Videoüberwachung nach Terroralarm
BVG-Kameras erkennen keine Taliban
Im September hatten Terroristen Anschläge in Deutschland angekündigt. Die Berliner Polizei suchte auch mit den Kameras in U-Bahnhöfen nach möglichen Tätern - ohne etwas zu finden. von Sebastian Heiser
Leserkommentare
27.01.2010 00:21 Uhr
von Regine Metes:
Deutsche Küche.
Da gehen wohl in Deutschland alle Lichter an bei der Drohung: ein Taliban in Berlin.
Man wähnt sich so weit weg und ergeht sich in Begeisterung für die Terroristenjagd. Nun holen uns hier eventuell die toten Taliban ein?
(Ein Taliban sieht sich sicherlich nicht als Terrorist, sondern als aufrichtiger Kämpfer für seinen Glauben und hat übrigens auch Frau und Kinder).
Vermutlich eine Drohung, ein Hinweis darauf, daß es allmählich genug ist - und nicht mehr.
26.01.2010 23:26 Uhr
von zarl:
"In München wurde der Oktoberfestplatz geräumt."
Der Platz heisst Theresienwiese, und es gab sicherlich ein auf den ersten Blick ziemlich martialisches Aufgebot um den Festplatz herum, d.h. alle Zufahrten wurden weiträumig abgeriegelt. Die Hundertschaften der Bereitschaftspolizei wirkten trotzdem recht entspannt, die genossen nach Möglichkeit das sonnige Wetter.
Aber es wurde nichts geräumt, das ist Quatsch.
"Die Kameraaufnahmen wurden nicht gespeichert."
Lustige Aussage... das Material wird doch permanent gespeichert, oder ist denen (wie neulich am Flughafen von Newark) das ganze System ausgefallen, und keiner hats gemerkt?
26.01.2010 22:04 Uhr
von Der erste Taliban in Berlin:
Herr Peres ist in Belin, Herr Karzai ebenfalls, nur der erste Taliban ist bislang ausgeblieben.
Wer die Polizei derzeit in Berlin erlebt, bekommt den Eindruck des Ausnahmezustands.
Alle sind infiziert, es ist der totale Schwachsinn.
In Deutschland muß man leider immer übertreiben: in der Überwachung, in der Machtgier.
"Denk' ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht".
26.01.2010 20:36 Uhr
von Danny:
Die Überschrift passt hier überhaupt nicht und wirkt auch leicht arrogant. Ist der Verfasser der Titelzeile etwa mit der täglichen Arbeit von Sicherheitsbehörden vertraut? Bei allem Respekt: Wohl kaum, denn dann wüsste er, dass es nicht ausgerechnet Taliban wären, die Anschläge in Deutschland begehen würden.
Niemand hat behauptet, dass "Taliban" per Video erkannt werden können - durchaus aber aufklärungswürdige Vorgänge durch erfahrene und geschulte Polizisten. Wenn jemand z.B. einen großen Koffer abstellt und dann sofort wegläuft - sollte man sich dann nicht mal den Koffer anschauen? Bekanntlich geschah das ja schon einmal.
Und ist der Umstand, dass dort ein Polizist bei der Videoüberwachung zugeschaut hat, eine Meldung wert? Wenn man nicht für die gänzliche Abschaffung der Polizei ist, sollte man die auch ihre Arbeit ordentlich (also auch mit verhältnismäßigen Mitteln) erledigen lassen - und da hier nicht aufgezeichnet wurde und erst recht keine "Bewegungsprofile" angefertigt, war das doch wohl kein relevanter Eingriff in Bürgerrechte. U-Bahnen sind öffentlicher Raum. JedeR, der oder dem man dort begegnet, kann PolizistIn sein, auf dem Nachhauseweg, aber auch dann noch mit Polizeibefugnissen ausgestattet. Oder ZivilbeamteR. Der/die PolizistIn greift am Monitor nicht tiefer in Bürgerrechte ein, als wenn er oder sie mit wachen Augen auf einem Bahnsteig steht.
Natürlich hat die Polizei - vielleicht nicht ganz sichere - Informationen zu "Gefährdungsspitzen" und "örtlichen Schwerpunkten", wie sie das nennen. Da sie nicht überall sein können, richten sie sich danach, und dass sie nicht vorher an die große Glocke hängen, ist ebenfalls trivial.
Fazit: Hier wurde niemand in größerem Ausmaß, als man es ohnehin erwarten muss, beobachtet, und Extra-Aufzeichnungen erfolgten auch nicht. Wo liegt das Problem?