• 15.11.2012

WM-Vorbereitung in Brasilien

Soziale Säuberung für reiche Fans

Für die WM 2014 wurden in Brasilien viele Armenviertel geräumt. Das nächste Opfer: Rios Indianermuseum. Es soll dem neuen Maracanã-Stadion weichen. von Andreas Behn

  • 22.11.2012 04:20 Uhr

    von zensiert:

    ist fifa nun ein fußballverband oder eine firma?
    was zum teufel haben auflagen, wer wo werbung macht und in was für einem umkreis um stadien wer was verkauft mit fußball zu tun?!

    reichlich makaber, dass ein ereignis, welches die menschen eigentlich friedlich zusammenbringen sollte, so viel faden beigeschmack behält und soviel negative nachrichten verbreitet...

  • 18.11.2012 04:59 Uhr

    von valeria:

    In Brasilien haben manche von "unten" heute mehr Moeglichkeiten als in BRD oder USA: Ein (pech) schwarzer Junge wird Laufbote in einer Zeitung (Correo Brasiliense, Brasilia), studiert Jura, beginnt einer Karriere im Auswaertigen Dienst. Wird Diplomat in Brasiliens Botschaften in EU. Studiert noch einmal in Frankreich. Spricht 5 Sprachen - auch das Deutsch. Heute is JOAQUIM BARBOSA der Praesident der Bundesgerichtes Brasiliens. Ein Maedchen in der Rio Favela "Rocinha" sammelte Altpapier mit ihrer Familie. Heute ist die Chemikerin GRACA FOSTER - die Vorsitzende des Verwaltungsrates von PETROBRAS (3. Oelgesellschaft der Welt). Ein Maedchen zapfte Gummi im Amazonaswald, arbeitete spaeter als Dienstmaedchen im einer Stadt im Hinterland, studiert, promoviert in Soziologie. Wird Ministerin in der Bundesregierung - MARINA DA SILVA (leider durch wechselhafte ideologische und religioese Orientierung nun nicht mehr ernsthaft angesehen).---- "Only in Brazil!"

  • 16.11.2012 05:25 Uhr

    von jan z. volens:

    In Brasilien herrscht Mangel an Bauarbeitern, Lastwagenfahrern, Haushaltangestellte, Ingenieure, Mediziner. Man will Busfahrer von Bolivien anwerben. Illegale Einwanderer von Haiti - mit Bauerfahrung wurden sofort von einer Firma angestellt. In den Megastaetten hat sich viel faules Lumpenproletariat eingenisted und improvisierte Wohngelegenheiten auf oeffentlichen oder privaten Flaechen gebaut. Die jungen Maenner in den Favelas lehnen Ausbildung und Stellenangebote ab. Bisher ist alles in Brasilien noch improvisiert worden - aber jetzt entsteht ein gut organisiertes Brasilien: 100,000 Studenten bekommen Stipendien fuer Universitaeten im Ausland (auch BRD), Korrupte Politiker (auch von der Regierung der Praesidentin ) gehen fuer 10+Jahre in Haft, die "Kitas" fuer Kleinkinder werden ueberall organisiert. Die jungen Indianer fuegen sich auch ein und studieren und funktionieren in der modernen Gesellschaft.

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