• 15.06.2009

Unkenntnis im Kampf gegen Kinderpornos

Sperren als Selbstzweck

Die Regierung weiß nicht, wo die Server stehen und ob es überhaupt eine relevante Anzahl von Kinderporno-Websites gibt.von Christian Rath

  • 16.06.2009 22:13 Uhr

    von Julian:

    Was die Koalition sich hier herausnimmt ist nicht weniger als Volksverrat. Liebe taz, warum ist auf der Titelseite Platz für Klinsi, aber nicht für diese Ungeheuerlichkeit?

    Die Piratenpartei braucht übrigens noch Unterschriften ...

  • 16.06.2009 14:37 Uhr

    von Yussuf:

    Wie kann man denn als normaler Bürger bei einer sooooooo großen IGNORANZ gegenüber den REALEN GEGEBENHEITEN NICHT DAVON AUSGEHEN, dass es der Bundesregierung um etwas ganz anderes als um den Kampf gegen Kindesmissbrauchs-Darstellungen im Internet?!?

    Wer einen Funken Verstand hat, der erkennt sofort, dass das ganze Gesetzesvorhaben in sich unschlüssig - ja sogar widersinnig bzgl. der propagierten Ziele ist.

    Und so lange die Bundesregierung an ihrem irrwitzigen Vorhaben fest hält muss man den Protagonisten bei jeder Gelegenheit zurufen: "BEENDEN SIE IHR IRRSINNIGES VORHEBEN! SIE IRREN SICH!"

    Yussuf

  • 16.06.2009 13:02 Uhr

    von Seb:

    Es ist eine unglaubliche und nicht zu verzeihende Dreistigkeit, dass die Bundesregierung ihr Zensurvorhaben so starrsinnig umsetzt. Heute läuft die Petition gegen diesen Gesetzesentwurf aus, und hat bereits einen neuen Beteiligungsrekord aufgestellt. In der SPD-Basis rumort es kräftig und niemand dort versteht, warum die Parteispitze so schnell einknickt. In der Bevölkerung stößt der plötzliche Aktionismus auf Unverständnis und die Frage, warum das Thema nicht wenigstens bis zum Herbst Zeit gehabt hätte, drängt sich auf.

    Was bleibt uns also übrig? Zu mobilisieren und zu demonstrieren? Die Sperren zu umgehen und die Gesetze schlicht zu ignorieren? Zu hoffen, dass die Mitglieder der SPD-Fraktion auf ihr Gewissen vertrauen? Womöglich alles zusammen.

    Kommentare bitte auf http://bit.ly/sebzen/

  • 15.06.2009 19:05 Uhr

    von Christian K.:

    @gockeline

    Jene, welche grundlegende Freiheiten aufgeben, für ein wenig
    vorübergehende Sicherheit, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.

    Benjamin Franklin, bekannter Schweinefütterer der über eine Unmenge von Perlen verfügte

  • 15.06.2009 12:50 Uhr

    von Martin:

    @ Gockeline:

    "Hier wird wieder mit Falschmeldungen parriert.
    Einseitig berichtet.
    So getan als gäbe es keine Kinderpornoseiten.
    Die vielen Klicks ignoriert."

    Wer so schreibt, scheint sich auszukennen, angesichts dessen, daß nicht mal die Bundesregierung weiß, ob es Internetseiten mit Kinderpornographie überhaupt gibt, und erst recht nichts über Besucherzahlen weiß.

  • 15.06.2009 12:25 Uhr

    von mungo:



    Warum soll wer Hirn vom Himmel werfen. Glaubt Ihr tatsächlich noch, die wissen nicht , was sie tun?


  • 15.06.2009 11:49 Uhr

    von Laienzensor:

    Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP:

    - keine gesicherten Erkenntnisse
    - Sie hat daher auch keine Informationen
    - hat im Übrigen keine Kenntnis darüber
    - verfügt über keine eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse
    - Die Bundesregierung hat keine Sperrlisten untersucht
    - verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderporngraphie in Deutschland. [...]
    ____________________________________________
    Unglaublich aber auf dieser Grundlage sollen tatsächlich die Grundrechte der Bürger eingeschränkt werden.

    Fazit: Von Laien regiert und zensiert

  • 15.06.2009 11:07 Uhr

    von Gockeline:

    Hier wird wieder mit Falschmeldungen parriert.
    Einseitig berichtet.
    So getan als gäbe es keine Kinderpornoseiten.
    Die vielen Klicks ignoriert.
    Sind da auch welche von euch dabei?
    Angst erwischt zu werden?
    Kinderverletzungen völlig egal?
    Keine Mitarbeit die Seiten ausfindig zu machen und zu stoppen?

  • 15.06.2009 09:32 Uhr

    von Daniel:

    Und bei der nächsten Wahl jammern sie dann wieder das die Wahlbeteiligung sinkt.
    Solange der politische Prozess in diesem Land so undurchsichtig bleibt das nicht einmal die Abgeordneten genau wissen auf welcher Faktengrundlage die Entscheidungen getroffen werden ist es doch eigentlich nicht verwunderlich das viele Menschen nicht einordnen können wer für was steht.
    Für mich ist es nicht mehr nachvollziehbar was in den Parteien gegeneinander abgewogen wird, zumindestens nicht was ausser Wahltaktischen Überlegungen überhaupt noch eine Rolle spielt.
    Ich will aber nicht Wählen wie der nächste Wahlkampf geführt wird, sondern ich will wählen wie die Politik gestaltet wird!

  • 15.06.2009 08:25 Uhr

    von Jasmin:

    Typisch, außer heißer Luft und einem Entrüstungsnebel aus wohlfeilem Wortgeklingel haben die Apologeten der Internetsperre nichts zu bieten. Auf Nachfragen nichts als peinliche Rücknahmen der vorher so lautstark wie unbekümmert propagierten Erkenntisse. Aber es scheint zu funktionieren, ein Großteil der Bevölkerung wird damit abgefüttert und plappert brav die vorgegebenen Parolen nach . Bis auf die hier:
    http://zeichnemit.de/

  • 15.06.2009 06:31 Uhr

    von Andy:

    Irgendwie ist es schon traurig, daß es besonders der Deutsche Bundesregierung zu verdanken ist, daß bei Kinderpornographie heutzutage jeder an Zensur denkt.

    Die Regierungen dachten schlicht, dieser Begriff an sich reicht schon aus, um die "kleine Clique" der quäkenden Internet-User mundtot zu machen. Das ging zum Glück mächtig nach hinten los. Es ist eben keine kleine Clique mehr, wie es sich die Regierungen gewünscht/vorgestellt haben.

  • 14.06.2009 22:41 Uhr

    von Karla82:

    Ein größeres Problem ist, das die Zensurverträge des BKA von den allzu Zensurbereiten Deutschen Internet Serviceprovidern bereits unterschrieben wurden!

    Unter
    www.zensurprovider.de

    gibt es eine Auflistung der Deutschen internet -Zensurprovidern.

  • 14.06.2009 19:53 Uhr

    von Mc Fly:

    Herr wirf Hirn vom Himmel! ...oder seid endlich ehrlich, warum Sperren einführt werden sollen.

    Die Anfrage der FDP an diese Regierung und die Antworten darauf, taz, ihr haltet euch da sehr zurück, das gesamte Vorhaben wird doch an sich schon durch die Antworten komplett ad absurdum geführt, ist einfach skandalös.

    Doch wir bekommen keinen Fuß vor die Tür, die große Stütze auserhalb des Webs, die auch die Petition und alle Beteiligten antreiben könnte, fehlt. Zum Teil bei den Medien, zum anderen Teil, weil es einfach die protestierende Gemeinschaft nicht gewohnt ist vor die Tür zu gehen und sich Demos und anderen Protesten anzuschließen oder selbst abzuahlten. Es ist nicht organisiert. Der Protest kommt aus allen Teilen der Gesellschaft und viele davon waren bisher ruhig, haben durchgenickt, mitgemacht und suchen noch ihren Weg. Sie werden ihn finden.

    Diese Lüge über Daten und Verunglimpfungen, die einen Teil der Gesellschaft in die krimminelle Ecke rückte, die bewusst aufgetischt wurden, sie werden nicht vergessen werden.

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