Die Bremer schonen sich fürs Rückspiel gegen Hamburg im Uefa-Pokal. Köln darf sich freuen über den geschenkten Klassenerhalt.von DANIEL THEWELEIT

Selige Kölner: Sind nun so gut wie sicher vor dem Abstieg. Bild: dpa
KÖLN taz | Es ist ein seltsamer Rhythmus, in dem die Fußballer von Werder Bremen in diesem Frühjahr ihrer Arbeit nachgehen. Werktags tragen sie große Duelle aus und am Wochenende spazieren sie dann locker durch die Stadien der Bundesliga.
Ergebnis: 1:0 (0:0)
1. FC Köln: Mondragón - Brecko, McKenna, Mohamad, Womé - Matip, Pezzoni - Sanou (84. Brosinski), Vucicevic (90. Boateng), Ehret (87. Yalcin) - Novakovic
Werder Bremen: Wiese - Prödl (46. Harnik), Mertesacker, Naldo, Boenisch - Baumann - Niemeyer (72. Perthel), Vranjes (22. Fritz) - Tziolis - Pizarro, Rosenberg
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Zuschauer: 50 000 (ausverkauft)
Tor: 1:0 Novakovic (61.)
Gelbe Karten: - / Boenisch (5), Fritz (5), Prödl (4)
Beste Spieler: Vucicevic, Novakovic / Mertesacker, Baumann
Die 1:0-Niederlage beim 1. FC Köln war kaum mehr als ein gemütlicher Frühlingsausflug an den schönen Rhein. Der gestresste Diego war gar nicht erst mitgereist, und die übrigen Bremer flanierten locker durch das sonnige Stadion in Köln-Müngersdorf.
Zunächst reichte das sogar für eine deutliche Überlegenheit gegen die schwachen Gastgeber. Gleich nach 11 Minuten liefen Markus Rosenberg und Alexandros Tziolis frei auf das Kölner Tor zu, doch der Schwede verpasste das Abspiel und schob den Ball am Tor vorbei.
Es blieb lange die beste Bremer Chance, während die Kölner erst nach 51 Minuten richtig gefährlich wurden. Milivoje Novakovic schob den Ball unbedrängt aus 12 Metern am Tor vorbei.
Zehn Minuten später machte der Slowene es besser und traf nach Zuspiel von Vucicevic aus kurzer Distanz zum 1 : 0. Werder hatte kaum noch etwas entgegen zu setzen, am Ende war der Sieg verdient.
Die Kölner können sich auf ein weiteres Jahr Bundesliga freuen, denn nun sind sie so gut wie sicher durch. Neun Punkte trennen sie vom Platz 16 - bei nur noch vier Spieltagen. Die Bremer haben genug Energie gespart, um am Donnerstag wieder ihr hübscheres Unter-der-Woche-Gesicht zu zeigen.
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