• 11.01.2009

Wie PR-Strategen Themen platzieren

Die getarnten Zulieferer

Der schmale Grat zwischen PR und Journalismus wird von Strategen genutzt, um Themen in Medien zu lancieren. Ein Erfahrungsberichtvon Georg Schraderhay

  • 19.01.2009 12:13 Uhr

    von Dirk Sanne:

    Genauso geht es ab. Besonders die Fälle, dass sich PR via Anzeige einkauft, nimmt zu... und der Widerstand seitens Verlag und Redaktion ab. Es ist eine sogenannte win-win-Situation (Mission erüllt). Das Presserecht interessiert da niemanden mehr. Denn: Wo kein Kläger, da kein Richter, da kein Henker

  • 15.01.2009 14:01 Uhr

    von Faju:

    Gefällt mir gut.
    Zwei Anmerkungen:
    1. Gleiche Frage wie Marc Pfeil: Warum ändert sich der Autor nach 48 Stunden?
    2.Gefährliches Halbwissen:
    "Man bloggt also in Foren. So, so. Man radelt ja auch im Auto." Ja, ja, die neuen Medien und Ihre Tücken. Köstlich! :D

    Gruß und allen einen schönen Tag.

  • 14.01.2009 19:50 Uhr

    von Marc Pfeil:

    Liebe Redaktion,

    warum ist der Autor den auf einmal Herr Schraderhay? Als der Text am 11.01. online gestellt wurde, war der Autor doch noch Herr Schreiber? Das verstehe ich nicht! Ich bin gespannt auf Ihr Feedback.

    Beste Grüße
    Marc Pfeil

  • 14.01.2009 13:36 Uhr

    von Hanno:

    Also, ich fand den Artikel ganz schön. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die strikte Einhaltung der formalen Kriterien an das, was diejenigen, die das offenbar für sich beanspruchen und für wichtig halten, mit dem diskursmächtigen Prädikat "journalistisch" adeln (so wie man das schön im Grundstudium Publizistik lernt), einen Artikel besser und vor allem "wahrer" (was immer diese "Wahrheit" sein mag) und als Beitrag wertvoller machen. Kann mir natürlich auch vorstellen, das der Artikel die ein oder den anderen kränkt, dessen Identität eng mit PR oder solchen Projekten verbunden ist und deshalb auch ein bißchen von der Sinnhaftigkeit derselben abhängt. Die wird natürlich etwas in Frage gestellt. Aber so schlimm ist das nu auch nich, kann ja nich alles sinnvoll sein.

  • 13.01.2009 10:40 Uhr

    von dem Vermischen von Dichtung und Wahrheit:

    In jedem Satz ist ein Fünkchen Wahrheit drin, kaum eine einzelne Textstelle angreifbar. Und dennoch ist der Beitrag journalistisch nur eins: unsauber.
    Woran liegt's?
    _Trennung von Kommentar und Meinung? Hat wohl weder der Autor etwas von gehört noch die Redaktion darauf geachtet.
    _Benennen von Ursache und Wirkung? Die Verantwortung, was im Blatte steht, liegt beim Redakteur, nicht bei den PR-Schaffenden. Wenn die Arbeitsbedingungen in Redaktionen keinen Qualitätsjournalistmus zulassen, dann ist das ein Problem der Medienschaffenden und der Leser.

    Der Grat zwischen PR und Journalistmus ist im übrigen nich schmal. Denn beides gehört zusammen wie die Straße und das Auto - jeweils mit den eigenen und sehr unterschiedlichen Aufgaben.

  • 13.01.2009 09:50 Uhr

    von Dienstag:

    Ja, so stellt man sich die Arbeit der "PR-Strategen" vor, wie sie in der Überschrift bezeichnet werden. Herrje, sind deren Kunden dumm, jaja, aber so läuft es halt...seufz. Wohlig warm diese Bestätigung der eigenen, auf Halbwissen beruhenden Meinung, einen Mate-Tee drauf! - Mr X hat de facto wohl eher den Alltag eines "prekär freischaffenden Schreiberlings" wie Vorkommentator Herbert aus Bochum beschrieben. Keine Sorge, die Spezies "achtzehn Semester Soziologie mit vier Gewerbescheinen für fünfundzwanzig - seeehr interessante - Projekte" ist zum Glück keine Gefahr für die Gesellschaft. Don´t worry.

  • 13.01.2009 06:32 Uhr

    von Daniela A. Caviglia:

    Treffend geschrieben! Fehlt nur noch ein Mosaiksteinchen: Die Erfolgsstories, die man danach auf denselben oder zusätzlichen Wegen veröffentlicht und die dazu führen, dass einem das nächste Projekt auf dem Silbertablett serviert wird ;-)

  • 12.01.2009 18:35 Uhr

    von Nina:

    Nicht ganz so einfach läuft das. Sie haben die Bestechung der Redaktion vergessen. Da gibt es neue Teile aus dem Showroom und der neuen Kollektion usw. Schon traurig... Beide Seiten profitieren. Nur schade, dass die Leser einfach keine objektiven Artikel mehr bekommen.

  • 12.01.2009 13:05 Uhr

    von gefährliches Halbwissen:

    Man bloggt also in Foren. So, so. Man radelt ja auch im Auto.

  • 11.01.2009 23:36 Uhr

    von Sonntag:

    Wer so schreibt wie Herr Schreiber wird als Journalist nie auf einen grünen Zweig kommen.

    Bisschen mehr professioneller Abstand statt Affektabfuhr hätte dem Artikel und seiner Sache gut getan.
    Nix für ungut - nur ein guter Rate eines genervten Lesers.

  • 11.01.2009 22:12 Uhr

    von herbert aus bochum:

    aus insidersicht eines ebenso prekär freischaffenden schreiberlings: genauso läufts! und da alle beteiligten profitieren, wird das auch keiner ändern.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder