• 17.02.2009

Umweltministergipfel in Nairobi

Arbeit an grüner Jobrevolution

Zum Auftakt des Umweltministergipfels fordert der Chef des UN-Programms, Hunderte Milliarden Euro zu investieren.von Marc Engelhardt

  • 17.02.2009 15:09 Uhr

    von Anne:

    Ich stimme b. w. zu, obwohl ich die erwähnte "Arbeitshypothese" leider (ebefalls) sehr utopisch finde.

    Bei der Gelegenheit ein Beispiel für die Richtigkeit der These vom allg. Nutzen eines Green New Deal gerade auch für wenig industrialisierte Länder, nicht dass sie jetzt alles nachmachen sollen, was Europa u.s.w. gemacht haben, nein, sie sollen es besser machen!
    z.B. könnten regional hergestellte Parabolspiegelsolaranlagen in Afrika, Südasien, Lateinamerika gerade auch ländlichen Regionen außerordentlich viel nützen, vgl. z.B. http://www.tiloo.ch - wo die Anlagen allerdings meist noch aus dem Land selbst kommen, soweit ich weiß, aber es zeigt, wie es das Leben der Menschen deutlich verbessert, schon allein z.B. weil sie kaum noch die extrem mühsame Holzsammelarbeit machen müssen (oft machen das ja Kinder und Frauen), und das nutzt zugleich der Bodenfruchtbarkeit, weil es Erosion vermindert, und das wiederum auch den Menschen, die da leben.

  • 17.02.2009 02:26 Uhr

    von b. w.:

    Ein globaler Green New Deal (den merkwürdigerweise Bündnis90/DieGrünen in "New Green Deal" umbenannt haben - frage mich, wem diese Schlauigkeit eingefallen ist ...) wäre tatsächlich das sehr schwerwiegend kleinere Übel zu den bisherigen Wegen, weil letztlich Umwelt- und Naturschutz langfristig (meist auch schon mittel- und kurzfristig) der absoluten Mehrheit aller Menschen Chancen für ein besseres Leben schafft (wie sehr die Chancen genutzt werden können, hängt natürlich zusätzlich noch von anderen Dingen ab, sogenannte "soziale" Faktoren, neben den sogenannte "ökologischen").

    Und da sind wir schon bei einem großen Haken, den der ganze New Deal immer noch hat: Reiche werden noch reicher - wie gehabt.

    Denn wer z.B. in erfolgreiche "Umwelttechnologien" (z.B. erneuerbare Energien etc.) überdurchschnittlich investieren kann, macht dann auch wieder überdurchschnittliche Gewinne.

    Auch da wäre endlich eine grundlegende Richtungsänderung angebracht (nein, nicht eine Wiederkehr alter Pseudozozialismen. Eine oder mehrere Sackgassen in einem Labyrinth beweisen aber auch nicht, dass es überhaupt keinen Weg aus dem Labyrinth gibt - und exzessive reich-arm Unterschiede sind ein Labyrinth, bzw. ein Teil von einem solchen).

    Wie wär's mal mit einem gesetzlichen Maximum des Eigentums von Tauschwerten (jeder Art)? und einer Obergrenze des monatlichen Einkommens je Person? So als Anfang europaweit z.B. 12.000 € / Monat (traditionell von der Steuer absetzbare Dinge nicht mitgezählt) und 1 Mio € Gesamteigentumswerte. Was darüber ist, wird demokratisch von Gemeinde, Land, Bund und speziellen Fonds des EU-Parlament verwaltet. - nur mal als erste Arbeitshypothese.

    Dann würde aus dem Green New Deal sogar ein Social Green New Deal.

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