In Porto Alegre wird der Diskurs über die "Commons" zum globalisierungskritischen Mainstream. Zwischen Markt und Staat soll sie zur dritten Alternative werden.von Gerhard Dilger
@michey: Ich denke, das wird dem Begriff Commons nicht gerecht. Das klassische Beispiel der Commons ist ja der Gemeindeacker, der gemeinschaftlich verwaltet wird. Wie soll der "kopierbar" sein? Das verstehe ich nicht!?
Hier der Direktlink zu dem Text, auf den ich unten angepriesen habe, da Keimform.de momentan scheinbar offline ist: http://www.denknetz-online.ch/IMG/pdf/Denknetz_Infobrief_14._Die_Debatte_um_Commons.pdf
Das ist eine recht neutrale Übersicht und es ist auch die Kritik aus linker Sicht enthalten, dass Commons "Steigbügelhalter des Kapitalismus" sein könnten, was wohl auch Schattenfels so ungefähr sagen wollte, allerdings in völliger Unkenntnis der Thematik...
30.01.2012 13:17 Uhr
von michey:
Allein durch Konzepte zur Nutzung von Ressourcen werden meiner Ansicht nach Ressourcen nicht zu Commons. Ein wesentlicher Aspekt dafür, das aus Ressourcen Commons werden ist, dass sie möglichst leicht kopierbar bzw. nachbaubar sind. Die Frage nach der Kopierbarkeit hebt meiner Ansicht nach den Begriff der Commons vom Begriff der Gemeingüter ab. Deshalb würde ich Commons wie folgt definieren: "Commons sind Ressourcen, die zum Zweck der Verringerung des Aufwandes für Erschaffung und Unterhalt als Gemeinschaftsgüter ausgelegt sind und die gleichzeitig allgemein leicht kopiert werden können."
30.01.2012 11:25 Uhr
von musikdieb:
@Schattenfels: Mangelde Bildung in ökonomischen Dingen und ordnungspolitische Verwirrtheit unterstelle ich nach diesem dämlichen Kommentar erstmal vor allem dir. Als Kapitalist kann man außerdem noch viel besser leben, wenn sich die unteren Klassen selber zerfleischen.
Was haben die Commons mit Guy Fawkes zu tun? Wie bitteschön kommst du auf die Idee, dass sie irgendwas mit "umbenannter Sozialdemokratie" zu tun haben? Staatliche Schulen, ÖPNV, GKV etc. sind KEINE Commons. Informiere dich erstmal, bevor du dich lächerlich machst.
Ein guter Einstieg in die Thematik ist hier zu finden: http://keimform.de/2011/die-debatte-um-commons-und-gemeingueter/
29.01.2012 19:04 Uhr
von Schattenfels:
"Bei der offenkundigen Konzeptlosigkeit der Gegenseite haben wir gute Aussichten, unsere Vorstellungen auf bald breiter Ebene bekannt zu machen."
Aber auf eine gemeinsame Erklärung können sich selbst nicht einigen, die Angehörigen "horizontaler Netzwerke". Die mangelde Bildung in ökonomischen Dingen, die daraus resultierende ordnungspolitische Verwirrtheit und die Uneinigkeit in den Konzepten lässt den globalen Kritiker-Jet-Set als Papiertiger erscheinen. Die Idee der "commons" (klingt so neu und toll, nicht wahr?) ist nichts weiter als umbenannte Sozialdemokratie: staatliche Schulen, ÖPNV, GKV etc. Mit solchen "Revoluzzern" kann man als Kapitalist gut leben. Kauft weiterhin Trommeln, Guy Fawkes-Masken und nachhaltige Flugtickets nach Südamerika, liebe Kinder der Bourgeoisie.
29.01.2012 19:01 Uhr
von musikdieb:
Bravo TAZ! Erst der Artikel über "Superreiche in der Krise" und jetzt das! Es gibt ja doch noch Hoffnung! Weiter so!
Hier übrigens Silke Helfrichs Commons-Blog: http://commonsblog.wordpress.com/
29.01.2012 17:56 Uhr
von StefanP.:
Schwellenländer wie Südafrika, China, Indien oder Brasilien treten schon seit längerem äußerst selbstbewusst und vom Westen unabhängig auf. Vor allem bei außenpolitischen Sachverhalten agieren die Schwellenländer vollständig selbstbestimmt: http://wp.me/pNjq9-3uL. Der Westen sollte diese Chance ergreifen und mehr Zugeständnisse einräumen!
Leserkommentare
30.01.2012 15:19 Uhr
von musikdieb:
@michey: Ich denke, das wird dem Begriff Commons nicht gerecht. Das klassische Beispiel der Commons ist ja der Gemeindeacker, der gemeinschaftlich verwaltet wird. Wie soll der "kopierbar" sein? Das verstehe ich nicht!?
Hier der Direktlink zu dem Text, auf den ich unten angepriesen habe, da Keimform.de momentan scheinbar offline ist: http://www.denknetz-online.ch/IMG/pdf/Denknetz_Infobrief_14._Die_Debatte_um_Commons.pdf
Das ist eine recht neutrale Übersicht und es ist auch die Kritik aus linker Sicht enthalten, dass Commons "Steigbügelhalter des Kapitalismus" sein könnten, was wohl auch Schattenfels so ungefähr sagen wollte, allerdings in völliger Unkenntnis der Thematik...
30.01.2012 13:17 Uhr
von michey:
Allein durch Konzepte zur Nutzung von Ressourcen werden meiner Ansicht nach Ressourcen nicht zu Commons. Ein wesentlicher Aspekt dafür, das aus Ressourcen Commons werden ist, dass sie möglichst leicht kopierbar bzw. nachbaubar sind. Die Frage nach der Kopierbarkeit hebt meiner Ansicht nach den Begriff der Commons vom Begriff der Gemeingüter ab. Deshalb würde ich Commons wie folgt definieren:
"Commons sind Ressourcen, die zum Zweck der Verringerung des Aufwandes für Erschaffung und Unterhalt als Gemeinschaftsgüter ausgelegt sind und die gleichzeitig allgemein leicht kopiert werden können."
30.01.2012 11:25 Uhr
von musikdieb:
@Schattenfels: Mangelde Bildung in ökonomischen Dingen und ordnungspolitische Verwirrtheit unterstelle ich nach diesem dämlichen Kommentar erstmal vor allem dir. Als Kapitalist kann man außerdem noch viel besser leben, wenn sich die unteren Klassen selber zerfleischen.
Was haben die Commons mit Guy Fawkes zu tun? Wie bitteschön kommst du auf die Idee, dass sie irgendwas mit "umbenannter Sozialdemokratie" zu tun haben? Staatliche Schulen, ÖPNV, GKV etc. sind KEINE Commons. Informiere dich erstmal, bevor du dich lächerlich machst.
Ein guter Einstieg in die Thematik ist hier zu finden: http://keimform.de/2011/die-debatte-um-commons-und-gemeingueter/
29.01.2012 19:04 Uhr
von Schattenfels:
"Bei der offenkundigen Konzeptlosigkeit der Gegenseite haben wir gute Aussichten, unsere Vorstellungen auf bald breiter Ebene bekannt zu machen."
Aber auf eine gemeinsame Erklärung können sich selbst nicht einigen, die Angehörigen "horizontaler Netzwerke".
Die mangelde Bildung in ökonomischen Dingen, die daraus resultierende ordnungspolitische Verwirrtheit und die Uneinigkeit in den Konzepten lässt den globalen Kritiker-Jet-Set als Papiertiger erscheinen. Die Idee der "commons" (klingt so neu und toll, nicht wahr?) ist nichts weiter als umbenannte Sozialdemokratie: staatliche Schulen, ÖPNV, GKV etc. Mit solchen "Revoluzzern" kann man als Kapitalist gut leben. Kauft weiterhin Trommeln, Guy Fawkes-Masken und nachhaltige Flugtickets nach Südamerika, liebe Kinder der Bourgeoisie.
29.01.2012 19:01 Uhr
von musikdieb:
Bravo TAZ! Erst der Artikel über "Superreiche in der Krise" und jetzt das! Es gibt ja doch noch Hoffnung! Weiter so!
Hier übrigens Silke Helfrichs Commons-Blog: http://commonsblog.wordpress.com/
29.01.2012 17:56 Uhr
von StefanP.:
Schwellenländer wie Südafrika, China, Indien oder Brasilien treten schon seit längerem äußerst selbstbewusst und vom Westen unabhängig auf. Vor allem bei außenpolitischen Sachverhalten agieren die Schwellenländer vollständig selbstbestimmt: http://wp.me/pNjq9-3uL. Der Westen sollte diese Chance ergreifen und mehr Zugeständnisse einräumen!