Videoüberwachung in Berliner U-Bahnhof
Gesichts-Scans von Fahrgästen geplant
Im Kreuzberger U-Bahnhof Kottbusser Tor wollen die Berliner Verkehrsbetriebe Passanten scannen. Noch fehlen rechtliche Grundlagen und das Geld. Datenschützer sind erbost.von Elise Landschek
Leserkommentare
11.09.2008 18:31 Uhr
von Fritz Teich:
Die Ueberwachung ist eine gute Sache! Am Kottbusser Tor wird naemlich nicht nur gedealt, das ist hoechstens traurig, sondern auch mit Messern hantiert. Zu Rauben gibts da allerdings eher weniger als beispielsweise in Wilmersdorf. Es waere schoen, wenn Raeuber, die es nun einmal gibt, auch aus dem Verkehr gezogen wuerden. Misbrauchen laesst sich ein solches System sicher, aber wer will das? Problem sind nicht die Kameras, sondern was mit ihnen angefangen wird. Das ist aber leider immer so und kein Argument gegen das System. Es ist zu hoffen, dass die Kameras gut programmiert werden und es eine effektive Kontrolle der Verwendung gibt. Vor allem sollten keine kleinen Dealer gejagd werden sondern die dicken Fische, die auch mit Baseballschlaegern und Fusstritten die BVG-Gaeste tatsaechlich terrorisieren. Es geht nicht um ein bloses Gefuehl von Sicherheit, es muss tatsaechlich Sicherheit geschaffen werden. Die BVG ist aber leider eher an Scheibenkratzern und Sitzaufschlitzern interessiert, die die Ubahnen eher nur individualisieren. Jedem seine Ubahn, aber sonst schoen brav bleiben.
09.09.2008 23:22 Uhr
von arno:
"Das Netz mit mehr als vier Millionen Videokameras sei ein "völliges Fiasko", sagte jetzt der Chef der Scotland-Yard-Abteilung für Videoüberwachung, Mike Neville."
http://futurezone.orf.at/it/stories/275884/
09.09.2008 21:16 Uhr
von Lutz H. Janne:
Aber immer doch. So weit ich weiß, treiben dort einige Leute einen schwunghaften Drogenhandel. Das soll der Grund sein dafür, tausende Menschen zu erfassen, vielleicht noch mit den Daten der Passämter und/oder des BKA zu vergleichen? Drogenhandel gibt es ja auch noch woanders in der Gegend, warum dann nicht gleich eine Kamera in jeden Hauseingang, selbstverständlich mit Gesichtsfeldsensor oder ähnlichem. Ein Bezahlsystem per Handy oder so scheint mir auch anachronistisch zu sein, warum nicht gleich per Fingerabdrucksensor am Bus-/U-Bahn-Eingang? An öffentlichen Gebäuden selbstverständlich sowieso. Mir fielen da noch einige weitere Dinge ein.
Ich wohne nunmehr seit einigen Jahren in Hamburg.
Jetzt weiß ich endlich, warum die CDU in Berlin auf keinen "grünen Zweig" kommt. SPD und natürlich auch Linke können das Geschäft genauso gut. Gelernt ist halt gelernt!
Beste Grüße
Lutz H. Janne