• 02.02.2010

Untersuchung von Greenpeace

Pestizide im Supermarkt-Salat

Beunruhigende Entdeckung bei Kopfsalat und Rucola aus Supermärkten: Die Umweltorganisation Greenpeace fand bei 36 Proben 29 mal Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.

  • 03.02.2010 12:14 Uhr

    von MeinName:

    Hat mich jetzt interessiert.
    Greenpeace verwendet dabei einen selbstdefinierten Summengrenzwert.
    Das Verfahren ist sehr einfach, jede Belastung wird ins Verhältnis zu ihrem Grenzwert gesetzt, diese Werte werden addiert.
    Wenn ein Pestizid mit einer Konzentration vorhanden ist, die 60% des gesetzlichen Grenzwerts entspricht, und ein anderes mit 50% des entsprechenden Grenzwerts, ergibt sich eine Belastung von 110%.
    Finde ich durchaus sinnvoll und nicht an den Haaren herbei gezogen.
    Die bisherige gesetzliche Regelung erlaubt es anscheinend, Produkte mit verschiedenen Pestiziden zu belasten, solange die Konzentration jedes Pestizids unter dem jeweiligen Grenzwert bleibt; theoretisch wäre also beispielsweise eine Behandlung mit einer Mischung aus 10000 verschiedenen Pestiziden zulässig, solange die Rückstände jedes einzelnen Pestizids 99,9% des Grenzwert nicht überschreiten. Mir scheint, dass eine derartige Belastung weit größer wäre als die Belastung durch ein einziges Pestizid mit 99,9% des entsprechenden Grenzwerts.
    Greenpeace würde in diesem Beispiel also eine ca 10000-fache Überschreitung ihres Summengrenzwertes melden, der Hersteller würde schreiben, dass das Produkt den gesetzlichen Rahmenbedingungen entspricht und daher als unbedenklich betrachtet werden darf.
    Interessenverbände schreiben zu solchen Greenpeace-Meldungen anscheinend gerne, dass das Verfahren von Greenpeace nicht anerkannt und wissenschaftlich nicht sinnvoll sei blablablubb etc.
    Die Gesetzeslücke scheint seit Jahren bekannt zu sein und wird aktiv ausgenutzt.
    Es gibt offenbar auch seit Jahren "Überlegungen", Summengrenzwerte für Pestizide einzuführen, meines Wissens ist da aber noch nicht viel passiert.
    Es finden sich sicher Gründe, solche Gesetzeslücken weiter bestehen zu lassen.
    Die Landwirtschaft kann wirtschaftlicher arbeiten.
    Die Bevölkerung wird vermutlich eher krank.
    Die Pharmafirmen können mehr Medikamente verticken.
    Die Lebenserwartung sinkt, was die demographische Verteilung optimiert und die Rentenversicherung entlastet.
    Die Renten sind sicher.

  • 03.02.2010 06:21 Uhr

    von Karin Haertel:

    Nun stellt euch doch nicht so an. Solange es Grenzwerte fuer Pestizide in Lebensmitteln gibt, wird es kein "Gruen, Oeko und Bio" geben. Denn wo auf der Wet gibt es denn den absoluten sauberen Boden, wenn ich noch nicht mal im eigenen Garten schadstofffreies Gemuese ernten kann?

  • 02.02.2010 17:08 Uhr

    von Boiteltoifel:

    Schnarch... Vor ca. 40 Jahren hatte ich mal ein Meerschwein. Und da haben die Leute im Tiergeschäft schon gesagt, daß man denen nicht so viel Salat geben soll, weil das Zeug so giftig ist.

    Demnächst entdeckt Greenpeace bestimmt, daß alle Weintrauben gespritzt sind...

  • 02.02.2010 16:43 Uhr

    von Pat:

    Ach, da wächst schneller Gras über die Sache als der Durchschnittsverbraucher denken kann. 20-30 Jahre später kommt dann das der Exitus in Form von Krebs. Schlaf, Kindlein, schlaf
    da draußen steht ein Schaf;
    Ein Schaf und eine Bunte Kuh;
    mein Kindlein mach die Äuglein zu.
    Schlaf, Kindlein, schlaf.

  • 02.02.2010 16:05 Uhr

    von DanielK:

    ...dieser Artikel spricht für sich.
    Viel mehr kann man dazu nicht sagen.

    ...außer: Esst Saison-angepaßt, bio und regional! - dann ist Salat gesund und gesundheitsfördernd nicht krankmachend!

    Für mich heißt das im Winter: Lageräpfel, Sauerkraut, Wurzelgemüse, Eingekochtes ect....z.T. aus dem eigenen Garten, z.T. aus´m Bioladen.

    ...mmhhh lecker!

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