfen.

    Natürlich gibt es sinnvolle Anwendungen für betriebswirtschaftliche Maßgaben - aber eben nicht in jedem Bereich die Selben. Oder sollen wir nur noch erforschen was wir auch direkt verkaufen können?

  • 10.12.2009 19:50 Uhr

    von Liser:

    an die andren Quadratköpfe da draußen noch ne Info:

    für die Veröffentlichung der allermeisten Fachartikel fallen für den Autor Publikationskosten an und die Redaktion incl. Graphiklayout übernimmt der Autor selbstverständlich auch. Trotzdem muss er manchmal bis zu einem Jahr warten, bis der Artikel erscheint.

  • 10.12.2009 19:46 Uhr

    von Liser:

    Hey thquadrat!

    na, schon mal was publiziert in ner wissenschaftlichen Fachzeitschrift? Schon mal ne Dr.Arbeit geschrieben? Schon mal nächtelang Daten analysiert und nach Studienergebnissen gesucht, die dir Licht ins Dunkel bringen? Schon mal versucht, dich für nen wichtigen Vortrag auf einer Fachtagung durch die Lektüre der in diesem Monat erschienenen relevanten Veröffentlichungen vorzubereiten? Überhaupt schon mal in irgendeiner Weise mit Forschungsergebnissen international in Erscheinung getreten?

    Na, wie sieht's aus? Das harte Brot der wissenschaftlichen Arbeit hast du noch nicht gekaut, aber hier die Klappe aufreisen von wegen Marktwert... echt zum lachen!

  • 10.12.2009 19:41 Uhr

    von Ute:

    Leider funktioniert der Link zur Petition im obigen Artikel nicht. Die Petition ist aber auch ganz einfach unter http://www.oapetition.de/ erreichbar.

  • 10.12.2009 18:21 Uhr

    von Holländer:

    @thquadrat: Open Access ist günstiger weil die Monopolprofite der Verlage vom über 30% wegfallen. Ansonsten ist die Prozedere ein wissenschaftliches Artikel zu veröffentlichen genau gleich für beide Zeitschrifttypen.

    Als Steuerzahlen möchte ich nicht, dass mein Geld durch geschlossene Zeitschriften verschwendet wird. Als Wissenschaftler freue ich mich über den viel einfacheren Zugang zu Informationen von Open Access Zeitschriften. Und als Bürger hoffe ich, dass die leichte Zugang zu wissenschaftliche Informationen die Qualität der öffentliche Diskussion verbessert.

  • 10.12.2009 18:19 Uhr

    von Corinna:

    Ich hoffe stark auf Open Access, es macht einfach vieles einfacher. Viele Fachartikel sind mit einem "Obulus" bezahlt oder gehören zum Arbeitsalltag, es bleibt mir ein Rätsel warum diese Diskussions- und Reputationswerke der breiten Öffentlichkeit verschlossen bleiben sollen. Ein Verlag wird durch die Herausgabe von Fachzeitschriften nicht reich.
    Ich würde mir ein breite Diskussion wünschen, die für das Thema sensiblisiert und auch Lösungsvorschläge für Probleme, die OA noch hat (z.B. Datensicherung), hervorbringt.

  • 10.12.2009 16:48 Uhr

    von M. Schmidt:

    Ein lesenswertes Interview mit den Initiator der Petition findet sich auf wisspub.net:

    http://wisspub.net/2009/11/17/open-access-petition/

  • 10.12.2009 15:41 Uhr

    von thquadrat:

    und wer soll den ganzen Publikationsmüll lesen? Google wir die Antwort haben. Früher haben die Selektion Verlage vorgenommen, nun macht es Google der Weltbeglücker, der mir zu meinem illegal fotografierten Beet auch gleich das entsprechende Gärtnerhanbuch sowie die entsprechenden wisssenschaftlichen Studien empfiehlt. Früher dachte man MS sei der Feind. Krake Google ist bedrohlicher, wenn es alles umsonst gibt, nur werbefinanziert, was ist dann, wenn die Werbung einbricht? Open accesss ist auch so ein Traum, da die "doppeltfinanzierten" wisssenschaftler von den Steuergeldern der "einfachfinanzierten" Verlage und deren Mitarbeitern bezahlt werden. Open accsses ist nie preisgünstig, vielleicht billig, weil das Geld anderer Leute verballert wird. Wer wiss. Informationen braucht, soll dafür zahlen, da er mit dem wissen seinen Marktwert steigert (Promotion + 20 TEURO ggü. normalen Studienabsolventen Einstiegsgehalt)

  • 10.12.2009 15:41 Uhr

    von Clemens:

    In der Teilchenphysik ist man in der komfortablen Situation, dass tatsaechlich alle Veroeffentlichungen vor dem Journal auf arxiv.org gestellt werden. Ich stelle mir den Wissenschaftsalltag sehr viel schwieriger vor, wenn man nicht an wichtige Artikel kommt, weil die eigene Forschungsinstitution das Journal nicht abonniert hat. Auf jeden Fall pro open source, ich glaube nicht, dass die Journale daran zugrunde gehen werden. Auch bei uns werden die meisten trotz arxiv abonniert.

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