Laut Union und FDP schonen Atomkraftwerke das Klima. Dem widerspricht das Umweltbundesamt: Das eingesparte CO2 werde anderswo ausgestoßen.von Hanna Gersmann Und Malte Kreutzfeldt
Da sieht man, mit welchen Argumenten Kernkraftgegner schon antreten müssen, um etwas gegen diese Energieform zu sagen. Genauso gut könnte man auch gegen Windkraft sein, wie diese (natürlich fingierte) Meldung zeigt:
'Ausbau der Windenergie gefährdet Klimaschutz Dies erklärte gestern der renommierte Leserbriefschreiber Sebas im TAZ Forum. [begin zitat]"Die durch die Windkraftanlagen eingesparte Kohlendioxidmenge würde anderswo ausgestoßen", erklärt Sebas. Denn im Emissionshandel ist die Gesamtmenge des Kohlendioxids, das Unternehmen ausstoßen dürfen, gedeckelt - bei derzeit rund 550 Millionen Tonnen im Jahr. Wenn die Stromwirtschaft weniger Emissionsrechte braucht, werden sie von der Industrie an anderer Stelle genutzt." In einem solchen Fall würden mehr Windkraftanlagen dem Klima nicht nur nichts nützen - sie würden sogar schaden. Denn ein Überangebot an Emissionsrechten würde dazu führen, dass diese deutlich billiger würden. Dadurch würden sich zum einen Investitionen in klimaschonende Technik für Unternehmen weniger lohnen, weil es möglicherweise billiger wäre, zusätzliche CO2-Zertifikate zu kaufen. [ende zitat]'
Ich hoffe, die Redaktion hat nichts dagegen, dass ich das oben als [zitat] markierte aus Faulheit und zur Untermauerung meiner These aus dem Artikel genommen und lediglich "AKWs" durch "Windkraftanlagen" sowie "längere Laufzeiten" durch "mehr Windkraftanlagen" ersetzt habe (oh, und die Investionen habe ich durch Investitionen ersetzt, was wahrscheinlich gemeint war).
Ich wollte damit zeigen, wie weit die im Artikel verwendete Argumentation hergeholt ist, da sie 1:1 auf jede CO2-sparende Form der Energieerzeugung bzw. -nutzung (wenn man Energie spart, ein Kohlekraftwerk dadurch geschlossen wird und somit Zertifikate frei werden, gilt die selbe Argumentation) anwendbar ist.
Man könnte das ganze aber auch von einer etwas anderen Seite sehen: Wenn man die KKW weiter laufen lässt, könnte man die im Artikel genannten 60 bis 64 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis ohne Kosten verwenden um entweder sofort die verfügbare Menge an Zertifikaten um 20 Mio. t zu verringern - was gut für den Klimaschutz wäre - oder aber die Industrie und damit letztendlich die Verbraucher (uns) um die Zertifikatkosten für 20 Mio. t zu entlasten - was gut für uns und unsere Arbeitsplätze wäre. Natürlich kommt auch jede Aufspittung dieser Möglichkeiten in Frage.
11.02.2011 17:59 Uhr
von Pro-A:
Finde den Titel total falsch, denn im Artikel steht eindeutig "durch die AKWs eingesparte Kohlendioxidmenge...", also doch.
Man soll die Emissiongsrechte drastisch reduzieren und alle Subventionen abschaffen, dann schauen wir mal weiter.
11.02.2011 17:59 Uhr
von t-claudius:
Warum muß man einen so brisanten Artikel zu einem so wichtigen Thema im hinterletzten Eckchen von TAZ-Online suchen? Reicht der Einfluß der Atom-Lobby so weit? Es handelt sich bei den schwarz-gelben Atom-Plänen um einen hässlichen Skandal aus Lügen und Lobbyismus! Kapiert das denn keiner?! Oder ist das allen egal?
11.02.2011 17:59 Uhr
von Kathöfer:
Das Ausstiegsgesetz war ein Geben-und-Nehmen. Was ist bei einer Verlängerung mit der Haftung? Die wurde in der Konsensverhandlung verstaatlicht, bei einer Verlängerung ist es daher vollgerichtig wenn die Betreiber sich selbst versichern. Denn, warum sollen die Betreiber nur die Hälfte der Gewinne abgeben?
12.10.2009 19:15 Uhr
von Sebas:
Da sieht man, mit welchen Argumenten Kernkraftgegner schon antreten müssen, um etwas gegen diese Energieform zu sagen. Genauso gut könnte man auch gegen Windkraft sein, wie diese (natürlich fingierte) Meldung zeigt:
'Ausbau der Windenergie gefährdet Klimaschutz Dies erklärte gestern der renommierte Leserbriefschreiber Sebas im TAZ Forum. [begin zitat]"Die durch die Windkraftanlagen eingesparte Kohlendioxidmenge würde anderswo ausgestoßen", erklärt Sebas. Denn im Emissionshandel ist die Gesamtmenge des Kohlendioxids, das Unternehmen ausstoßen dürfen, gedeckelt - bei derzeit rund 550 Millionen Tonnen im Jahr. Wenn die Stromwirtschaft weniger Emissionsrechte braucht, werden sie von der Industrie an anderer Stelle genutzt." In einem solchen Fall würden mehr Windkraftanlagen dem Klima nicht nur nichts nützen - sie würden sogar schaden. Denn ein Überangebot an Emissionsrechten würde dazu führen, dass diese deutlich billiger würden. Dadurch würden sich zum einen Investitionen in klimaschonende Technik für Unternehmen weniger lohnen, weil es möglicherweise billiger wäre, zusätzliche CO2-Zertifikate zu kaufen. [ende zitat]'
Ich hoffe, die Redaktion hat nichts dagegen, dass ich das oben als [zitat] markierte aus Faulheit und zur Untermauerung meiner These aus dem Artikel genommen und lediglich "AKWs" durch "Windkraftanlagen" sowie "längere Laufzeiten" durch "mehr Windkraftanlagen" ersetzt habe (oh, und die Investionen habe ich durch Investitionen ersetzt, was wahrscheinlich gemeint war).
Ich wollte damit zeigen, wie weit die im Artikel verwendete Argumentation hergeholt ist, da sie 1:1 auf jede CO2-sparende Form der Energieerzeugung bzw. -nutzung (wenn man Energie spart, ein Kohlekraftwerk dadurch geschlossen wird und somit Zertifikate frei werden, gilt die selbe Argumentation) anwendbar ist.
Man könnte das ganze aber auch von einer etwas anderen Seite sehen: Wenn man die KKW weiter laufen lässt, könnte man die im Artikel genannten 60 bis 64 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis ohne Kosten verwenden um entweder sofort die verfügbare Menge an Zertifikaten um 20 Mio. t zu verringern - was gut für den Klimaschutz wäre - oder aber die Industrie und damit letztendlich die Verbraucher (uns) um die Zertifikatkosten für 20 Mio. t zu entlasten - was gut für uns und unsere Arbeitsplätze wäre. Natürlich kommt auch jede Aufspittung dieser Möglichkeiten in Frage.
09.10.2009 16:02 Uhr
von Pro-A:
Finde den Titel total falsch, denn im Artikel steht eindeutig "durch die AKWs eingesparte Kohlendioxidmenge...", also doch.
Man soll die Emissiongsrechte drastisch reduzieren und alle Subventionen abschaffen, dann schauen wir mal weiter.
09.10.2009 10:52 Uhr
von t-claudius:
Warum muß man einen so brisanten Artikel zu einem so wichtigen Thema im hinterletzten Eckchen von TAZ-Online suchen? Reicht der Einfluß der Atom-Lobby so weit? Es handelt sich bei den schwarz-gelben Atom-Plänen um einen hässlichen Skandal aus Lügen und Lobbyismus! Kapiert das denn keiner?! Oder ist das allen egal?
09.10.2009 08:59 Uhr
von Kathöfer:
Das Ausstiegsgesetz war ein Geben-und-Nehmen. Was ist bei einer Verlängerung mit der Haftung? Die wurde in der Konsensverhandlung verstaatlicht, bei einer Verlängerung ist es daher vollgerichtig wenn die Betreiber sich selbst versichern. Denn, warum sollen die Betreiber nur die Hälfte der Gewinne abgeben?
Leserkommentare
11.02.2011 18:00 Uhr
von Sebas:
Da sieht man, mit welchen Argumenten Kernkraftgegner schon antreten müssen, um etwas gegen diese Energieform zu sagen. Genauso gut könnte man auch gegen Windkraft sein, wie diese (natürlich fingierte) Meldung zeigt:
'Ausbau der Windenergie gefährdet Klimaschutz
Dies erklärte gestern der renommierte Leserbriefschreiber Sebas im TAZ Forum. [begin zitat]"Die durch die Windkraftanlagen eingesparte Kohlendioxidmenge würde anderswo ausgestoßen", erklärt Sebas. Denn im Emissionshandel ist die Gesamtmenge des Kohlendioxids, das Unternehmen ausstoßen dürfen, gedeckelt - bei derzeit rund 550 Millionen Tonnen im Jahr. Wenn die Stromwirtschaft weniger Emissionsrechte braucht, werden sie von der Industrie an anderer Stelle genutzt."
In einem solchen Fall würden mehr Windkraftanlagen dem Klima nicht nur nichts nützen - sie würden sogar schaden. Denn ein Überangebot an Emissionsrechten würde dazu führen, dass diese deutlich billiger würden. Dadurch würden sich zum einen Investitionen in klimaschonende Technik für Unternehmen weniger lohnen, weil es möglicherweise billiger wäre, zusätzliche CO2-Zertifikate zu kaufen. [ende zitat]'
Ich hoffe, die Redaktion hat nichts dagegen, dass ich das oben als [zitat] markierte aus Faulheit und zur Untermauerung meiner These aus dem Artikel genommen und lediglich "AKWs" durch "Windkraftanlagen" sowie "längere Laufzeiten" durch "mehr Windkraftanlagen" ersetzt habe (oh, und die Investionen habe ich durch Investitionen ersetzt, was wahrscheinlich gemeint war).
Ich wollte damit zeigen, wie weit die im Artikel verwendete Argumentation hergeholt ist, da sie 1:1 auf jede CO2-sparende Form der Energieerzeugung bzw. -nutzung (wenn man Energie spart, ein Kohlekraftwerk dadurch geschlossen wird und somit Zertifikate frei werden, gilt die selbe Argumentation) anwendbar ist.
Man könnte das ganze aber auch von einer etwas anderen Seite sehen: Wenn man die KKW weiter laufen lässt, könnte man die im Artikel genannten 60 bis 64 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis ohne Kosten verwenden um entweder sofort die verfügbare Menge an Zertifikaten um 20 Mio. t zu verringern - was gut für den Klimaschutz wäre - oder aber die Industrie und damit letztendlich die Verbraucher (uns) um die Zertifikatkosten für 20 Mio. t zu entlasten - was gut für uns und unsere Arbeitsplätze wäre.
Natürlich kommt auch jede Aufspittung dieser Möglichkeiten in Frage.
11.02.2011 17:59 Uhr
von Pro-A:
Finde den Titel total falsch, denn im Artikel steht eindeutig "durch die AKWs eingesparte Kohlendioxidmenge...", also doch.
Man soll die Emissiongsrechte drastisch reduzieren und alle Subventionen abschaffen, dann schauen wir mal weiter.
11.02.2011 17:59 Uhr
von t-claudius:
Warum muß man einen so brisanten Artikel zu einem so wichtigen Thema im hinterletzten Eckchen von TAZ-Online suchen? Reicht der Einfluß der Atom-Lobby so weit? Es handelt sich bei den schwarz-gelben Atom-Plänen um einen hässlichen Skandal aus Lügen und Lobbyismus! Kapiert das denn keiner?! Oder ist das allen egal?
11.02.2011 17:59 Uhr
von Kathöfer:
Das Ausstiegsgesetz war ein Geben-und-Nehmen. Was ist bei einer Verlängerung mit der Haftung? Die wurde in der Konsensverhandlung verstaatlicht, bei einer Verlängerung ist es daher vollgerichtig wenn die Betreiber sich selbst versichern.
Denn, warum sollen die Betreiber nur die Hälfte der Gewinne abgeben?
12.10.2009 19:15 Uhr
von Sebas:
Da sieht man, mit welchen Argumenten Kernkraftgegner schon antreten müssen, um etwas gegen diese Energieform zu sagen. Genauso gut könnte man auch gegen Windkraft sein, wie diese (natürlich fingierte) Meldung zeigt:
'Ausbau der Windenergie gefährdet Klimaschutz
Dies erklärte gestern der renommierte Leserbriefschreiber Sebas im TAZ Forum. [begin zitat]"Die durch die Windkraftanlagen eingesparte Kohlendioxidmenge würde anderswo ausgestoßen", erklärt Sebas. Denn im Emissionshandel ist die Gesamtmenge des Kohlendioxids, das Unternehmen ausstoßen dürfen, gedeckelt - bei derzeit rund 550 Millionen Tonnen im Jahr. Wenn die Stromwirtschaft weniger Emissionsrechte braucht, werden sie von der Industrie an anderer Stelle genutzt."
In einem solchen Fall würden mehr Windkraftanlagen dem Klima nicht nur nichts nützen - sie würden sogar schaden. Denn ein Überangebot an Emissionsrechten würde dazu führen, dass diese deutlich billiger würden. Dadurch würden sich zum einen Investitionen in klimaschonende Technik für Unternehmen weniger lohnen, weil es möglicherweise billiger wäre, zusätzliche CO2-Zertifikate zu kaufen. [ende zitat]'
Ich hoffe, die Redaktion hat nichts dagegen, dass ich das oben als [zitat] markierte aus Faulheit und zur Untermauerung meiner These aus dem Artikel genommen und lediglich "AKWs" durch "Windkraftanlagen" sowie "längere Laufzeiten" durch "mehr Windkraftanlagen" ersetzt habe (oh, und die Investionen habe ich durch Investitionen ersetzt, was wahrscheinlich gemeint war).
Ich wollte damit zeigen, wie weit die im Artikel verwendete Argumentation hergeholt ist, da sie 1:1 auf jede CO2-sparende Form der Energieerzeugung bzw. -nutzung (wenn man Energie spart, ein Kohlekraftwerk dadurch geschlossen wird und somit Zertifikate frei werden, gilt die selbe Argumentation) anwendbar ist.
Man könnte das ganze aber auch von einer etwas anderen Seite sehen: Wenn man die KKW weiter laufen lässt, könnte man die im Artikel genannten 60 bis 64 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis ohne Kosten verwenden um entweder sofort die verfügbare Menge an Zertifikaten um 20 Mio. t zu verringern - was gut für den Klimaschutz wäre - oder aber die Industrie und damit letztendlich die Verbraucher (uns) um die Zertifikatkosten für 20 Mio. t zu entlasten - was gut für uns und unsere Arbeitsplätze wäre.
Natürlich kommt auch jede Aufspittung dieser Möglichkeiten in Frage.
09.10.2009 16:02 Uhr
von Pro-A:
Finde den Titel total falsch, denn im Artikel steht eindeutig "durch die AKWs eingesparte Kohlendioxidmenge...", also doch.
Man soll die Emissiongsrechte drastisch reduzieren und alle Subventionen abschaffen, dann schauen wir mal weiter.
09.10.2009 10:52 Uhr
von t-claudius:
Warum muß man einen so brisanten Artikel zu einem so wichtigen Thema im hinterletzten Eckchen von TAZ-Online suchen? Reicht der Einfluß der Atom-Lobby so weit? Es handelt sich bei den schwarz-gelben Atom-Plänen um einen hässlichen Skandal aus Lügen und Lobbyismus! Kapiert das denn keiner?! Oder ist das allen egal?
09.10.2009 08:59 Uhr
von Kathöfer:
Das Ausstiegsgesetz war ein Geben-und-Nehmen. Was ist bei einer Verlängerung mit der Haftung? Die wurde in der Konsensverhandlung verstaatlicht, bei einer Verlängerung ist es daher vollgerichtig wenn die Betreiber sich selbst versichern.
Denn, warum sollen die Betreiber nur die Hälfte der Gewinne abgeben?