• 22.09.2009

Wettbewerb der Bestatter

Wirb oder stirb

Premium-Begräbnis oder Discount-Urne? Auch der Tod muss besser vermarktet werden denken sich die Bestatter und wagen einen Spagat zwischen Humor und Pietät.von Sebastian Erb

  • 23.09.2009 12:00 Uhr

    von Gerd:

    Auf jeden Fall muss eine Bestattung immer würdig sein, egal ob jemand arm oder reich war.
    Nur rate ich zur Vorsicht bei "Discount-Geschichten".
    Wer darüber mehr wissen will sollte das Buch von Michael Schomers lesen... Tödliche Geschäfte...

    Ich halte gute Werbung für legitim, und ich meine dass für eine gute Arbeit auch ruhig geworben werden kann.
    Letztendlich wird es Zeit, dass der Tod wieder zum Leben gehört, und die Verstorbenen nicht entsorgt, sondern in Würde bestattet werden.

  • 23.09.2009 11:29 Uhr

    von hto:

    Der WETTBEWERB, um das "Recht des Stärkeren", der nun "freiheitlichen" Marktwirtschaft, ist URSACHE ALLER PROBLEME - unbekannter Anthropologe: "Als der Mensch anfing seine Toten zu bestatten, wurde er zum Mensch." Zusatz von mir: Als er anfing auch daraus ein Geschäft zu machen, war seine weitere Entwicklung für den Arsch.

  • 22.09.2009 16:16 Uhr

    von Anne Jansen:

    Der Wunsch der Bestatter nach ansprechender und gleichzeitig würdevoller Werbung ist gerechtfertigt. Der Preiskampf tobt. Billigsärge aus dem Osten, Wegfall der Sterbeversicherung und immer mehr Menschen, die in Armut sterben. Den Toten ist die Beerdigung gleich. Für die Lebenden ist sie überlebenswichtig.

    Eine schöne Beerdigung muss nicht teuer sein, sondern persönlich. Sie muss mitten im Leben stattfinden. Denn je schöner und positiver die Abschiedsfeier, desto besser und schneller kann der Tod und die verlorene Liebe verarbeitet werden. Nicht verarbeitete Trauer führt langfristig häufig zu psychosomatischen Störungen. Und diese machen Menschen krank. Das Sterbegeld abzuschaffen war eine kurzfristig gesehene und dumme Lösung der Krankenkassen.

    Bei den Bestattern gibt es konservative und progressive. Beide haben ihre Berechtigung und viele zufriedene Kunden. Die Lebenden sollten die finden, die die das letzte Finale so gestalten, wie das Leben des Verstorbenen war. Und wenn es mit Akkordeonspielen und Wodka trinken sein soll - bitte sehr. Vieles ist möglich.

  • 22.09.2009 15:10 Uhr

    von Codiana:

    Das mag für die Bestatter Branche zwar hart klingen aber ich wüsste nicht warum wir bzw unsere Verwandten für uns ein Luxus Grab kaufen sollten. Das Geld gehört den Lebenden und das man nach seinem Tod die Verwandtschaft in die Schuldenfalle treibt nur der Entsorgung meines Körpers wegen fällt völlig aus.

    Ich bin der Meinung das ich kein Grab brauche damit die paar Leute die wirklich meiner Gedenken, dort trauern können.

    Wenn ich eines Tages sterbe möchte ich eine Discounter-Verbrennung mit anschliessendem Asche verstreuen wo es erlaubt ist (Wald oder Meer).

    Es wird zeit das diese überteuerten Maden-Züchter das gleiche Schicksal ereilt was mich bereits zu lebzeiten heimgesucht hat. Lohndumping und magere Lohntüte trotz Qualifitkationen.

    Leidet Bestatter!

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