Die Initiative "Pro Reli" scheitert beim Volksentscheid nicht nur am Quorum. 51,3 Prozent der Wähler stimmen gar gegen das Wahlpflichtfach Religion. Das klare Ergebnis überrascht Fans wie Kritiker.von Stefan Alberti, Gereon Asmuth Alke Wierth
Ab 14 ist man in der BRD Religionsmündig. Da fängt auch die Puprtät an ich glaube das hätte so ungefähr geklappt...
27.04.2009 17:47 Uhr
von Martin:
... und der Kern der ganzen Sache ist doch der: Ein Schüler der nicht bereit ist, zusätzlich Zeit für den freiwilligen Religionsunterricht aufzubringen, für dessen Religionsunterricht muß sich auch niemand einsetzen, kein Bedarf. Andererseits hat die Schule sehr wohl das Recht, einen gemeinsamen Werteunterricht zur Pflicht zu machen. Eine Änderung im Sinne von Pro Reli hätte keinerlei Vorteil: Wer kein Reli will, für den hätte sich nichts geändert. Wer Reli will, kann es belegen, darf sich aber nicht dem wichtigen Fach Ethik entziehen, das ist gut so! Nochmal: unterm Strich ging es nur um diejenigen, die zwar religiös sind, aber auf zusätzlichen Untericht verzichten. Die wollte man aus Ethik vertreiben und in den Religionsunterricht reinzwingen. Ein weiteres Problem wäre gewesen: Hätten nicht eher die Eltern für die Kinder entschieden?
27.04.2009 17:32 Uhr
von Martin:
Das Ergebnis ist wohl auch deshalb so eindeutig, weil die "Pro Reli" versucht hat, die Wähler zu täuschen. Ihre Kampagne mit dem Begriff "Freiheit" war bewußt irreführend, aber die meisten haben die schäbigen Tricks offensichtlich durchschaut.
27.04.2009 16:53 Uhr
von IHorst Renner:
Warum die ganze Aktion und die Aufregung? Wer neben dem Ethik-Unterricht auch Religions- Unterricht möchte, konnte/kann ihn auch in Berlin bisher und auch künftig haben. Eltern und/oder Kinder mussten oder müssen sich ja nur dafür entscheiden!
27.04.2009 16:08 Uhr
von jörg hecker:
Vielleicht ist Gott ja nur sportlich und will, daß sich junge Menschen erst in urteilsfähigem Alter für ihn entscheiden. Dann sollte er seine höchsten Untergebenen mal zu sich rufen und ihnen seine Einstelung zum schnöden Mammon (Kirchensteuer) eindeutig darzulegen. Apropos verloren - für eine beleidigte Leberwurst könnte Himmelfahrtstag eine ganz neue Bedeutung erlangen.
27.04.2009 15:59 Uhr
von HevoB:
Nö Kassandra, andere Rahmenpläne!!!
Außerem kann ich beruhigen meine Schwester unterrichtet Ethik und hat nichst mit dem Religionsunterricht zu tun .
27.04.2009 15:15 Uhr
von Kassandra:
Eine Bekannte von mir, Religionslehrerin, berichtete einmal, dass an ihrer Schule die SchülerInnen das Fach Religion abwählen dürften, dafür aber das Fach Ethik belegen müssten. Das Fach Ethik würde nun wiederum zumeist wieder von KirchenlehrerInnen unterrichtet, die ja sonst nicht immer anderweitig eingesetzt werden könnten (Personalschlüssel, Fächerkombination, usw.). Ethik wäre somit de facto ein verdeckter Religions-/ Kirchenunterricht.
Wenn das auch in Berlin so gehandhabt wurde/ wird, wäre diese ganze Bürgeraktion ein unerkanntes Werbemittel für den Ethikreligionsunterricht bzw. eine Vernebelungsaktion gewesen ... .
27.04.2009 14:39 Uhr
von johannes schneider:
Sowohl der Titel "Unglaubliche Schlappe für Gott" als auch "in Berlin ist der Teufel los" ist unpassend, wenn nicht sogar dumm. Wozu nach gewonnener Abstimmung weiter provozieren ? Solche Zuspitzungen, selbst wenn sie ironisch sind, polarisieren und schaden dem, was die Stadt braucht : mehr Austausch, respektvolle Begegnungen, Diskussion und Ausgleich und Zusammenarbeit zwischen den bürgerlich-konservativ-religiösen und dem proletarisch-atheistischen oder humanistischen Osten bzw. Intellektuellen um jeglicher Form von Fundamentalismus, ob nun religiös oder politisch-ideologisch auf breiter Front den Boden zu entziehen.
Denn dass die Stimmung in Berlin so weltoffen und anti-fundamentalistisch bleibt, wie sie Gott-und-den-Berlinern-Sei-Dank ist, ist keineswegs sicher. Die Zuspitzung der globalen Krisen wird auch Auswirkungen auf Berlin haben.
Bedauerlich ist, dass die große Mehrheit der Berliner nicht zu Abstimmung gegangen ist, erfreulich, dass die, die hingegangen sind, ein klares Zeichen gesetzt haben: Berlin ohne eine Ethik der Toleranz wäre nicht Berlin.
ps: danke für den Hinweis auf das Konkordat von 1933 und das Ermächtigungsgesetz.
27.04.2009 14:16 Uhr
von Hella Charlot:
Vielleicht sollten wir uns noch einmal vergegenwärtigen, wo das Recht der Kirche, an den Schulen Religion zu unterrichten, festgelegt wurde: im Konkordat von 1933. Es war das Zugeständnis Hitlers an die katholische Kirche, dafür dass die kirchlichen Parteien dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt haben. Ohne die Kirche hätte es die Ermächtigung für Hitler nicht gegeben.Die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Dritten Reiches hat dieses Gesetz übernommen und die Adenauer-Regierung hat sogar das Bundesverfassungsgericht angerufen, um die Länder zu verdonnern, es auch übernehmen zu müssen. Das Bundesverfassungsgericht hat allerdings entschieden, dass für die Länder die direkte Rechtsnachfolge nicht unbedingt zutrifft und daher der zwischen Hitler und der katholischen Kirche geschlossene Vertrag nicht zwingend rechtsverbindlich für sie ist. So konnten wir gestern die Festlegungen aus dem Konkordat für Berlin abwählen.
27.04.2009 13:17 Uhr
von HevoB:
@ Juan Carlos Priori und Guenther100 Danke. Aufsehr verschiedene Arten ... @ Richter Ahrens Der Berliner Steuerzahler. Und das ist auch richtig so, weil dies ein wichtiger Teil der Demokratie ist. Jeder darf sein Begehren veröffentlichen und wenn genu gdafür sind muss die demokratie dafür sorgen, das die Masse abstimmt. @ Jörg Das ist nicht ganz Richtig. Da Religion nur noch "Arbeitsgemeinschaftlicher Unterreicht -- AG" ist sind die Kosten Minimal. Die Lehrer (bzw. Pfarrer etc) die unterrichten machen das freiwillig. Soviel ich weiß bekommen die Lehrkräfte kaum Geld für Unterrich tauserhalb ihres Planes (und das sind AG´s zumeist). Der Raum steht sowieso zur Verfügung. Nein Religion darf gerne weiter unterrichtet werden. Allerdings könntest du überlegen eine Initative für Moslems und Juden einzurichten ... das wäre zumindest gleichberechtigt ;) @ Martin Die Tatsache das ein solches Votum zustande kommt heißt das ein nicht unerheblicher Teil der Berliner sich mehr Religionsunterricht wünscht ( mind. 14, bla % ). Özcan Mutlu hat das schon richtig erkannt, denn nur weil die Pro Reli dreißt genug war eine solches Votum auf den weg zu bringen heißt es nicht, dass viele ihrer Anhänger vielleicht ein Religionsfach ohne Wahlzwang zu Ethik auch unterstützen würden ( und das Votum sehe auch anders aus).
27.04.2009 12:52 Uhr
von Heidemarie Wätzold:
"Pro Reli" war nicht pro Religion, sondern pro Fundamentalismus. Dass sich die Kirchen da von den Parteichristen und den angeblichen Liberalen mißbrauchen ließen, ärgert mich als Christin. Die Ethiker bei den christlichen Kirchen hätten es auf diesen K.O.-Kampf nicht ankommen lassen dürfen. Allerdings denke ich, außer den meinungsmächtigen Fundamentalisten mit ihren Anhängern, wurde hier niemand "abgestraft". Nicht "GOTT", sondern die CDU-FDP-Christen trifft die "unglaubliche Schlappe"!!! GOTT sei DANK
27.04.2009 11:42 Uhr
von Freddy:
SO EINE BEKNACKTE ÜBERSCHRIFT !!!so eine beknackte überschrift. wer macht sich denn da lustig? und was für ein quatsch soll das denn sein? was hat das mit gott zu tun? ich sehe dies als eine glatte niederlage des bösen an, wenn hier so argumentiert wird. denn religion ist genau das, was gott so wie hier gelebt wird, auf alle fälle nicht will. verloren hat jemand anderes!
27.04.2009 11:26 Uhr
von guthand:
Bravo!!! Wieder ein wichtiger Schritt in Richtung konsequenter Trennung von Kirche und Staat, die ja in Deutschland noch längst nicht vollzogen ist. Kirche wird ja immer noch von unser aller Steuergeldern staatlich subventioniert. Im schändlich untergegangenen religiösem (die SED war ja omnipotent, weise und selbstherrlich wie es heute Gott gern zugesprochen wird)DDR-Staat, waren die Parteisekretäre in allen gesellschaftlichen Einrichtungen und Betrieben präsent. Heute möchten die Glaubensvertreter überall im öffentlichen Leben mit- und sich einmischen. Wenn schon gewünscht,gehört Religionsunterricht grundsätzlich in die Räumlichkeiten der jeweiligen Glaubensgemeinschaften und die Bezahlung der Lehrkräfte ist ausschließlich aus deren eigenen Steuereinnahmen zu begleichen.
27.04.2009 10:34 Uhr
von christine rölke-sommer:
ich vermisse on-line das unglaubliche interview mit dem kampagnenchef Lehmann! dessen aussage: "die Thematik war kompliziert für einen Volksentscheid" muß man/dam sich mal auf der zunge zergehen und durch die hirnwindungen durchkriechen lassen. der hält die wahlberechtigte bevölkerung Berlins für blöde! will sich aber überlegen, welche konsequenzen sein kampagnen-wir daraus ziehen wird, dass der senat "mit Steuermitteln in rechtsbrecherischer Weise Werbung gemacht" hat. oi-wa-woi! mir scheint, da besteht demokratie-theoretischer nachholbedarf! und eine kritische re-lektüre des dekalogs könnte auch nicht schaden...
27.04.2009 08:06 Uhr
von Guenther100:
Herzlichen Glückwunsch, liebe Berliner. Die Vernunft (und nicht die SPD, mit ihren Pro Reli Unterstützern Steinmeier, Nahles, Thierse) hat gewonnen.
27.04.2009 04:27 Uhr
von Martin:
eine deutlichere Absage an 'Pro Reli' war ja kaum vorstellbar. Was treibt dann Özcan Mutlu zur Behauptung: "viele Menschen haben...offenbar das Bedürfnis nach mehr religionskundlichem Unterricht" - wenn offenbar das genaue Gegenteil der Fall ist? Und wie kommt er darauf, dass der Ethik-Unterricht dem in Zukunft Rechnung tragen sollte? Wie wäre es mit etwas Respekt vor der Mehrheit, die gerade das nicht will? Ich denke, wir sollten diese Abstimmung gegen 'Pro Reli' einfach so verstehen, wie sie gemeint ist: als Ablehnung schulischer Religionslehre.
27.04.2009 00:46 Uhr
von Jörg:
Nachdem die Verhältnisse jetzt klar sind: Sollte man nicht evtl. nochmal nachlegen? Volksbegehren: Ethik für alle, und zwar nicht erst ab der siebten Klasse. Und wenn überhaupt noch Religionsunterricht an staatlichen Schulen, dann doch bitte nicht aus allgemeinen Steuermitteln, sondern aus der Kirchensteuer. Nützt ja schließlich den Kirchen eher mehr, und den Normal-Steuerzahlern, wie z. B. mir, eher weniger. Bei der Initiative wäre ich jedenfalls mit vollem Eifer dabei.
27.04.2009 00:25 Uhr
von Richter Ahrens:
Wer trägt eigentlich die Kosten des Verfahrens?
26.04.2009 23:45 Uhr
von Norbert:
Oezcan Mutlu kann ich nur zustimmen.
26.04.2009 23:44 Uhr
von Juan Carlos Priori:
Viva die gottlose Berlin. Me cago en la religion-
26.04.2009 23:24 Uhr
von Gott:
"Unglaubliche Schlappe für Gott" und "In Berlin ist der Teufel los" sind ja mal saucoole Schlagzeilen :-)
Leserkommentare
28.04.2009 01:17 Uhr
von Hevob:
Ab 14 ist man in der BRD Religionsmündig. Da fängt auch die Puprtät an ich glaube das hätte so ungefähr geklappt...
27.04.2009 17:47 Uhr
von Martin:
... und der Kern der ganzen Sache ist doch der:
Ein Schüler der nicht bereit ist, zusätzlich Zeit für den freiwilligen Religionsunterricht aufzubringen, für dessen Religionsunterricht muß sich auch niemand einsetzen, kein Bedarf. Andererseits hat die Schule sehr wohl das Recht, einen gemeinsamen Werteunterricht zur Pflicht zu machen. Eine Änderung im Sinne von Pro Reli hätte keinerlei Vorteil: Wer kein Reli will, für den hätte sich nichts geändert. Wer Reli will, kann es belegen, darf sich aber nicht dem wichtigen Fach Ethik entziehen, das ist gut so! Nochmal: unterm Strich ging es nur um diejenigen, die zwar religiös sind, aber auf zusätzlichen Untericht verzichten. Die wollte man aus Ethik vertreiben und in den Religionsunterricht reinzwingen. Ein weiteres Problem wäre gewesen: Hätten nicht eher die Eltern für die Kinder entschieden?
27.04.2009 17:32 Uhr
von Martin:
Das Ergebnis ist wohl auch deshalb so eindeutig, weil die "Pro Reli" versucht hat, die Wähler zu täuschen. Ihre Kampagne mit dem Begriff "Freiheit" war bewußt irreführend, aber die meisten haben die schäbigen Tricks offensichtlich durchschaut.
27.04.2009 16:53 Uhr
von IHorst Renner:
Warum die ganze Aktion und die Aufregung?
Wer neben dem Ethik-Unterricht auch Religions-
Unterricht möchte, konnte/kann ihn auch in Berlin
bisher und auch künftig haben.
Eltern und/oder Kinder mussten oder müssen sich
ja nur dafür entscheiden!
27.04.2009 16:08 Uhr
von jörg hecker:
Vielleicht ist Gott ja nur sportlich und will, daß sich junge Menschen erst
in urteilsfähigem Alter für ihn entscheiden. Dann sollte er seine höchsten
Untergebenen mal zu sich rufen und ihnen seine Einstelung zum schnöden
Mammon (Kirchensteuer) eindeutig darzulegen.
Apropos verloren - für eine beleidigte Leberwurst könnte Himmelfahrtstag
eine ganz neue Bedeutung erlangen.
27.04.2009 15:59 Uhr
von HevoB:
Nö Kassandra, andere Rahmenpläne!!!
Außerem kann ich beruhigen meine Schwester unterrichtet Ethik und hat nichst mit dem Religionsunterricht zu tun .
27.04.2009 15:15 Uhr
von Kassandra:
Eine Bekannte von mir, Religionslehrerin, berichtete einmal, dass an ihrer Schule die SchülerInnen das Fach Religion abwählen dürften, dafür aber das Fach Ethik belegen müssten.
Das Fach Ethik würde nun wiederum zumeist wieder von KirchenlehrerInnen unterrichtet, die ja sonst nicht immer anderweitig eingesetzt werden könnten (Personalschlüssel, Fächerkombination, usw.).
Ethik wäre somit de facto ein verdeckter Religions-/ Kirchenunterricht.
Wenn das auch in Berlin so gehandhabt wurde/ wird, wäre diese ganze Bürgeraktion ein unerkanntes Werbemittel für den Ethikreligionsunterricht bzw. eine Vernebelungsaktion gewesen ... .
27.04.2009 14:39 Uhr
von johannes schneider:
Sowohl der Titel "Unglaubliche Schlappe für Gott" als auch "in Berlin ist der Teufel los" ist unpassend, wenn nicht sogar dumm. Wozu nach gewonnener Abstimmung weiter provozieren ? Solche Zuspitzungen, selbst wenn sie ironisch sind, polarisieren und schaden dem, was die Stadt braucht : mehr Austausch, respektvolle Begegnungen, Diskussion und Ausgleich und Zusammenarbeit zwischen den bürgerlich-konservativ-religiösen und dem proletarisch-atheistischen oder humanistischen Osten bzw. Intellektuellen um jeglicher Form von Fundamentalismus, ob nun religiös oder politisch-ideologisch auf breiter Front den Boden zu entziehen.
Denn dass die Stimmung in Berlin so weltoffen und anti-fundamentalistisch bleibt, wie sie Gott-und-den-Berlinern-Sei-Dank ist, ist keineswegs sicher. Die Zuspitzung der globalen Krisen wird auch Auswirkungen auf Berlin haben.
Bedauerlich ist, dass die große Mehrheit der Berliner nicht zu Abstimmung gegangen ist, erfreulich, dass die, die hingegangen sind, ein klares Zeichen gesetzt haben: Berlin ohne eine Ethik der Toleranz wäre nicht Berlin.
ps: danke für den Hinweis auf das Konkordat von 1933 und das Ermächtigungsgesetz.
27.04.2009 14:16 Uhr
von Hella Charlot:
Vielleicht sollten wir uns noch einmal vergegenwärtigen, wo das Recht der Kirche, an den Schulen Religion zu unterrichten, festgelegt wurde: im Konkordat von 1933. Es war das Zugeständnis Hitlers an die katholische Kirche, dafür dass die kirchlichen Parteien dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt haben. Ohne die Kirche hätte es die Ermächtigung für Hitler nicht gegeben.Die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Dritten Reiches hat dieses Gesetz übernommen und die Adenauer-Regierung hat sogar das Bundesverfassungsgericht angerufen, um die Länder zu verdonnern, es auch übernehmen zu müssen. Das Bundesverfassungsgericht hat allerdings entschieden, dass für die Länder die direkte Rechtsnachfolge nicht unbedingt zutrifft und daher der zwischen Hitler und der katholischen Kirche geschlossene Vertrag nicht zwingend rechtsverbindlich für sie ist. So konnten wir gestern die Festlegungen aus dem Konkordat für Berlin abwählen.
27.04.2009 13:17 Uhr
von HevoB:
@ Juan Carlos Priori und Guenther100
Danke. Aufsehr verschiedene Arten ...
@ Richter Ahrens
Der Berliner Steuerzahler. Und das ist auch richtig so, weil dies ein wichtiger Teil der Demokratie ist. Jeder darf sein Begehren veröffentlichen und wenn genu gdafür sind muss die demokratie dafür sorgen, das die Masse abstimmt.
@ Jörg
Das ist nicht ganz Richtig. Da Religion nur noch "Arbeitsgemeinschaftlicher Unterreicht -- AG" ist sind die Kosten Minimal. Die Lehrer (bzw. Pfarrer etc) die unterrichten machen das freiwillig. Soviel ich weiß bekommen die Lehrkräfte kaum Geld für Unterrich tauserhalb ihres Planes (und das sind AG´s zumeist). Der Raum steht sowieso zur Verfügung. Nein Religion darf gerne weiter unterrichtet werden. Allerdings könntest du überlegen eine Initative für Moslems und Juden einzurichten ... das wäre zumindest gleichberechtigt ;)
@ Martin
Die Tatsache das ein solches Votum zustande kommt heißt das ein nicht unerheblicher Teil der Berliner sich mehr Religionsunterricht wünscht ( mind. 14, bla % ). Özcan Mutlu hat das schon richtig erkannt, denn nur weil die Pro Reli dreißt genug war eine solches Votum auf den weg zu bringen heißt es nicht, dass viele ihrer Anhänger vielleicht ein Religionsfach ohne Wahlzwang zu Ethik auch unterstützen würden ( und das Votum sehe auch anders aus).
27.04.2009 12:52 Uhr
von Heidemarie Wätzold:
"Pro Reli" war nicht pro Religion, sondern pro Fundamentalismus. Dass sich die Kirchen da von den Parteichristen und den angeblichen Liberalen mißbrauchen ließen, ärgert mich als Christin.
Die Ethiker bei den christlichen Kirchen hätten es auf diesen K.O.-Kampf nicht ankommen lassen dürfen.
Allerdings denke ich, außer den meinungsmächtigen Fundamentalisten mit ihren Anhängern, wurde hier niemand "abgestraft".
Nicht "GOTT", sondern die CDU-FDP-Christen trifft die "unglaubliche Schlappe"!!!
GOTT sei DANK
27.04.2009 11:42 Uhr
von Freddy:
SO EINE BEKNACKTE ÜBERSCHRIFT !!!so eine beknackte überschrift. wer macht sich denn da lustig? und was für ein quatsch soll das denn sein? was hat das mit gott zu tun? ich sehe dies als eine glatte niederlage des bösen an, wenn hier so argumentiert wird. denn religion ist genau das, was gott so wie hier gelebt wird, auf alle fälle nicht will. verloren hat jemand anderes!
27.04.2009 11:26 Uhr
von guthand:
Bravo!!!
Wieder ein wichtiger Schritt in Richtung konsequenter Trennung von Kirche und Staat, die ja in Deutschland noch längst nicht vollzogen ist. Kirche wird ja immer noch von unser aller Steuergeldern staatlich subventioniert.
Im schändlich untergegangenen religiösem (die SED war ja omnipotent, weise und selbstherrlich wie es heute Gott gern zugesprochen wird)DDR-Staat, waren die Parteisekretäre in allen gesellschaftlichen Einrichtungen und Betrieben präsent.
Heute möchten die Glaubensvertreter überall im öffentlichen Leben mit- und sich einmischen.
Wenn schon gewünscht,gehört Religionsunterricht grundsätzlich in die Räumlichkeiten der jeweiligen Glaubensgemeinschaften und die Bezahlung der Lehrkräfte ist ausschließlich aus deren eigenen Steuereinnahmen zu begleichen.
27.04.2009 10:34 Uhr
von christine rölke-sommer:
ich vermisse on-line das unglaubliche interview mit dem kampagnenchef Lehmann! dessen aussage: "die Thematik war kompliziert für einen Volksentscheid" muß man/dam sich mal auf der zunge zergehen und durch die hirnwindungen durchkriechen lassen. der hält die wahlberechtigte bevölkerung Berlins für blöde! will sich aber überlegen, welche konsequenzen sein kampagnen-wir daraus ziehen wird, dass der senat "mit Steuermitteln in rechtsbrecherischer Weise Werbung gemacht" hat.
oi-wa-woi! mir scheint, da besteht demokratie-theoretischer nachholbedarf! und eine kritische re-lektüre des dekalogs könnte auch nicht schaden...
27.04.2009 08:06 Uhr
von Guenther100:
Herzlichen Glückwunsch, liebe Berliner. Die Vernunft (und nicht die SPD, mit ihren Pro Reli Unterstützern Steinmeier, Nahles, Thierse) hat gewonnen.
27.04.2009 04:27 Uhr
von Martin:
eine deutlichere Absage an 'Pro Reli' war ja kaum vorstellbar. Was treibt dann Özcan Mutlu zur Behauptung: "viele Menschen haben...offenbar das Bedürfnis nach mehr religionskundlichem Unterricht" - wenn offenbar das genaue Gegenteil der Fall ist? Und wie kommt er darauf, dass der Ethik-Unterricht dem in Zukunft Rechnung tragen sollte? Wie wäre es mit etwas Respekt vor der Mehrheit, die gerade das nicht will? Ich denke, wir sollten diese Abstimmung gegen 'Pro Reli' einfach so verstehen, wie sie gemeint ist: als Ablehnung schulischer Religionslehre.
27.04.2009 00:46 Uhr
von Jörg:
Nachdem die Verhältnisse jetzt klar sind: Sollte man nicht evtl. nochmal nachlegen? Volksbegehren: Ethik für alle, und zwar nicht erst ab der siebten Klasse. Und wenn überhaupt noch Religionsunterricht an staatlichen Schulen, dann doch bitte nicht aus allgemeinen Steuermitteln, sondern aus der Kirchensteuer. Nützt ja schließlich den Kirchen eher mehr, und den Normal-Steuerzahlern, wie z. B. mir, eher weniger. Bei der Initiative wäre ich jedenfalls mit vollem Eifer dabei.
27.04.2009 00:25 Uhr
von Richter Ahrens:
Wer trägt eigentlich die Kosten des Verfahrens?
26.04.2009 23:45 Uhr
von Norbert:
Oezcan Mutlu kann ich nur zustimmen.
26.04.2009 23:44 Uhr
von Juan Carlos Priori:
Viva die gottlose Berlin. Me cago en la religion-
26.04.2009 23:24 Uhr
von Gott:
"Unglaubliche Schlappe für Gott" und "In Berlin ist der Teufel los" sind ja mal saucoole Schlagzeilen :-)