• 25.08.2010

Vergewaltigungen im Ost-Kongo

UN schaute Hutu-Milizen zu

Die Angriffe ruandischer Hutu-Milizen erstreckten sich über 13 Dörfer. Die UN blieb angesichts der Massenvergewaltigungen von mindestens 179 Frauen untätig.von Dominic Johnson

  • 07.09.2010 16:24 Uhr

    von Cathrin:

    Es ist immer einfach der uN den scjwarzen Peter zuzuschieben. Tatsächlich benehmen sich die Blauhelme immer mal wieder daneben - siehe srebrenicza, Libanon etc.
    Allerdings kann eine Blauhelm-Truppe auch nur so gut sein wie ihre Einzelnen Menschen. Und in keinem Land dieser Erde ist die Geschlechtergerechtigkeit verwirklicht. Wichtig wäre es hier nicht die Schuld bei den 25? Menschen zu suchen, die sicherlich überfordert gewersen wäre, sondern zu sehen was kann in Den Haag angeklagt werden. Massenvergewaltigungen können als Kriegsverbrechen dort verhandelt werden.
    Ansonsten wäre es auch eine schöne Frage wer denn an diesem eldengien Gemetzel im Kongo verdient. Da könnte es auch ganz schnell ein Skandal der europäischen und amerikanischen globalen Industrie werden. Denn die brauchen die Rohstoffe und es ist Ihnen ziemlich egal wie sie da dran kommen.
    Also bitte nicht immer nur an eine unterfinanzierte UN abarbeiten - hat die USA denn nun ihren vollen Teil bezahlt oder halten sie immer noch Geld zurück?

  • 03.09.2010 20:16 Uhr

    von Chris:

    Es wurden ja nur Frauen und Kinderleben zerstoert ..bloss nichts dagegen tun...

  • 26.08.2010 16:35 Uhr

    von Bernd:

    Viele Worte zu sagen erübrigt sich eigentlich,da mehr zu erwarten als Untätigkeit, die UN überfordern würde!!!

  • 26.08.2010 15:51 Uhr

    von Thorsten Haupts:

    Tja. Hätte die UN Truppe eingegriffen und wäre es dabei zu auch nur einem unschuldigen Opfer gekommen (in solchen Situationen absolut unvermeidbar), lautete die Eingangszeile des Artikels jetzt: "Affäre um Eingreifen der UN Schutztruppe weitet sich aus". Nach dem alten Motto pazifistischer Linker: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Und letztlich ist es für Truppen unter internationalem Mandat immer sicherer, nicht einzugreifen. Das wissen sie - und verhalten sich entsprechend.

  • 26.08.2010 13:16 Uhr

    von Herr Schmidt:

    Der Osten Kongos wird so lange instabil bleiben und durch marodierende Banden geknechtet werden, so lange die Akteure vor Ort durch illegalen Raubbau der Mineralien (z.B. Coltan und Gold)und der Wälder sich unendlich bereichern. Insbesondere den Machthabern der Region (Kagame, Museveni und Kabila) und ihren "Getreuen" spült diese unkontrollierte Situation unmengen an Geld in die Taschen, welches sie für ihre jeweiligen Zwecke mißbrauchen.
    Da also kein Wille zur Stabilisierung in der Region vorhanden ist, würden auch keine 50.000 UNO-Soldaten in diesem riesigen und unwegsamen Gebiet, ohne adequate Kommunikationswege, für ausreichende und flächendeckende Sicherheit sorgen können.
    Daher ist es m. E. zu einfach, den "Schwarzen Peter" nur der UNO unterzuschieben, auch wenn die UNO in der Vergangenheit in der Region (z.B. Genocid Ruanda) verbrecherisch weggeschaut hat.

  • 26.08.2010 09:18 Uhr

    von Wolfgang:

    Hat die UN in Jugoslawien nicht auch weggeschaut?

  • 26.08.2010 02:30 Uhr

    von vic:

    Das ist also eines der Einsatzgebiete unserer künftigen Profi-Army.
    Neben der Ressourcen-Okkupation im Dienste der USA, in fernen Ländern im Dienste der UN beim Morden und Vergewaltigen zusehen.

  • 26.08.2010 00:12 Uhr

    von Stefan:

    Die UN-Truppen sind doch harmlose Pfeifen. Ob UNIFIL im Libanon (wo sie sich kürzlich der Komplizenschaft bei der Ermordung eines hohen israelischen Offizierz schuldig machten) oder sonstwo. Entweder fehlt das Mandat oder der Wille. Nette Beobachter-Combo.

  • 25.08.2010 23:22 Uhr

    von werkor:

    Ts, ts, zs. Bei ISO 9001-zertifizierten Kriegen sollte das ja wohl nicht mehr passieren. Vielleicht sollte ein internationales Gremium die Zertifizierung entziehen.

  • 25.08.2010 19:52 Uhr

    von Fawkrin:

    Wären die Hutus Muslime, so ständen hier Dutzende Kommentare, welche in der Religionszugehörigkeit, nämlich muslimisch, sowie in der Kulturzugehörigkeit, nämlich nicht-westlich, die Ursachen für die Vergewaltigungen sehen wollten.
    Da die Hutus vermutlich christlich sind, fehlen natürlich die Beiträge aus der antimuslimschen Szene.
    Was ja auch klar ist, denn dieser Szene geht es weder um die Etablierung von Menschenrechte noch um irgendwelche Rechte für Frauen...

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