Abgeschrieben, abgetreten: Guttenberg und Koch-Mehrin wurden beim Schummeln erwischt. Wer ist der Nächste? Auf Streife mit einem Plagiatsjäger.von
Nicola Schwarzmaier
@Griz Ich möchte mir dann doch erlauben, Sie auf die Vorschrift des § 53 UrhG und insbesondere Absatz 2 Nr. 1 hinzuweisen, wonach die Herstellung einzelner Vervielfältigungsstücke zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch ohne gewerblichen Zweck zulässig ist.
Und dass die Überprüfung auf Plagiate eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem Werk ist, dürfte wohl keine Frage sein. Immerhin wird überprüft, ob das Werk wissenschaftlichen Standards genügt.
23.05.2011 15:07 Uhr
von LMB:
@peterchen VroniPlag untersucht öffentlich nur Doktorarbeiten, bei denen es konkrete Hinweise gab (durch anonyme Internetuser). Sind die Hinweise unzureichend, wird nicht untersucht. Also man geht NICHT nach einer Liste vor, und prüft: plagiert ja/nein. Daher kann man auch keine Negativliste anlegen.
Was fehlt sind Angaben darüber bei wievielen Arbeiten die Plagiatssuche negativ verläuft. Mir ist klar dass dies kein Beweis für Originalität ist, aber wissenswert wäre es trotzdem. Bei der derzeitigen Berichterstattung hat man immer den Eindruck dass praktisch in jeder Arbeit Plagiate gefunden werden.
21.05.2011 21:34 Uhr
von AlexB:
Was treibt Menschen, andere Menschen anzuprangern, in ihrer Freizeit, wohlgemerkt. Wohl kaum Gerechtigkeit, denn wer dort angekommen ist, lässt auch leben. Es wird wohl was anderes sein. Únd ich befürchte, es wurzelt tief in unserer genetischen Vergangenheit. Im domestizierten Bedürfniss, das dominate Männchen zu stürzen. Keine hehren Motive. Sie befördern nichts gutes.
21.05.2011 20:58 Uhr
von Unecht:
"..... sollten die Frage eher umdrehen: Was sind das für Parteien, in denen offenbar extrem viel Wert auf Titel gelegt wird?"
Das hängt wohl von der angepeilten Wählergruppe ab: Zu Zeiten von Johannes Rau selig ließen sich SPD-Politiker in NRW z.B. gern in Bergmannskluft fotografieren, so als kämen sie gerade 'vonne Schicht' (manche haben sich sogar Kohlenstaub ins Gesicht geschmiert). Ziemlich lustig, weil so offensichtlich gestellt bzw. von den wirklichen Bergleuten plagiiert. Die praktische Bergbau- und Malocher-Erfahrung der abgelichteten Politiker dürfte wohl bei Null gelegen haben. Auch Schutzhelme, Blaumänner und sonstige Accessoires der Arbeitswelt sind beliebt, um Volksnähe zu demonstrieren, auch wenn es an der praktischen Erfahrung mangelt.
Für die 'Bürgerlichen' der Dr-Titel, für die Arbeiter der Prolet-Kult. Unecht ist beides.
21.05.2011 20:19 Uhr
von Stefan:
Bei "Dr." Generalverdacht. Chatzimarkakis hat sich den Vorwürfen gestellt und sie entkräftet. Das interessiert natürlich keinen aus der investigativen Zunft. Das schreibt einer die dümmlichen Plagiatsvorwürfe vom anderen ab - ohne selber zu recherchieren, geschweige denn sich eigene Gedanken zu machen. Schon merkwürdig.
21.05.2011 20:03 Uhr
von goldrand:
Man sollte auch mal anmerken, dass die Abschreiberei nur in den sogenannten Geisteswissenschaften vorkommt und auch nur dort möglich ist, mit durchschnittlich 90 prozentiger Wiederkäuer-Quote auch ohne zu plagiieren. Lichtenberg meinte (sinngemäß, das genaue Zitat wäre zu prüfen ...) es müsse ein Tor sein, der nicht über einen Kirschkern eine Doktorarbeit schreiben könne. Wer denn also einen Dr. in ohnehin windelweichen Fächern macht _und_ noch abschreibt, der hat in meinen Augen jeden Respekt und jedes Vertrauen verloren. Hätte er/sie doch wenistens eigene Gedanken geschrieben, dann wärs meist eine mäßige oder schlechte, aber ehrliche Doktorarbeit. Über den Schreibtischen der Naturwissenschaftler stand mal: One day in the laboratory saves 100 days in the Library ..., da war das Internet noch nicht das, was es heute ist (Gnade der frühen Geburt, freie Paraphrase nach Helmut Kohl). Bei Natur- und Technikwissenschaften nennt sich der GAU Datenfälschung, das ist viel komplizierter zu entdecken.
21.05.2011 18:50 Uhr
von Echt:
Naja, ich finde diese Plagiatsjagd bekommt immer mehr einen unangenehmen Beigeschmack. Ein Besuch auf VroniPlag erinnert ziemlich an einen mittelalterlichen Pranger. Aus gutem Grund haben wir diese Strafform aufgegeben, man sollte sie nicht durch die Hintertür wieder einführen.
Ob die Arbeit einer anonymen 'Schwarmintelligenz' so toll ist? Wer Anschuldigungen erhebt, sollte dies auch unter seinem Namen tun und zu seinen Behauptungen stehen. Gut, die Leute sind im Augenblick begeistert, weil Promis abschiessen soviel Spass macht, und um Guttenberg tut mir's auch nicht leid. Aber stellen wir uns mal vor, auch Lehrer würden systematisch durchleuchtet, und all ihre Ungenauigkeiten und Schummeleien im Netz breitgetreten? Oder man würde nach amerikanischem Vorbild Straftäter ins Netz stellen - und im Gegensatz zu den USA entscheidet dann bei uns eine anonyme Meute, wer da mit was ins Netz kommt?
Schon mal überlegt, wer unter den Bedingungen einer ständigen Anfeindung und Kontrolle überhaupt noch Politiker werden will?
Belanglose Doktorarbeiten haben ziemlich viele abgeliefert, das ist kein Privileg von Politikern. Und um einem weitverbreiteten Vorurteil entgegen zu treten: das ist nicht nur in Deutschland so. Und auch anderswo schmückt man sich gern mit Titeln, auch wenn sich die Gepflogenheiten, wann der Titel benutzt wird, unterscheiden. Aber der Briefkopf eines englischen Professors z.B. sieht auch ziemlich eindrucksvoll aus ....
Also: schön das Guttenberg erwischt wurde, aber seid bitte nicht unkritisch gegenüber der Methode der anonymen Jäger im Netz.
21.05.2011 18:23 Uhr
von Griz:
"Kurz darauf bekommt er die Guttenberg-Dissertation von einem anderen Nutzer als PDF."
Ist dem "Plagiatsjäger" bewusst, dass die digitale Vervielfältigung der Arbeit (Erstellen, Verbreiten, Abspeichern der PDF-Datei) Verwertungsvorgänge gem. §§ 16, 17 UrhG darstellen, die ausschließlich dem Verlag eingeräumt wurden?
Nach auch keine der Ausnahmen der §§ 44 ff. UrhG greifen, verstößt er damit selbst (in vermutlich strafbarer Weise) gegen Urheberrecht. Die Doppelmoral scheint mir hier mit Händen greifbar zu sein.
21.05.2011 16:01 Uhr
von polly paloma:
Muß man wohl nach Guttis Fall nicht mehr betonen, wie wichtig so eine Research-Arbeit für die Demokratie ist. Bleibt dran, Leute! Was immer eine "intrinsische Motivation" auch sein mag...
21.05.2011 14:44 Uhr
von makaki-laki-sraki:
Ach is ditt schön! Ein Hoch auf die tolle Idee einen ETAT für die PlagHunter zu etablieren. GUTE ARBEIT! WEITER SO! Es reicht, dass die Politiker (Verzeihung ob der Verallgemeinerung) die Staatskassen plündern, die geistigen Eigentümer Anderer aber zudem! - es reicht es reicht es reicht. so!
21.05.2011 11:02 Uhr
von Dr. med. Wurst:
Muhahaha ! Wie schön ist es doch, dass es Menschen gibt die Zeit und Mühe aufwenden um mit Fusselarbeit Abschreiber und Betrüger im wissentschaftlichen Bereich zu entlarven. Einigen Polit-Egomanen wird mal eben der Saft abgedreht. In diesem Land wird ja sonst auch Wert auf korrektes Verhalten gelegt. Schön dass die Guttenbergs und Koch-Mehrins mal das Nachsehen haben. Quellennachweis: die Worte der, die, das sind aus dem Vorspann der Sesamstrasse. Die Buchstaben u,v,w habe ich aus der Birkel Buchstaben-Suppe genommen. Das Wort "schön" habe ich bei Google geborgt. Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht....
21.05.2011 10:44 Uhr
von Celsus:
Ein Plagiat riecht nach Faulheit? Da denke ich mal, das kann auch so ausgedrückt werden, dass es eine erstaunlich gute Note für eine höchstens mittelmäßige Arbeit gab und sich dann zu allem Überfluss noch herausstellt, dass es viele nicht gekennzeichnete plagiative Einschübe gibt. Das ist dann wohl das besondere Politiker-Plagiat.
Da haben einige schon Befürchtungen, dass es bald keien PolitikerIn mit Doktortitel mehr gibt in den Reihen von CDU und FDP. Allerdings zeigt das doch wohl auch, wie tief einige Anhänger die Ethik ihrer eigenen Partei einschätzen. Geschummelt und gelogen, aber macht nichts? Dann noch wegen politischer Ziele das Wahlvolk angelogen, aber macht schon wieder nichts?
21.05.2011 10:04 Uhr
von Andersrum:
ich zitiere:! "Lässt anonyme Online-User einer Elite auf die Füße treten."
Auch hier ist es umgedreht. Diese Elite tritt UNS auf die Füsse in dem sie sich Titel erschwindelt. Und mit den Titeln in der Tasche krallen sie sich die Ämter - und das Geld. Danke. Sie verschaffen sich dadurch Vorteile und verdienen damit Geld - mit der Arbeit anderer, von denen sie kopiert haben.
Jemand wie Goali tritt nur zurück und dafür danke ich ihm!
Das geistige Eigentum verdient besondren Schutz, zumindest laut Merkel vor 5 Jahren. Na dann, ab mit den Plagiatoren vor den Richter würde ich sagen!
Leserkommentare
15.06.2011 16:27 Uhr
von hallo?:
@Griz
Ich möchte mir dann doch erlauben, Sie auf die Vorschrift des § 53 UrhG und insbesondere Absatz 2 Nr. 1 hinzuweisen, wonach die Herstellung einzelner Vervielfältigungsstücke zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch ohne gewerblichen Zweck zulässig ist.
Und dass die Überprüfung auf Plagiate eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem Werk ist, dürfte wohl keine Frage sein. Immerhin wird überprüft, ob das Werk wissenschaftlichen Standards genügt.
23.05.2011 15:07 Uhr
von LMB:
@peterchen
VroniPlag untersucht öffentlich nur Doktorarbeiten, bei denen es konkrete Hinweise gab (durch anonyme Internetuser). Sind die Hinweise unzureichend, wird nicht untersucht. Also man geht NICHT nach einer Liste vor, und prüft: plagiert ja/nein. Daher kann man auch keine Negativliste anlegen.
23.05.2011 15:00 Uhr
von wilko0070:
Der Nächste, bitte!
"Dr." Bijan Djir-Sarai (FDP):
http://de.vroniplag.wikia.com/index.php?title=Forum:Ein_Fund
22.05.2011 10:32 Uhr
von Peterchen:
Was fehlt sind Angaben darüber bei wievielen Arbeiten die Plagiatssuche negativ verläuft. Mir ist klar dass dies kein Beweis für Originalität ist, aber wissenswert wäre es trotzdem. Bei der derzeitigen Berichterstattung hat man immer den Eindruck dass praktisch in jeder Arbeit Plagiate gefunden werden.
21.05.2011 21:34 Uhr
von AlexB:
Was treibt Menschen, andere Menschen anzuprangern, in ihrer Freizeit, wohlgemerkt. Wohl kaum Gerechtigkeit, denn wer dort angekommen ist, lässt auch leben.
Es wird wohl was anderes sein.
Únd ich befürchte, es wurzelt tief in unserer genetischen Vergangenheit. Im domestizierten Bedürfniss, das dominate Männchen zu stürzen.
Keine hehren Motive. Sie befördern nichts gutes.
21.05.2011 20:58 Uhr
von Unecht:
"..... sollten die Frage eher umdrehen: Was sind das für Parteien, in denen offenbar extrem viel Wert auf Titel gelegt wird?"
Das hängt wohl von der angepeilten Wählergruppe ab: Zu Zeiten von Johannes Rau selig ließen sich SPD-Politiker in NRW z.B. gern in Bergmannskluft fotografieren, so als kämen sie gerade 'vonne Schicht' (manche haben sich sogar Kohlenstaub ins Gesicht geschmiert). Ziemlich lustig, weil so offensichtlich gestellt bzw. von den wirklichen Bergleuten plagiiert. Die praktische Bergbau- und Malocher-Erfahrung der abgelichteten Politiker dürfte wohl bei Null gelegen haben. Auch Schutzhelme, Blaumänner und sonstige Accessoires der Arbeitswelt sind beliebt, um Volksnähe zu demonstrieren, auch wenn es an der praktischen Erfahrung mangelt.
Für die 'Bürgerlichen' der Dr-Titel, für die Arbeiter der Prolet-Kult. Unecht ist beides.
21.05.2011 20:19 Uhr
von Stefan:
Bei "Dr." Generalverdacht.
Chatzimarkakis hat sich den Vorwürfen gestellt und sie entkräftet. Das interessiert natürlich keinen aus der investigativen Zunft. Das schreibt einer die dümmlichen Plagiatsvorwürfe vom anderen ab - ohne selber zu recherchieren, geschweige denn sich eigene Gedanken zu machen. Schon merkwürdig.
21.05.2011 20:03 Uhr
von goldrand:
Man sollte auch mal anmerken, dass die Abschreiberei nur in den sogenannten Geisteswissenschaften vorkommt und auch nur dort möglich ist, mit durchschnittlich 90 prozentiger Wiederkäuer-Quote auch ohne zu plagiieren. Lichtenberg meinte (sinngemäß, das genaue Zitat wäre zu prüfen ...) es müsse ein Tor sein, der nicht über einen Kirschkern eine Doktorarbeit schreiben könne. Wer denn also einen Dr. in ohnehin windelweichen Fächern macht _und_ noch abschreibt, der hat in meinen Augen jeden Respekt und jedes Vertrauen verloren.
Hätte er/sie doch wenistens eigene Gedanken geschrieben, dann wärs meist eine mäßige oder schlechte, aber ehrliche Doktorarbeit. Über den Schreibtischen der Naturwissenschaftler stand mal: One day in the laboratory saves 100 days in the Library ..., da war das Internet noch nicht das, was es heute ist (Gnade der frühen Geburt, freie Paraphrase nach Helmut Kohl).
Bei Natur- und Technikwissenschaften nennt sich der GAU Datenfälschung, das ist viel komplizierter zu entdecken.
21.05.2011 18:50 Uhr
von Echt:
Naja, ich finde diese Plagiatsjagd bekommt immer mehr einen unangenehmen Beigeschmack. Ein Besuch auf VroniPlag erinnert ziemlich an einen mittelalterlichen Pranger. Aus gutem Grund haben wir diese Strafform aufgegeben, man sollte sie nicht durch die Hintertür wieder einführen.
Ob die Arbeit einer anonymen 'Schwarmintelligenz' so toll ist? Wer Anschuldigungen erhebt, sollte dies auch unter seinem Namen tun und zu seinen Behauptungen stehen. Gut, die Leute sind im Augenblick begeistert, weil Promis abschiessen soviel Spass macht, und um Guttenberg tut mir's auch nicht leid. Aber stellen wir uns mal vor, auch Lehrer würden systematisch durchleuchtet, und all ihre Ungenauigkeiten und Schummeleien im Netz breitgetreten? Oder man würde nach amerikanischem Vorbild Straftäter ins Netz stellen - und im Gegensatz zu den USA entscheidet dann bei uns eine anonyme Meute, wer da mit was ins Netz kommt?
Schon mal überlegt, wer unter den Bedingungen einer ständigen Anfeindung und Kontrolle überhaupt noch Politiker werden will?
Belanglose Doktorarbeiten haben ziemlich viele abgeliefert, das ist kein Privileg von Politikern. Und um einem weitverbreiteten Vorurteil entgegen zu treten: das ist nicht nur in Deutschland so. Und auch anderswo schmückt man sich gern mit Titeln, auch wenn sich die Gepflogenheiten, wann der Titel benutzt wird, unterscheiden. Aber der Briefkopf eines englischen Professors z.B. sieht auch ziemlich eindrucksvoll aus ....
Also: schön das Guttenberg erwischt wurde, aber seid bitte nicht unkritisch gegenüber der Methode der anonymen Jäger im Netz.
21.05.2011 18:23 Uhr
von Griz:
"Kurz darauf bekommt er die Guttenberg-Dissertation von einem anderen Nutzer als PDF."
Ist dem "Plagiatsjäger" bewusst, dass die digitale Vervielfältigung der Arbeit (Erstellen, Verbreiten, Abspeichern der PDF-Datei) Verwertungsvorgänge gem. §§ 16, 17 UrhG darstellen, die ausschließlich dem Verlag eingeräumt wurden?
Nach auch keine der Ausnahmen der §§ 44 ff. UrhG greifen, verstößt er damit selbst (in vermutlich strafbarer Weise) gegen Urheberrecht. Die Doppelmoral scheint mir hier mit Händen greifbar zu sein.
21.05.2011 16:01 Uhr
von polly paloma:
Muß man wohl nach Guttis Fall nicht mehr betonen, wie wichtig so eine Research-Arbeit für die Demokratie ist. Bleibt dran, Leute! Was immer eine "intrinsische Motivation" auch sein mag...
21.05.2011 14:44 Uhr
von makaki-laki-sraki:
Ach is ditt schön! Ein Hoch auf die tolle Idee einen ETAT für die PlagHunter zu etablieren.
GUTE ARBEIT! WEITER SO! Es reicht, dass die Politiker (Verzeihung ob der Verallgemeinerung) die Staatskassen plündern, die geistigen Eigentümer Anderer aber zudem! - es reicht es reicht es reicht. so!
21.05.2011 11:02 Uhr
von Dr. med. Wurst:
Muhahaha ! Wie schön ist es doch, dass es Menschen gibt die Zeit und Mühe aufwenden um mit Fusselarbeit Abschreiber und Betrüger im wissentschaftlichen Bereich zu entlarven. Einigen Polit-Egomanen wird mal eben der Saft abgedreht. In diesem Land wird ja sonst auch Wert auf korrektes Verhalten gelegt. Schön dass die Guttenbergs und Koch-Mehrins mal das Nachsehen haben. Quellennachweis: die Worte der, die, das sind aus dem Vorspann der Sesamstrasse. Die Buchstaben u,v,w habe ich aus der Birkel Buchstaben-Suppe genommen. Das Wort "schön" habe ich bei Google geborgt. Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht....
21.05.2011 10:44 Uhr
von Celsus:
Ein Plagiat riecht nach Faulheit? Da denke ich mal, das kann auch so ausgedrückt werden, dass es eine erstaunlich gute Note für eine höchstens mittelmäßige Arbeit gab und sich dann zu allem Überfluss noch herausstellt, dass es viele nicht gekennzeichnete plagiative Einschübe gibt. Das ist dann wohl das besondere Politiker-Plagiat.
Da haben einige schon Befürchtungen, dass es bald keien PolitikerIn mit Doktortitel mehr gibt in den Reihen von CDU und FDP. Allerdings zeigt das doch wohl auch, wie tief einige Anhänger die Ethik ihrer eigenen Partei einschätzen. Geschummelt und gelogen, aber macht nichts? Dann noch wegen politischer Ziele das Wahlvolk angelogen, aber macht schon wieder nichts?
21.05.2011 10:04 Uhr
von Andersrum:
ich zitiere:! "Lässt anonyme Online-User einer Elite auf die Füße treten."
Auch hier ist es umgedreht. Diese Elite tritt UNS auf die Füsse in dem sie sich Titel erschwindelt. Und mit den Titeln in der Tasche krallen sie sich die Ämter - und das Geld. Danke. Sie verschaffen sich dadurch Vorteile und verdienen damit Geld - mit der Arbeit anderer, von denen sie kopiert haben.
Jemand wie Goali tritt nur zurück und dafür danke ich ihm!
Das geistige Eigentum verdient besondren Schutz, zumindest laut Merkel vor 5 Jahren. Na dann, ab mit den Plagiatoren vor den Richter würde ich sagen!