• 14.03.2009

Waffenmesse in Nürnberg

Genug der Einkehr

Prima Stimmung trotz Amoklauf. Die Schusswaffenhersteller lassen sich das Feiern nicht verbieten. Ein Rundgang auf der weltweit größten Waffenmesse in Nürnberg.von Bernhard Hübner

  • 07.04.2009 22:55 Uhr

    von unwichtig:

    jaja..die politiker und die waffenlobby..bei ersteren traut sich kaum einer etwas gegen solche veranstaltungen zu unternehmen und bei den waffennarren freut man sich über die eigene macht über die politik..

  • 25.03.2009 09:59 Uhr

    von Unknown:

    Findes es persönlich auch ziemlich krass, das ein Counter Strike Tounier in Stuttgart verboten wird und ne Waffenmesse weiter stattfindet. Neben der Waffenmese hätten wir da noch:

    05.4. Schießsportseminar Großkaliberpistole/-revolver in Stuttgart
    19.4. 51. Landesschützentag (Esslingen)

    Unglaublich. Nicht Computerspiele sondern Waffen töten Menschen!

  • 24.03.2009 13:21 Uhr

    von Huibuh:

    Schön, mal wieder taz zu lesen, herzlich erfrischend diese Polemik....

  • 24.03.2009 08:55 Uhr

    von Lieber anonym:

    In Stuttgart wurde gerade eine Session für Computerspieler verboten, weil sie a) Counter Strike spielen wollten und b) sich angeblich weigerten, eine Schweigeminute zu veranstalten. Man fragt sich da schon, was der Unsinn soll? Was haben Waffenmessen und Events für Computerspieler mit dem Amoklauf zu tun? Nichts. Es werden doch auch nicht alle Autofahrer in Sippenhaft genommen, wenn mal wieder ein Autofahrer eine Amokfahrt unternimmt?

  • 16.03.2009 09:55 Uhr

    von Stephan Cornelius:

    Wirklich ärgerlich dieser Amok-Lauf, ich als Wenig-Fernsehkonsument freut sich normalerweise auf die Ausschnitte von Schmidt&Pocher auf youtube, da muss man erfahren, dass diese Sendung aus den bekannten Gründen nicht stattfindet...
    Ein etwas zynischer Vergleich: Am gleichen Tag sind statistisch fast genauso viele Menschen durch den Straßenverkehr umgekommen, werden Automobilmessen jetzt auch so kritisch behandelt? Bei solchen Ereignissen wäre Nicht-Beachtung durch die Medien gut, eine kleine Meldung in der Tageszeitung, das war´s.

  • 15.03.2009 18:43 Uhr

    von Sam:

    Traurig, dass Tötungsgeräte so verherrlicht werden. Ob es auf einer Messe für elektrische Stühle auch so lustig hergehen würde?

    Wobei er mit einer Sache recht hat: Bei Amok-Läufen sind nicht die Waffen die Ursache - das Problem ist ein gesellschaftliches.

  • 15.03.2009 09:58 Uhr

    von Karl:

    Ein wenig pietätlos ist eine kommerzielle Veranstaltung vor diesem Hintergrund schon.

    Davon ab, so langsam ist es mal Zeit mit der wirklichkeitsfremden Mystifizierung von Schusswaffen zu brechen und etwas rationaler damit umzugehen. Weder "toll, toll" noch "böse,böse" -Positionen werden der Problematik gerecht. Einen Realitätsbezug haben beide Seiten eher nicht. Verbotsreflexe sind genauso wenig erfolgversprechend (s. PKS) wie ein unüberlegtes Weitermachen bei dem ein solches soziales Desaster zu lange unbemerkt bleiben konnte.

    Bemerkenswert ist die Tatsache das in D solche Vorfäller erst seit ca 20 Jahren gehäuft auftreten. In einem Klima immer weitergehender Überwachung verschiedenster Gesellschftsbereiche, permanenter Gesetztesverschärfungen und Medienzensurversuche.

    Was hat sich wirklich geändert und ist die Häufung an solchen Amok-Lagen überhaupt monokausal erklärbar?


    Glück auf!

    Karl

  • 14.03.2009 22:42 Uhr

    von K. Winkler:

    "[...]Fernsehsender streichen eilig Comedysendungen aus ihrem Programm."
    Klar, der sog. "Amokläufer" (wieder wird eine geplante Tat als Amok bezeichnet, vorbei an jeder sachlichen Definition, aber dies nur am Rande...)hat sicher zu viele Comedysendungen konsumiert, Humor ist gemeingefählich, verordnete gesamtgesellschaftliche Pietät schön und gut, aber daß zuviel Frohsinn agressiv mache habe ich noch nie gehört. Sinn- und pietätvoller wäre der Verzicht auf Ausstrahlung von/ Werbung für gewaltverherrlichende (Action-)Filme bzw. -Computerspiele um der Tat und ihrer Opfer zu gedenken.

  • 14.03.2009 15:59 Uhr

    von E. Stahlberg:

    Toller Artikel: alle Schuld der Waffenindustrie. Nur eine Frage: Welches Blatt oder welcher TV-Sender hat deswegen sein Programm geändert?

  • 14.03.2009 14:29 Uhr

    von Dr. Ohnemoos:

    Leider ein Artikel auf unterstem Boulevard-Niveau.

    Warum sollte die Leute auf der Waffenmesse auch in Sack und Asche gehen ? Nein, es ist vielmehr gut zu sehen, dass manche Leute besonnen bleiben und nicht in die seit Jahren geschürte Antiwaffenhysterie und Trauerheuchelei mit einstimmen.

    Wenn jemand mit einem Mercedes zehn Leute plattfährt, kommt ja auch niemand auf die Idee, Automessen zu verbieten oder Mahnwachen vor dem Mercedes Benz-Gebäude zu veranstalten. Ja, es würde wahrscheinlich nicht einmal erwähnt, welches Auto der Täter fuhr.
    Obwohl der Fall doch derselbe ist.

    Viele Grüße

    Dr. O,








  • 14.03.2009 13:24 Uhr

    von Timm:

    Mit Pistolen kann man nicht jagen - sie haben nur einen Zweck.

  • 14.03.2009 12:26 Uhr

    von Horst Huege:

    Wie pervers muss man eigentlich sein um Mordwaffen als Sportgeräte zu bezeichnen ? Waffen haben ausschließlich einen einzigen Zweck nämlich Menschen oder Tiere zu töten. Wenn der Staat das Gewaltmonopol für sich reklamiert, wird es allerhöchste Zeit, dass er die Waffen aus den Privathaushalten einsammelt.

  • 14.03.2009 12:20 Uhr

    von Stephan Cornelius:

    Warum gleich so hektisch? Hätte man nicht einen schönen investigativen Beitrag erstellen können, indem man sich - wie auch immer - als akkreditierter Journalist der einschlägigen Waffenmagazine ausgegeben hätte?
    Bei allem Verständnis für den Unmut über die Waffenindustrie,Waffen töten ebenso wie Computerspiele keine Menschen, sondern es sind immer noch Menschen, die Menschen töten. Dennoch kan man darüber nachdneken, welchen Sinn es in einem Rechtsstaat mit dem beim Staat liegenden Gewaltmonopol macht, Waffen in die Hände von Zivilbürger zu geben?!? Wer Schießen lernen öchte, solltezur Bundeswehr gehen und dort staatlich legitimiert von Schusswaffen Gebrauch machen.

  • 14.03.2009 07:46 Uhr

    von wanja:

    BILD Leser und CDU/CSU Wähler, die am Stammtisch über Verbote von PC-Spielen schwadronieren, waren sicher auch dort.

    Denn mit den Dingern kann man ja so richtig auf Katzen, Füchse, Vögel und andere empfindungsfähige Lebewesen schießen, nicht nur fiktiv am Bildschirm, nein, mit echten Schmerzen und Qualen dieser Tiere (meistens sind sie ja nicht sofort tot).

    "Wir stehen fest auf dem Boden der Werte des christlichen Abendlandes. Hurra!" [frei erfundenes Zitat]

  • 14.03.2009 02:48 Uhr

    von Jemand:

    Auch wenn es derzeit nicht populär erscheint sollte man aufhören Waffen generell zu verteufeln.
    Nicht die Waffe tötet, es ist immer die Hand. Jetzt ist es einfach für Medien und Journallie mit dem Finger auf die Waffen zu zeigen aber die Taz sollte sich nicht an dieser billigen Hetzjagd beteiligen.

    Wir haben bereits ein ausreichend strenges Waffengesetz und die überwiegende Zahl der legalen Waffenbesitzer geht verantwortungsvoll damit um.

  • 14.03.2009 02:01 Uhr

    von willy:

    Ganz Deutschland trauert angeblich wegen der Toten in Schwaben und die Waffenindustrie feiert fröhliche Urständ!
    Aber die "Killerspiele", was immer das auch sein mag, sollen verboten werden! So gestern Abend ein unkommentierte Verlautbarung im GEZ-finanzierten Rundfunk DLF. Sorry, für Propaganda zahl ich ich doch nicht! Sollen doch die Lobby-Heinis für ihre Propaganda in den ÖR die GEZ bezahlen!

  • 14.03.2009 01:04 Uhr

    von vic:

    Die BRD ist permanent gefährdet, und muss von der Bundeswehr schon im Innern verteidigt werden. Sagt Innenminister Schäuble.
    Das gegenwärtige Schusswaffengesetz ist vollkommen ausreichend.
    Sagt Innenminister Schäuble.
    Gerade rechtzeitig findet die Waffenmesse statt, um den jungen Sportfreunden in Erinnerung zu rufen, dass diese nicht mit ausländischem Zeug zu schießen haben, sondern sich künftig gefälligst an einheimische Produkte zu halten haben.
    Schließlich gehören wir zu den besten in der Branche...
    Eine Frage hätte ich noch.
    Weshalb gibt es eigentlich keine Drogenmesse?

  • 13.03.2009 20:33 Uhr

    von Leonhard Webersinke:

    Waffen gehören weder auf Messen (an sich schon perverse Veranstaltungen) noch in Privathände. Grundloses Freizeitschießen ist kein ehrenwertes Hobby, sondern ein pathologisches Symptom. Der Geisteszustand von Menschen, die Waffen als so genannte Sportgeräte kaufen, ist schon auf Grund dieser bedenklich-gefährlichen Einstellung als krank zu beurteilen. Und genau diese Leute dürfen sich dann nach aktuellem Recht alle 6 Monate ein neues Mordgerät kaufen? Warum werden Waffenlobbyisten von der Politik mehr geschützt als unsere Kinder vor den Waffen? Schützenvereine oder tote ABC-Schützen? Dass im Frieden Kinder und Jugendliche durch Geschosse zu Tode kommen, ist so entsetzlich, dass es aus rein menschlichen Gründen keine Alternative zum sofortigen Totalverbot von Waffen in Privatbesitz gibt! Wer etwas anderes erzählt, sollte sich ganz schnell von der politischen Bühne oder jedem anderen Podium verziehen, dass er gerade unter seinen Füßen hat! So wahr ihm Gott helfe!

  • 13.03.2009 19:44 Uhr

    von Bäckerfaust:

    Waffen sind Werkzeuge. Stimmt, allerdings mit nur einem sehr geschränkten Zweck! Töten.

    Solange Waffenhersteller sich derart präsentieren dürfen ist jeder Seitenhieb auf "Killer-/Baller-/Gewaltspiele" einfach lächerlich.

    Wieviele Menschen sterben durch Mäus, Tastaturen und Pixel jährlich (im Vergleich mit Schusswaffen, Alkohol, Rauchen, Autos.........)?

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