• 20.07.2010

Vaginal-Gel zur Aids-Prävention

Gute Nachricht für Frauen

Erstmals wurde erfolgreich ein Vaginal-Gel getestet, das vor der Übertragung des HI-Virus schützen soll. Bei der Aids-Konferenz in Wien ist man optimistisch.

  • 24.07.2010 22:13 Uhr

    von Christina:

    In Europa hättest Du niemals solch ein Studie durchführen können, wer wollte schon in die Placebogruppe? Aber die Ausgebeuteten dieser Welt dürfen auch dafür herhalten.

    Warum sollte dieses Gel für den afrikanischen Kontinent entwickelt werden, können die doch eh nicht bezahlen!!!!!
    Das sind doch Lügen und die taz ist unkritisch wie gewohnt!

    Und wir können uns Kondome kaufen, also ab in die Tonne mit dem Laborgift! Viel zu riskant (Resistenzen, Krebs, etc)

  • 23.07.2010 10:47 Uhr

    von ich:

    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42052/HIV_Vaginalgel_begrenzt_protektiv.htm

    hier mehr Details zu der Studie...

  • 22.07.2010 11:38 Uhr

    von AntonErdnusscreme:

    Ja, genau,
    die werden die Frauen dazu gezwungen haben, mit HIV-infizierten Männern Geschlechtsverkehr zu haben.
    Oder war's vielleicht ein Doppelblindversuch,
    und die Probanden haben in Selbstverantwortung einfach ihr Leben mit Gel weiter gelebt und sind untersucht worden?
    Trotzdem meiner Meinung nach viel zu kleine Studie mit fragwürdigen Erfolgsraten.

  • 22.07.2010 10:53 Uhr

    von Silentjay:

    Man hat ihnen das Gel gegeben, einen mit, den anderen ohne Wirkstoff. Dann hat man Sie über Wochen befragt und getestet auf HIV, Kondomgebrauch, sexuellen Interaktionen etc. pp.

    Weder wurde ihnen ein Wunderheilmittel versprochen, noch wurde ihnen der Kondomgebrauch untersagt oder abgeraten.
    Und man hat Sie auch nicht mit HIV angesteckt.
    Die Studie wurde in einem Gebiet mit einer sehr hohen HIV-Rate gemacht.

    Wie kriegt man jedes Jahr 1000 Menschen in Deutschland dazu sich mit HIV zu infizieren?

    Menschen sind unvorsichtig. Und wenn unvorsichtige Menschen auf ein größeres Risiko treffen, dann müssen mehr Menschen für diese Unvorsicht bezahlen.

    Irgendwann hängt einem dieses 'alle Wissenschaftler sind ethiklos Monster zum Hals raus'

  • 21.07.2010 16:16 Uhr

    von Norman Frey:

    Es gibt doch schon Femidome. Die schützen sogar zusätzlich vor Schwangerschaften und in manchen Formen sogr vor Vergewaltigungen. Aber wie beim Vaginal-Gel auch, müssten diese erst einmal bekannt gemacht werden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Femidom

  • 21.07.2010 14:19 Uhr

    von Uschi S.:

    "Das Infektionsrisiko für sexuell aktive Frauen ist sehr hoch, zumal in der dortigen Kultur die Verwendung von Kondomen nicht durchsetzbar ist. Die 889 Teilnehmerinnen im Alter von 18 bis 40 Jahren erhielten ein Gel, das den antiretroviralen Wirkstoff Tenofovir in einer Konzentration von einem Prozent oder ein Placebo enthielt.

    Das Gel sollten die Frauen 12 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr und in den 12 Stunden danach ein zweites Mal anwenden. Außerdem wurden an alle Frauen Kondome ausgegeben, um sie durch die Studienteilnahme nicht zu einem Risikoverhalten zu verleiten.


    Die Kondome wurden wie befürchtet nicht von allen Partnern genutzt."

    aus dem aerzteblatt.de



  • 21.07.2010 13:47 Uhr

    von BigKelle:

    Aids = Pharmaindustrie

    http://www.youtube.com/watch?v=TjzNzv8Plj0&feature=related

    Guten Tag!!!

  • 21.07.2010 12:46 Uhr

    von Roterstrumpf:

    vielleicht sollte bei solchen Artikeln noch hinzugefügt werden, wie sich die Testpersonen zusammensetzen. Lehnten beispielsweise sämtliche Testpersonen die Benutzung eines Kondoms ab und hätten demzufolge mit oder ohne Gel/Placebo ungeschützen Geschlechtsverkehr gehabt? Dies ist bei vielen Paaren (über die Rolle des Mannes und der Kirche muss man dabei leider häufig weinen) der Fall. In solch einem Fall sind die Studien nämlich ethisch sehr anders zu bewerten als bei einer Fehlinformation.
    Sollte den Probandinnen die Benutzung eines Kondoms verboten/abempfohlen worden sein oder sollten die Frauen mit Geldentschädigung belohnt worden sein, wäre das leider schrecklich. Meiner Meinung nach sollten sogar zu dem Gel auch Kondome angeboten werden, falls das Paar sich umentscheidet. Das macht dann die Probandenzahl kleiner aber rettet vielleicht Menschen, die ansonsten pflichtbewusst den Test weiterhin durchgeführt hätten...

  • 21.07.2010 11:08 Uhr

    von frequenzen :

    Nebenwirkung HIV-positiv: Gel statt Kondome als Schutz vor HIV

    http://simulanten.blogsport.de/2010/07/21/nebenwirkung-hiv-positiv-gel-statt-kondome-als-schutz-vor-hiv/

  • 21.07.2010 10:28 Uhr

    von Der Ekelbaron:

    Das kommt davon, wenn man völlig unkritisch mit PR-Texten umgeht...
    Allein der erste Satz impliziert, dass der Normalfall der Sexualität einer Vergewaltigung gleichkomme. Sicher... In vielen Orten Afrikas sieht das völlig anders aus als bei uns, was Verhütung angeht... Aber wenn es um die Verbesserung der Situation von Frauen geht, greifen solche orientalistischen Klischees zu kurz.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Medikament dazu in der Lage ist, die Situation hiesiger SexarbeiterInnen deutlich zu verschlechtern. Von der allgemeinen Bereitschaft zu Verhütung und Schutz vor Geschlechtskrankheiten einmal abgesehen.

  • 21.07.2010 09:50 Uhr

    von Christian:

    Leute, denkt doch bitte mal nach, bevor ihr hier die Versuche verteufelt. Sicher wurde niemand dazu angehalten, ungeschützten Sex zu haben. Andererseits stecken sich Frauen nun einmal offensichtlich so oder so mit AIDS an, sonst bräuchte es keine Medizin. Was wäre die Alternative gewesen, keine Versuche durchzuführen und einfach ein Mittel in ganz Afrika zu verteilen, von dem niemand weiß, ob es funktioniert? Es gab schon viele Cremes, die genau gar nichts taten. Glaubt ihr im Ernst, es wäre etwas gewonnen, wenn man Millionen Frauen sagt, sie sollen sich mit neunzehn Vaginalcremes einschmieren, die eine oder andere davon würde schon helfen? Von den Kosten ganz abgesehen. So funktioniert nunmal echte Medizin, man probiert etwas aus, bevor man es „Medikament“ nennt. Wenn jemand eine gute Alternative zu dieser Vorgehensweise kennt, darf er die ja gerne hier reinschreiben, aber a posteriori sagen, dass man doch besser keine Tests gemacht hätte, weil das Zeug ja schließlich funktioniert ist einfach nicht sehr ... kausal.

  • 21.07.2010 02:03 Uhr

    von Erik:

    Wer auch immer solche Versuche angefangen hat, gehört lebenslänglich hinter Gitter!

    Wie kann man einfach Placebos vereilen und dann seelenruhig mit angucken, wie sich hilflose Frauen mit Aids anstecken und dadran verrecken???!!!

    Und dann sein Podukt mit "guten" Todesquoten vermarkten ...
    Proboieren sie's mal aus, wenn sie 100 Frauen mit unserem Produkt behandeln und dann infizieren, stirbt nur die Hälfte innerhalb von 5 Jahren ...

  • 21.07.2010 00:58 Uhr

    von Ernst:

    Wird da Frauen ein Placebo gegeben und ihnen gleichzeitig weisgemacht, sie seien Sicher, so dass sie auch ja keine Kondome verwenden...? Nur damit sie sich nachher anstecken und die mit dem richtigen Gel nicht?

  • 20.07.2010 23:07 Uhr

    von Kiriakos Madjaroglou:

    es gibt da eine noch viel wirkungsvollere methode: KONDOME...

  • 20.07.2010 22:14 Uhr

    von semiramis:

    haben die bei dem test echt in kauf genommen, dass sich frauen mit hiv infizieren???

  • 20.07.2010 22:12 Uhr

    von Carolisa:

    Das glaube ich jetzt nicht, dass man in Südafrika Placebotests gemacht hat. Wie soll man sich das vorstellen? Waren die Frauen tatsächlich restlos aufgeklärt? Kommt mir vor wie in einem schlechten Film.

  • 20.07.2010 19:22 Uhr

    von Immer mit der Ruhe:

    Dafür nehmen dann wahrscheinlich die Gebärmutterhalskarzinome zu.

    So läuft das üblicherweise mit den schulmedizinischen "Therapien".

  • 20.07.2010 19:17 Uhr

    von Jussuf:

    Anhand der Zahlenlage seh ich den Hype, den die Nachricht allerorten von sich lässt, mit Skepsis. Mit den zugrundeliegenden, statistisch unzureichenden Fakten ist keinerlei Beweis für die Wirkung des Gels geliefert - ich würde sogar soweit gehen, dass in einem weiteren Versuch das Gegenteil bewiesen werden könnte - einfach weil die Schwankungen zu groß sind.

    Aber eins ist vollkommen richtig: es muss investiert werden, Bemühungen weiter intensiviert und dort, wo Aufklärung nicht fruchten kann, nach Mitteln und Wegen aus der Katastrophe geforscht werden.

    Gegenwärtig wäre die weit effizientere Methode, die Kirche und ihre verfehlte Sexualpolitik unter Druck zu setzen - sie arbeitet durch ihre arroganten und weltfremden Wertvorstellungen mit am mehrfachen Genozid.

  • 20.07.2010 19:16 Uhr

    von fragezeichen:

    ...mit was für methoden kriegt man denn 98 gesunde frauen dazu, sich mit hiv anstecken zu lassen? oder hab ich da was nicht verstanden??

  • 20.07.2010 18:22 Uhr

    von Heidi:

    Wissenschaft in alle Ehren, aber es muss doch bitte bei so einer Studie eine andere Möglichkeit der Wirksamkeitsüberprüfung als eine Placebo Gruppe geben???

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder