Wie Mütter, Väter und Industrie die Nahrungsvorlieben der Kleinen beeinflussen – und was genetisch bedingt und daher mit Gelassenheit zu sehen ist.von Kathrin Burger
der Zusammenhang von Geschmacksvorlieben und Pbergewicht entsteht durch die Steigerung der Lust auf "mehr-essen", und wird geradezu perfide, werbepsychologisch rafiniert genutzt durch "food-design". Übrigens weiß jeder Bauer, daß es sich lohnt, tragenden Säuen Vanillin (= synthet.! Vanilliegeschmack)ins Futter zu tun. Die Ferkel lassen sich dann leichter mit ebenfalls V.-versetztem Futter vom Gesäuge entwöhnen, was dem Bauern den Vorteil beschert, die Ferkel schneller in der Mast zu haben und dementsprechend früher an die metzgerei verkaufen zu können - auch hier gilt: Zeit ist Geld!
Ob nun der Vanilliekonsum (möglichst echter versteht sich)einer stillenden Mutter zu einer (im Gegensatz zur Schweinezucht!) verlängerten Stillperiode führt, wäre mal spannend! Jedenfalls weiß die Nahrungsindustrie bereits, daß Multivitaminpräparate in Schwangerschaft und Stillzeit den Nachwuchs auf Fast-food einstimmt - ich vermute, daß synthet. Vitamine eben im Bezug darauf völlig anders wirken als natürliche => jede Menge frisches Obst und Gemüse ist erwünscht und durch Pillen nicht zu ersetzen. Dabei ist es ein Skandal, daß die Gynäkologen in Deutschland sich von der Pharmaindustrie so einspannen lassen, und die Multivitaminpräparate für Schwangere noch empfehlen - Vasallen des Kommerz ? ? ?
22.09.2011 13:56 Uhr
von Neugierige Leserin:
Ich hätte gerne die Quellen gewusst. Von welchen Studien spricht die Autorin da?
16.07.2010 11:30 Uhr
von BiBo:
HI,
eins stimmt nicht ganz, Umami ist nicht der Geschmack von proteinreichen Fleisches, sondern im Grunde die 5te Geschmacksrichtung, die sagt, wie intensiv wir etwas schmecken. Träger des Geschmackes ist Glutamat, und sagt aus, wie üppig der Geschmack ist. In Kuhmilch beträgt das freie Glutamat 2 mg/l, in Muttermilch 22, in reifen Tomaten 140, daraus Tomatenmark gekocht das 4-fache und in einem gereiften Parmesankäse 1.200 mg/kg.
Convenience Food enthält wesentlich mehr Glutamat als ein kg Parmesan. Und da liegt das Problem, den Käse ißt keiner auf einmal im Gegensatz zu einer Tütensuppe. Das "orginale" japanische Umami, also der intensive Geschmack läßt sich aber nur mit natürlichen Zutaten erzeugen. Daher schmecken Tomaten auch so gut, wenn man Salz drüber streut, das Natriumchlorid wird in der Tomate zu mehr Glutamat und erhöht so die Intensität des Geschmackes.
16.07.2010 11:10 Uhr
von J. Pisch:
Ihren Kommentar hier eingeben
Die Aussage in dem Artikel: "Schließlich gibt es nichts in der Natur, was süß und giftig zugleich ist." ist falsch.
Mit freundlichem Gruß
J. Pisch
16.07.2010 08:33 Uhr
von Boiteltoifel:
Den Zusammenhang zwischen Geschmacksvorlieben und Übergewicht habe ich nicht begriffen. Übergewicht hängt doch nicht davon ab, welchen Geschmack ich bevorzuge, sondern davon, was ich in welchen Mengen verspeise, wieviel ich mich bewege und was mein Körper - genetisch bedingt - aus all dem macht.
Ansonsten ist das aber mal ein überaus informativer Artikel im Vergleich zu dem, was einem sonst in letzter Zeit in der taz geboten wird. Vielen Dank also!
Leserkommentare
26.11.2011 22:08 Uhr
von B. Przyrembel:
An v. Boiteltoifel:
der Zusammenhang von Geschmacksvorlieben und Pbergewicht entsteht durch die Steigerung der Lust auf "mehr-essen", und wird geradezu perfide, werbepsychologisch rafiniert genutzt durch "food-design".
Übrigens weiß jeder Bauer, daß es sich lohnt, tragenden Säuen Vanillin (= synthet.! Vanilliegeschmack)ins Futter zu tun. Die Ferkel lassen sich dann leichter mit ebenfalls V.-versetztem Futter vom Gesäuge entwöhnen, was dem Bauern den Vorteil beschert, die Ferkel schneller in der Mast zu haben und dementsprechend früher an die metzgerei verkaufen zu können - auch hier gilt: Zeit ist Geld!
Ob nun der Vanilliekonsum (möglichst echter versteht sich)einer stillenden Mutter zu einer (im Gegensatz zur Schweinezucht!) verlängerten Stillperiode führt, wäre mal spannend!
Jedenfalls weiß die Nahrungsindustrie bereits, daß Multivitaminpräparate in Schwangerschaft und Stillzeit den Nachwuchs auf Fast-food einstimmt - ich vermute, daß synthet. Vitamine eben im Bezug darauf völlig anders wirken als natürliche => jede Menge frisches Obst und Gemüse ist erwünscht und durch Pillen nicht zu ersetzen. Dabei ist es ein Skandal, daß die Gynäkologen in Deutschland sich von der Pharmaindustrie so einspannen lassen, und die Multivitaminpräparate für Schwangere noch empfehlen - Vasallen des Kommerz ? ? ?
22.09.2011 13:56 Uhr
von Neugierige Leserin:
Ich hätte gerne die Quellen gewusst. Von welchen Studien spricht die Autorin da?
16.07.2010 11:30 Uhr
von BiBo:
HI,
eins stimmt nicht ganz, Umami ist nicht der Geschmack von proteinreichen Fleisches, sondern im Grunde die 5te Geschmacksrichtung, die sagt, wie intensiv wir etwas schmecken. Träger des Geschmackes ist Glutamat, und sagt aus, wie üppig der Geschmack ist. In Kuhmilch beträgt das freie Glutamat 2 mg/l, in Muttermilch 22, in reifen Tomaten 140, daraus Tomatenmark gekocht das 4-fache und in einem gereiften Parmesankäse 1.200 mg/kg.
Convenience Food enthält wesentlich mehr Glutamat als ein kg Parmesan. Und da liegt das Problem, den Käse ißt keiner auf einmal im Gegensatz zu einer Tütensuppe. Das "orginale" japanische Umami, also der intensive Geschmack läßt sich aber nur mit natürlichen Zutaten erzeugen. Daher schmecken Tomaten auch so gut, wenn man Salz drüber streut, das Natriumchlorid wird in der Tomate zu mehr Glutamat und erhöht so die Intensität des Geschmackes.
16.07.2010 11:10 Uhr
von J. Pisch:
Ihren Kommentar hier eingeben
Die Aussage in dem Artikel: "Schließlich gibt es nichts in der Natur, was süß und giftig zugleich ist." ist falsch.
Mit freundlichem Gruß
J. Pisch
16.07.2010 08:33 Uhr
von Boiteltoifel:
Den Zusammenhang zwischen Geschmacksvorlieben und Übergewicht habe ich nicht begriffen. Übergewicht hängt doch nicht davon ab, welchen Geschmack ich bevorzuge, sondern davon, was ich in welchen Mengen verspeise, wieviel ich mich bewege und was mein Körper - genetisch bedingt - aus all dem macht.
Ansonsten ist das aber mal ein überaus informativer Artikel im Vergleich zu dem, was einem sonst in letzter Zeit in der taz geboten wird. Vielen Dank also!