Niemand ist überrascht, als Präsident Kabila nach mehrfacher Verschiebung zum Wahlsieger ausgerufen wird. Die Opposition hat zum Massenprotest mobilisiert.von Simone Schlindwein
Lieber Herr Leinen, es würde mich ja wirklich mal interessieren, ob ihr Beitrag satirisch gemeint ist oder ob Sie gar ernsthaft von ihren eigenen Worten überzeugt sind.
Dann müssen Sie aber schon sehr katholisch sein, um nicht zu merken, was hier wirklich vorgeht. Oder um es mal so zu sagen: Es gibt auch in der DRC Menschen, die einfach nicht warten können, bis die Schildkröte den ganzen Kontinent überquert hat, weil sie tagtäglich den hier herrschenden Widrigkeiten ausgesetzt sind und immer wieder jeder Hoffnung beraubt werden. Und das jede Stimme zählt in Kinshasa - diese Behauptung ist doch purer Hohn, das kann schon nicht mehr als Satire durchgehen.
09.12.2011 23:14 Uhr
von Dante:
Hat wirklich jemand geglaubt, dass Kabila die Wahlen nicht gewinnen würde?? Auf Congomikili.com wurde schon längst über Schiebung und Ungereimheiten vor der Wahlen berichtet. Die kongolesische Diaspora in Südafrika berichtete u.a. von bereits ausgefüllten Kabila-Wahlzetteln in den entsprechenden Wahlurnen. Kabila genoss schon seit längerer Zeit über keinerlei Sympathie mehr in der kongolesischen Bevölkerung, das Land steht ökonomisch schlimmer da als 2006, die Lebensumstände vor allem in Ostkongo wurden nicht signifikant gebessert. Es hat sich während seiner 5 jährigen Regierungsperiode kaum was geändert. Wie ist es denn möglich trotzdem 48% der Wahlergebnisse einzuheimsen??? Ich befürchte, dass sich das "ivoirische Szenario" auch hier stattfinden wird. Kinshasa wird bald brennen..
09.12.2011 19:32 Uhr
von 1-Gaou:
Ach bei Kabila hat die TAZ jetzt bemerkt, dass bei der Wahl nicht alles mit den rechten Dingen zuging? "Es sind nicht viele, die den Sieg des Präsidenten feiern. Das Stadtzentrum von Kinshasa wirkt nach der Verkündung wie ausgestorben." In der Cote d'Ivoire hat auch kein Mensch gejubelt, außer den bewaffneten Banden, Milizen und dem Terrorkommando "Invisible" - wohl aber D. Johnson und die TAZ! (www.ivoireleaks.de) Faire Wahlen in Burkina Faso?? (da sitzt seit 24 Jahren Sankara-Killer Blaise Compaore und gewinnt mit Billigung des "Westens" jede Wahl mit ca. 90% (laut TAZ-Johnson hat er sich zum Demokraten gewandelt), faire Wahl in Liberia? Sirleaf ist "demokratisch gewählt mit 38% Wahlbeteiligung, weil der gegenkandidat die Wahl gleich boykottiert hat, da er wußte (war selbst früher bei der UNO), dass wie immer gefälscht werden wird! Und nun Kabila Wahlsieger??? Wurde ja schon vorher mit Sarkozy ausgehandelt (wahrscheinlich eggen entsprechenden Geldkoffer für den Wahlkampf desselben nächstes Jahr in frankreich - da sind ja schon so einige Koffer bei ihm angekommen - u.a. auch von Ghadafi, da hat Sarkozy keine Skrupel!)
09.12.2011 17:51 Uhr
von Wolfgang Leinen Konga:
Herzlichen Glückwunsch Kongo! Ihr habt es wieder geschafft - und diesmal weitgehend aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln. Das Wunder von 2006 hat sich wiederholt. Weiter so!Totsua! Einen langen Weg geht man mit den "pas de tortue","makolo ya koba", wie man bei uns im Equateur sagt: Schritt für Schritt kommt die Schildkröte an, vor allem wenn es durch den Dschungel geht. Es freut mich, dass auch die letzten Stimmen aus dem tiefsten Regenwald eingesammelt wurden und in Kinshasa ihr Gewicht haben.Jede Stimme zählt, jeder Kongolese. Jetzt muss man wieder damit umgehen, dass der eigene Kandidat nicht gewonnen hat, bzw. mit denen, die verloren haben. Ein neuer Reifetest. Ich bin sicher: die kongolesische Demokratie wird langsam erwachsen, auch wenn sie noch mächtig rumpelt und bisweilen pubertäre Züge zeigt. Boboto,Esengo,Bolingo. Tokende.
Leserkommentare
10.12.2011 09:22 Uhr
von sonja:
Lieber Herr Leinen,
es würde mich ja wirklich mal interessieren, ob ihr Beitrag satirisch gemeint ist oder ob Sie gar ernsthaft von ihren eigenen Worten überzeugt sind.
Dann müssen Sie aber schon sehr katholisch sein, um nicht zu merken, was hier wirklich vorgeht.
Oder um es mal so zu sagen: Es gibt auch in der DRC Menschen, die einfach nicht warten können, bis die Schildkröte den ganzen Kontinent überquert hat, weil sie tagtäglich den hier herrschenden Widrigkeiten ausgesetzt sind und immer wieder jeder Hoffnung beraubt werden.
Und das jede Stimme zählt in Kinshasa - diese Behauptung ist doch purer Hohn, das kann schon nicht mehr als Satire durchgehen.
09.12.2011 23:14 Uhr
von Dante:
Hat wirklich jemand geglaubt, dass Kabila die Wahlen nicht gewinnen würde??
Auf Congomikili.com wurde schon längst über Schiebung und Ungereimheiten vor der Wahlen berichtet. Die kongolesische Diaspora in Südafrika berichtete u.a. von bereits ausgefüllten Kabila-Wahlzetteln in den entsprechenden Wahlurnen. Kabila genoss schon seit längerer Zeit über keinerlei Sympathie mehr in der kongolesischen Bevölkerung, das Land steht ökonomisch schlimmer da als 2006, die Lebensumstände vor allem in Ostkongo wurden nicht signifikant gebessert. Es hat sich während seiner 5 jährigen Regierungsperiode kaum was geändert. Wie ist es denn möglich trotzdem 48% der Wahlergebnisse einzuheimsen??? Ich befürchte, dass sich das "ivoirische Szenario" auch hier stattfinden wird. Kinshasa wird bald brennen..
09.12.2011 19:32 Uhr
von 1-Gaou:
Ach bei Kabila hat die TAZ jetzt bemerkt, dass bei der Wahl nicht alles mit den rechten Dingen zuging? "Es sind nicht viele, die den Sieg des Präsidenten feiern. Das Stadtzentrum von Kinshasa wirkt nach der Verkündung wie ausgestorben." In der Cote d'Ivoire hat auch kein Mensch gejubelt, außer den bewaffneten Banden, Milizen und dem Terrorkommando "Invisible" - wohl aber D. Johnson und die TAZ! (www.ivoireleaks.de) Faire Wahlen in Burkina Faso?? (da sitzt seit 24 Jahren Sankara-Killer Blaise Compaore und gewinnt mit Billigung des "Westens" jede Wahl mit ca. 90% (laut TAZ-Johnson hat er sich zum Demokraten gewandelt), faire Wahl in Liberia? Sirleaf ist "demokratisch gewählt mit 38% Wahlbeteiligung, weil der gegenkandidat die Wahl gleich boykottiert hat, da er wußte (war selbst früher bei der UNO), dass wie immer gefälscht werden wird! Und nun Kabila Wahlsieger??? Wurde ja schon vorher mit Sarkozy ausgehandelt (wahrscheinlich eggen entsprechenden Geldkoffer für den Wahlkampf desselben nächstes Jahr in frankreich - da sind ja schon so einige Koffer bei ihm angekommen - u.a. auch von Ghadafi, da hat Sarkozy keine Skrupel!)
09.12.2011 17:51 Uhr
von Wolfgang Leinen Konga:
Herzlichen Glückwunsch Kongo! Ihr habt es wieder geschafft - und diesmal weitgehend aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln. Das Wunder von 2006 hat sich wiederholt. Weiter so!Totsua! Einen langen Weg geht man mit den "pas de tortue","makolo ya koba", wie man bei uns im Equateur sagt: Schritt für Schritt kommt die Schildkröte an, vor allem wenn es durch den Dschungel geht. Es freut mich, dass auch die letzten Stimmen aus dem tiefsten Regenwald eingesammelt wurden und in Kinshasa ihr Gewicht haben.Jede Stimme zählt, jeder Kongolese. Jetzt muss man wieder damit umgehen, dass der eigene Kandidat nicht gewonnen hat, bzw. mit denen, die verloren haben. Ein neuer Reifetest. Ich bin sicher: die kongolesische Demokratie wird langsam erwachsen, auch wenn sie noch mächtig rumpelt und bisweilen pubertäre Züge zeigt. Boboto,Esengo,Bolingo. Tokende.